
Aktuelles aus dem Jagdverein - ARCHIV 2010
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Untersuchungsprogramm zur Erkennung der Schweinepest
bei Wildschweinen
23.12.2010
Zur o.g. genannter Problematik gebe ich Ihnen folgende
Hinweise:
Das verstärkte Überwachungsprogramm zur Erkennung der Schweinepest bei
Wildschweinen
bleibt wie bisher im bekannten Überwachungsgebiet, im Einvernehmen mit der
obersten Jagdbehörde, bis zum 30. Juni 2011 bestehen.
Darüberhinaus sind wie bisher außerhalb des Überwachungsgebietes halbjährig
mindestens 30 Blutproben bei anlässlich der Jagderlegten Stücken sowie frisch
verunfalltem Schwarzwild zu entnehmen.
Das ist die Information des Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz vom 20.
Dezember 2010.
Waidmannsheil
Dieter Mackenrodt
Rundschreiben 4/2010
16.12.2010
Zum Ausklang des Jahres möchte ich mich noch einmal bei Ihnen
melden, um Aktuelles zu berichten und auch eine erste Bilanz zum rückliegenden
Jahr 2010 ziehen.
Kurz gesagt: Es war ein gutes Jahr für den JV Hubertus Gießen.
Rundschreiben
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Dieter Mackenrodt
Hochzeit Geraldine Rau und Carsten Heydel
Dezember 2010
Laubach (Ditmar Vick) Beim Jungjägerlehrgang des
Jagdvereins Hubertus Gießen und Umgebung 2004 lernten sich Geraldine Rau und
Carsten Heydel kennen, jetzt wurde aus
Geraldine
Frau Heydel. Für die Trauung hatten sich die Gießener das Standesamt im
Laubacher Schloss ausgesucht. Nach der Zeremonie empfingen sie die
Jagdhornbläser des Vereins mit der „Ehrenfanfare“. Hornmeister Oswald Henzel
gratulierte im Namen des Jagdvereins. Geraldine Heydel ist noch mit dem Studium
beschäftigt, der Ehemann avancierte bereits zum Dr. vet. Im kleinen Kreis wurde
in der „Hirschfrikadelle“ gefeiert. Im Sommer wird die kirchliche Trauung folgen
mit anschließender Fete und vielen Gästen.
Hubertusmesse mit
Jägerschlag für den Waidmanns-Nachwuchs
25.11.2010
Die schon zur Tradition gewordene <<Hubertusmesse>> des
„Jagdvereins Hubertus Gießen und Umgebung“ fand in diesem Jahr unter großem
Interesse der Bevölkerung sowie Mitglieder des Vereins im Dormitorium des
Klosters Arnsburg bei Lich statt. Dabei kamen die Parforcehörner des
Parforcehorncorps hoher Vogelsberg in der Akustik des ehemaligen Schlafsaals der
Mönche hervorragend zur Geltung. Den jagdlichen Rahmen gaben der Falkner Detlef
Kotsch und Monika Riess mit einem Steinadler und Wanderfalken.
Der
ökumenische Gottesdienst wurde gehalten von Dekan i. R. Christian Scholz und Dr.
Hans-Joachim Schäfer. Er wurde eingeleitet vom Bläserchor des Jagdvereins
Hubertus Gießen unter der Leitung von Oswald Henzel mit der „Begrüßung“.
Danach übernahm das Parforcehornchor „Hoher Vogelberg die musikalische
Gestaltung, die mit dem „Introitus“ begann und einem festlegten Ablauf folgte.
Neuer Leiter des Chors ist seit einigen Monaten Paul Momberger, Posaunist im
Sinfonieorchester des HR. Gebet und Schriftlesung übernahm Dr. Schäfer,
dazwischen das „Kyrie“ und das imposante „Gloria“. Den „Sonnengesang“ des
heiligen Franziskus und die Hubertuslegende lasen Dieter Mackenrodt und Dr.
Markus Langhans, unterbrochen von einem getragenen Choral der Bläser. Scholz
hatte die Geschichte „Hiob“ seiner Predigt zugrunde gelegt, die letztlich den
Blick auf die Schöpfung öffnet und zum Umgang mit der Natur führt. Danach
sollten Jäger und Naturschützer Partner sein, schloss er seine Predigt. Zwischen
Glaubensbekenntnis, Gebet und Vaterunser gehörten „Sanctus“ und „Agnus dei“ zum
Ritual der Hubertusmesse, bevor am Ende die imitierten „Glocken“ der Hörner
erklangen. Der Jagdverein hat den alten Brauch des „Jägerschlags“ wiederum zum
Anlass genommen, während der traditionellen Hubertusmesse die Jungjäger des
letzten Lehrganges damit auszuzeichnen.
Der Vorsitzende Dieter Mackenrodt forderte die Jungjäger auf, den Auftrag der
Natur entgegen zunehmen und wies darauf hin, dass Jägerprüfung und Jagdschein
noch kein Garant für Waidgerechtigkeit seien. Erst die seelische und sittliche
Reife geben das Recht zum Führen einer Waffe. Nicht die Flinte macht den Jäger,
sondern das Herz; mit großer Bereitschaft und stetem Bemühen und Streben auch um
die Kenntnisse der Lebens- u. Verhaltensweisen der frei lebenden Tierwelt.
Dieter Mackenrodt leitete das „uralte Brauchtum“ ein und Ausbildungsleiter
Mike Will nahm den Jägerschlag bei jedem einzelnen Jungjäger vor und überreichte
die Jägerbriefe. „Der erste Schlag soll Dich zum Jäger weihn, der zweite Schlag
soll Dir die Kraft verleihn zu üben stets das Rechte, der dritte Schlag soll
Dich verpflichten, nie auf die Jägerehre zu verzichten“, so der Text zu den drei
Schlägen mit dem Hirschfänger. Begleitet wurde die Zeremonie mit „Blattschlagen“
und „Ein Gruß dem Jungjäger“ von der gemischten Bläsergruppe. Den Jägerbrief
erhielten Dr. Frank Aschenbrenner, Dieter Damm, André Fuhr, Thilo Gernandt,
Sebastian Jakob, Karl-Heinz Krug, Robin Lynker, Thorsten Müller, Marco Plaß,
Kurt Schauermann, Ralf Schmidt, Lehrgangssprecher Otto Speier und Claudia Weber.
Abschließend richtete der Vorsitzende noch ein Wort an die Bevölkerung und
forderte auch diese auf, noch mehr Rücksicht auf die Natur zu nehmen und damit
auch Ihren Beitrag zur Erhaltung der heimischen Tier und Pflanzenwelt zu
leisten.
Mittelhessenschau 2010 -
Ein großer Erfolg für Hubertus
08.11.2010
Das Interesse an Natur, Jagd, Tieren und Umweltfragen ist sehr
groß.
Dies zeigte die neue Mittelhessenschau, die unter dem Namen „Leben und Genießen“
vom 05.- 07. November 2010 mit 11.500 Besuchern in den neuen Hessenhallen in
Gießen stand.
250
Aussteller präsentierten in sieben Messehallen ein äußerst vielfältiges Angebot.
Der Jagdverein Hubertus Giessen und Umgebung e.V. präsentierte sich in Halle 6
auf über 60m² Standfläche mit einem der schönsten Stände der Mittelhessenschau.
Mitglieder des Vereins informierten über die Bedeutung der Jagd für das
Gleichgewicht in der Natur und über ökologische Zusammenhänge. Sie informierten
über das Vereinsleben, die bewährte praxisorientierte Jungjägerausbildung und
die Arbeit der Ausschüsse in Hessens größtem Jagdverein. Das Fazit der
Organisatoren fiel daher für die Mittelhessenschau sehr positiv aus. Dem
schlossen sich die vielen Vereinsmitglieder und Gäste auf dem Stand an, der mit
einem Herbstwald, Tierpräparaten, Informationsständen zu Lernort-Natur und dem
Arbeitskreis Naturschutz geschmackvoll dekoriert war. Großen Anklang fand daher
der Lernort-Naturkoffer und die ausgelegten Informationsbroschüren.
Zuschauermagnet waren im Besonderen die beiden Falkner Berthold Geis und Detlef
Kotsch, die am Stand mit ihren Greifvögeln Wissenswertes über das Verhalten der
Vögel, ihre Fütterung und die Beizjagd informierten und somit für einen
Hingucker der besonderen Art gesorgt hatten. Die Haltung der Greifvögel sowie
die Trainingsmethoden und Ausrüstungsgegenstände eines Falkners wurden dem
interessierten Publikum vermittelt.
So war die Vorführung von Berthold Geis am Freitag und Detlef Kotsch am Samstag
auf der Bühne in Halle 6 ein besonderes Highlight. Ein Anziehungspunkt zum
Anfassen besonders für die kleinen Gäste der Messe waren auch die zwei Frettchen
von Berthold Geis.
Höhepunkt der Messeveranstaltung war dann am Sonntag der Auftritt des
Hubertus-Jagdhornbläserchors unter der Leitung von Oswald Henzel und die
anschließend hervorragende Präsentation bekannter Jagdhunderassen durch Arthur
Grölz auf der Bühne der Hessenhallen. Die Jagdhornbläser des Vereins und die
große Anzahl von Jagdhunden waren durch alle Hallen der traditionsreichen
Mittelhessenschau zu hören.
Viel Diskussionsstoff an den Bistrotischen des Standes waren die (teuren)
Grünlandschäden und hohe Scharzwildpopulation mit ihren Folgen auch im
Straßenverkehr. Der nächste Jungjägerlehrgang 2011/2012 war bereits auch schon
ein interessantes Gesprächsthema.
Mit dieser Öffentlichkeitsarbeit wurde die Zielsetzung – noch mehr Verständnis
für die Jagd, Jäger und ihr Tun in der Bevölkerung – mehr als erreicht und die
Erwartungen der Organisatoren zur Mittelhessenschau 2010, die in diesem Jahr
erstmals unter der Schirmherrschaft des Regierungspräsidenten Dr. Lars Witteck
stand, übertroffen.
Der Vorstand des Jagdvereins Hubertus Giessen und Umgebung e.V. war erfreut über
die hohe Besucherzahl seiner Vereinsmitglieder und deren Familien. Er begrüßt
die neuen Mitglieder und dankt dem Organisationsteam, allen Helferinnen und
Helfern für die erfolgreiche Durchführung des Messestandes auf der
traditionsreichen Veranstaltung in Gießen sowie der Baumschule Engelhardt für
die herbstliche Dekoration am Messestand.
Bildergallerie
Verkehrsminister Dieter
Posch weiht 3 km-langen Wildduftzaun ein
30.10.2010
Mit
großem Medienaufgebot weihte Verkehrsminister Dieter Posch im
Schiffenberger Weg bei Gießen eine Referenzstrecke für Wildduftzäune
ein. Mit dem Gemisch, einer Konzentration aus Wolfs- und Menschengeruch
eingearbeitet in eine schaumige Trägermasse, sollen Wildschweine, Rehe, Hirsche
und andere WiIdtiere daran gehindert werden, Straßen zu überqueren.
Posch stellte den Wildduftzaun gemeinsam mit dem ADAC Hessen-Thüringen, Stadtrat
Thomas Rausch und dem leitendem Polizeidirektor Ulrich Marschall vom
Polizeipräsidium Mittelhessen vor.
Der
Jagdverein Hubertus Gießen u. Umgebung e.V. war als heimischer Jagdverein zur
Pressekonferenz mit Vorstellung der neuen Aktion Schilderkampagne „ Wild vom
Wald“ eingeladen worden. An der Pressekonferenz nahm der 1. Vorsitzende Dieter
Mackenrodt teil.
Minister Posch bekannte, dass er sich erst einmal in die Thematik der
Wildunfälle einarbeiten musste, um zu erkennen, welche Brisanz darin gerade für
Hessen als waldreichstes Bundesland steckt. Leider vergaß er auch zu sagen, dass
es gerade die Jäger sind, die die Wildduftzäune anbringen und dauerhaft
betreuen.
Daher an dieser Stelle ein Dankeschön im Namen des Jagdvereins Hubertus an
unsere Vereinsmitglieder die den Streckenabschnitt auf dem Schiffenberger Weg
mit den neuen Wildduftzäunen betreuen.
Von dem Wildduftzaun erhoffe man sich nun eine Senkung der (Wild)-Unfallzahlen.
Allein diesen Schiffenberger Weg passieren täglich 14.000 Fahrzeuge.
Für den Landkreis Gießen nannte der leitende Polizeidirektor Marschall in 2009
folgende Zahlen: 699 Unfälle mit Wildschäden!!!
Mit 180 Schildern an Bundes- Land- und Kreisstraßen soll nun mit der
Schilderkampagne „Wild vom Wald“ vor Wild gewarnt werden, das unverhofft auf die
Straße laufen könne.
Auf einen Erfolg mit dieser Aktion hofft nicht nur der Jagdverein Hubertus
Gießen!
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Erfolgreicher Arbeitseinsatz am Hundewasser in
Garbenteich
29.10.2010
Bildergalerie
Arbeitseinsatz
Durch Ankündigung auf dem Sommerfest und im Rundschreiben hatte der Vorstand zu
zwei Tagen Arbeitseinsatz am vereinseigenen Hundewasser in Garbenteich
aufgerufen. Beide Tage, 15. und 16. Oktober 2010 waren ein voller Erfolg!
Der Vorstand war über die große Anzahl an Helfern sehr erfreut und Daniel Seller
versorgte die Mannschaft mit leckeren Fleischkäsebrötchen.
Der Arbeitseinsatz hat sich gelohnt, denn die Unterhaltung der vereinseigenen
Anlage ist für den Jagdverein Hubertus Gießen und seine Mitglieder sehr wichtig.
Stellvertretend für die vielen Helferinnen und Helfer möchten wir namentlich
lediglich Christian Loh und Christopher Krausch erwähnen, die mit „schwerem
Gerät“ und hoher Fachkompetenz wesentlich zum Erfolg der Aktion beigetragen
haben.
Durch den Rückschnitt am Hundewasser mit der daneben stehenden Hütte erstrahlt
die Anlage nun im neuen Licht und unterstützt jetzt noch mehr die
Vereinsmitglieder bei der Ausbildung Ihrer Jagdhunde.
Durch die Auslichtung hat der für die Hundeausbildung wichtige Schilfbewuchs nun
Platz sich am Teichrand weiter auszudehnen.
Mit dieser Aktion hat der Verein zusammen mit dem nahe gelegenen Schießstand
beste Voraussetzungen für die Übungsarbeit der Mitglieder und die Ausbildung der
Jungjäger geschaffen.
Der Jagdgebrauchshund ist seit jeher ein notwendiger Begleiter der Jäger.
Im Sinne der Jagd und des Tierschutzes muss er es heute mehr denn je sein.
Auch wegen Verbesserungen unserer Ausbildung –und Prüfungsmöglichkeiten am
Hundewasser war der Arbeitseinsatz dem Vorstand eine wichtige Angelegenheit.
Der Vorstand des Jagdverein Hubertus Gießen u. Umgebung e.V. ist erfreut über
die hohe Integrität seiner Vereinsmitglieder und dankt allen Helferinnen und
Helfern für den erfolgreichen Arbeitseinsatz!
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Jagd und Wildbret müssen sein – Von Natur aus fit!
Wissenswertes über Wild. Leichte Rezepte für leckere Gerichte
25.10.2010
Mehr als 30 000 Tonnen heimisches Wildfleisch erjagen die
Jäger im Jahr, ein Plus von 12 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei hat das
Wildschwein mit rund 11 000 Tonnen dem Rehwild (8.000 Tonnen) den Rang
abgelaufen. Auf dem 3. Rang folgt Rotwild mit ca. 2100 Tonnen. Und alle Zeichen
deuten darauf hin, das das Ansehen der Jäger und Förster weiter wächst, was zu
einem guten Teil daran liegt, das er der Lieferant dieses unzweifelhaften „Bio“-
Fleisches ist. Wer Wildfleisch verzehrt, braucht sich über die artgerechte
Tierhaltung, Transporte, Hormongaben und Schlachthöfe keine Gedanken zu machen.
Im ziemlich häufigsten Idealfall reißt bei der Jagd eine Kugel die Sau oder das
Reh aus dem blühenden Leben, bevor es noch den Schussknall hören konnte. Sein
Fleisch ist zart, fettarm, reich an Vitaminen sowie Mineralstoffen wie Eisen,
Zink und durch seinen hohen Eiweißanteil besonders bekömmlich. Niemals wird es
in der Pfanne schrumpfen.
Allerdings
sind bis dahin einige Schritte der Verarbeitung nötig. Ausgenommen wird das Reh
noch draußen im Wald oder Feld. Dann muss es einige Tage kühl hängen, damit das
Fleisch den richtigen Reifegrad erreicht. Es folgen das Abziehen der Decke und
das Zerlegen, Arbeiten, die meist vom Jäger und Förster erledigt werden, da
selbst auf dem Land sich nur noch wenige bereit finden, auch nur einem Hasen den
Balg über die Ohren zu ziehen geschweige denn ein Reh aus der Decke zu schlagen
oder ein Wildschwein abzuschwarten.
Auch Figurbewußte können so ohne schlechtes Gewissen Wild schlemmen und das
nicht nur an den Feiertagen: 100 g Fleisch von Reh, Hirsch oder Hase enthalten
durchschnittlich nur 112 Kalorien und 3 g Fett.
360 000 Jagdscheininhaber gibt es in Deutschland. So viele waren es noch nie.
Und die Neulinge, die „Jungjäger“, die an Jahren oft nicht mehr so jung sind,
geben mit großer Mehrheit an, dass das Wildbret für sie eine, wenn nicht die
wesentliche Jagdmotivation ist.
2/3 der Deutschen halten Fleisch aus den heimischen Wäldern für sehr gesund,
fast jeder Zweite hat schon einmal Wildbret gegessen oder zubereitet. Etwa 40
000 Tonnen Wildbret verzehren die Deutschen, dass ist ½ Kilo pro Kopf.
Umfangreiche Importe kommen aus Neuseeland, wo die Hirschzucht in Gattern, ein
wichtiger Wirtschaftszweig geworden ist. Und aus Argentinien, dass vor allem
Hasen liefert. Den authentischen Wildgenuss kann solche Importware allerdings
nicht bieten.
Bei der Frage allerdings was den wahren Wildgenuss ausmache, fangen die
Unsicherheiten an. Wild gilt als etwas Besonderes und Begehrenswertes, aber auch
als etwas Schwieriges und Geheimnisvolles. Ist nicht die Zubereitung mit all den
Marinaden und den schwer zu dosierenden aromatischen Gewürzen wie Nelke,
Wacholderbeere furchtbar kompliziert? Und überhaupt: Der spezifische kräftige
Wildgeschmack erinnert wie auch manche Borste und manches Haar, die auch bei
sorgfältigster Zurichtung an Keule oder Rücken zu finden sind, daran, dass hier
ein Tier zum Verzehr ansteht, noch dazu eines, dass für diesen Zweck nicht
eigens gezüchtet und aufgezogen wurde.
Es bleibt das Verhältnis des modernen Menschen zum Wildbret also
spannungsgeladen, was eine gute Grundlage kulinarischer Erziehung ist. Was das
Wild angeht, ist diese Erziehung vor allem eine Anleitung zum Vergessen :
Vergesst die Marinade und- Gewürzschlachten der Vergangenheit. Sie waren ein
Kampf gegen die Verwesung, der heute, in den Zeiten höchster Wildbrethygiene,
kundiger Personen und moderner Kühltechnik, nicht mehr geführt werden muss.
Hautgout ist nur noch ein vornehmes Wort für eine eklige Sache. Wild kann man
zubereiten wie jedes andere Fleisch auch. Natürlich darf man es auch marinieren
und beizen, wenn man das will, aber nötig ist das nicht mehr. Und oft vermindert
es die Qualität des Fleisches.
Einen entspannten Umgang mit Wild lehrt uns das „ Hessische Wildkochbuch“
welches auch als Beispiel steht für ähnliche Kochbücher, die es im Handel gibt.
Der Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung e.V. fördert auf seinen
Internetseiten (www.hubertus-giessen.de) die regionale Vermarktung des Wildbrets
und baut Hemmschwellen bei den Verbrauchern ab. Es handelt sich um
Rezeptsammlungen aus der Bevölkerung und Jägerkreisen, die wiederspiegeln, dass
sich das Wildessen längst aus dem traditionellen lodengrünen Hubertus-Kontext
gelöst hat. Was im deutschen Wald wächst lässt sich wunderbar mit den Aromen
mediterraner Aufklärung kombinieren. Der Hesse jedenfalls kennt neben dem
traditionellen Rehrücken auch die Rehfrikadelle mit Schafskäse, er bereitet die
Rehschulter mit Olivenöl und Knoblauch zu, lässt die Frischlings-Medaillons
gerade einmal 2 Minute pro Seite mit der Pfanne Bekanntschaft machen und bringt
den Hirschbraten im tönernen Römertopf schonend zur Gare.
In der Adventszeit ist die Nachfrage sehr groß, da Wildgerichte traditionell auf
dem Speiseplan stehen. Der Jagdverein Hubertus rät daher, sich frühzeitig um den
kulinarischen Leckerbissen zu kümmern. Die Adressen privater Jäger, die Wildbret
verkaufen, erfährt man durch Mundpropaganda oder durch die Jagdvereine und deren
Webseiten. Hier z. B. Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung e.V.:
www.hubertus-giessen.de.
Die Preise bei den Direktvermarktern liegen deutlich unter dem, was in
Feinkostgeschäften verlangt wird. Wer ein ganzes Tier im Fell kauft, kommt am
besten weg. Für ein –ausgeweidetes- Reh zahlt er 4-6 €uro/kg, insgesamt zwischen
50 und 100 Euro. Wildschwein kostet 2-3 Euro/kg. Für küchenfertige Ware muß man
ein Mehrfaches rechnen.
Wildbret ist erschwinglich und das Angebot gerade im Herbst, wenn alles Wild
Jagdzeit hat, sehr groß. Die Deutschen sollten Ihren Wildbretkonsum durchaus
steigern. Das wäre für Volks- wie für die Waldgesundheit gut. Ökologisch völlig
korrekt und kulinarisch ein Erfahrungsgewinn. Die Alten wussten genau, was gut
ist. Das erste Wiener Schnitzel der Kochbuchliteratur war ein
Wildschwein-Schnitzel.
Dieter Mackenrodt
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Kinder von bunten
Blättern begeistert
15.10.2010
14 Kinder des kommunalen Kindergartens Biebertal-Königsberg
hatten am Donnerstag einen tollen Wald-Erlebnistag. Zunächst war am frühen
Vormittag Wandern angesagt. Von Kindergartenleiterin Kornelia Blaschek und der
Erzieherin Daniela Heinzelmann angeführt, erreichten mit ihren kurzen aber
flinken Beinen die Kinder das Ziel Hofgut Bubenrod in Königsberg.
Hier hatte Dieter Mackenrodt als Gastgeber schon ein Feuer entzündet, an dem
sich zunächst die Kinder mit ihrem mitgebrachten Frühstück stärkten. Am Feuer
begrüßte Dieter Mackenrodt die Kinder und informierte über den Ablauf des
Wald-Erlebnistages. Bei der Gelegenheit begrüßte er die neue Försterin der
Revierförsterei Biebertal Frau Ulrike Henrich ganz herzlich und stellte sie als
Nachfolgerin von Förster Peter Moos vor.
Nach einem herzlichen Willkommen und Gruppenfotos stellte
Dieter Mackenrodt die Spiele vor, die alle mit Wald, deren Tieren und bunten
Herbstblättern zu tun hatten. Die Kinder suchten in kleinen Gruppen Blätter, die
sie nach Farben geordnet auf ein Blatt aufklebten. Eine altersgemäße Aufgabe,
die die Kinder mit großem Eifer erfüllten. An großen Bildtafeln lernten die
Kinder mit Dieter Mackenrodt mehr vom Wald, seinen Bäumen, den bunten Blättern
und den Tieren des Waldes. Felle von Waschbär, Dachs und Fuchs wurden sofort von
den Kindern erkannt. Mit Becher-Lupen ging man im Wald auf die Jagd und alle
Kinder brachten eine „Trophäe“ mit. Alle Beute wurde nach der Besprechung am
Lagerfeuer natürlich sofort wieder freigelassen. Mit Augenbinden galt es nun
verschiedene Tierarten an ihren Fellstücken zu erkennen. Auch diese Übung
meisterten die Kinder vorbildlich und mit viel Spaß.
Die letzte Übung Eichen- und Buchenblätter zu finden und auf den Zettel zu
kleben machte ebenso große Freude. Die bunten Herbstblätter der Bäume waren für
die Kinder faszinierend. Viele neue Farbarten der Blätter erfreuten das Auge.

Am Ende der Waldexkursion und zum Abschied erhielten alle Kinder zur Belohnung
eine Waldurkunde.
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Rundschreiben 3/2010
01.10.2010
Sehr geehrte Vereinsmitglieder,
liebe Jägerinnen, liebe Jäger,
nach dem Ende der Sommerpause haben sich
unser aller Interesse nun wieder verlagert:
Mit der Eröffnung der Jagdzeiten auf immer mehr
Wildarten freuen wir uns nun über Jagdeinla dungen oder organisieren eigene Jagden. Dort begegnen
wir vor der Begrüßung und nach der Jagd
sowie beim Schüsseltreiben alten Bekannten und
Freunden, die wir zum Teil lange nicht gesehen
haben. Wir tauschen unsere Jagderlebnisse aus,
bereden die Ereignisse der voran gegangenen
Monate und vieles, vieles mehr......
Rundschreiben
3/2010 ![]()
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Nistkästen jetzt säubern
27.09.2010
Das Reinigen und Aufstellen der Kästen ist Artenschutz für heimische
Singvögel
Die nasskalte Jahreszeit steht bevor, ungemütliche Zeiten auch für viele der
hier überwinternden Singvögel. Meise, Kleiber, Spatz und Co. sind bald auf der
Suche nach einem wetterfesten Quartier für die Nacht. Angesichts fehlender alter
Baumbestände in vielen Wohnsiedlungen, sind sie dabei vielerorts auf die
Unterstützung durch den Menschen angewiesen. Nistkästen sind willkommene und
gern angenommene nächtliche Überwinterungshilfen für die Höhlenbrüter, wenn sie
gepflegt werden.
Den
Kasten sauber halten
Jetzt ist die richtige Jahreszeit die Nistkästen im Garten auf Vordermann zu
bringen. Das Reinigen der Kästen ist wichtig: Viele Singvögel brüten bei
ausreichendem Futterangebot zweimal pro Jahr und überbauen dabei einfach das
alte Nest. Wird der Nistkasten nicht gesäubert, besteht das Problem, dass
lästige Untermieter sehr gut überwintern können. Tierische Blutsauger wie
Federlinge, Vogelflöhe oder Lausfliegen fühlen sich in dem alten Nistmaterial
wohl und können die Wintergäste schwächen.
Großreinemachen im Herbst
Bevor man mit dem Säubern der Kästen beginnt, sollte man unbedingt überprüfen,
ob Zwischenmieter wie Fledermäuse oder Siebenschläfer eingezogen sind, also erst
anklopfen und den Deckel leicht anheben. Ist der Nistkasten leer, das alte
Nistmaterial entnehmen und den Kasten mit heißem Wasser oder einer
Kochsalzlösung ausspülen, anschließend gründlich austrocknen lassen. Zum Wohle
der Vögel sollte man auf Reinigungsmittel oder Sprays verzichten.
Mit ein paar Handgriffen zum Artenschützer
Fast genauso einfach wie das Reinigen eines Nistkastens ist das selber bauen.
Werden ein paar kleine Tipps beachtet, stellt sich das Mietverhältnis sicher
umgehend ein. Als Material für Nistkästen eignen sich besonders gut unbehandelte
Bretter aus Eiche, Erle, Weißbuche, Kiefer und Fichte, die mindestens 20
Millimeter stark sein sollten. Spanplatten und Sperrholz sind wenig
witterungsbeständig und daher nicht geeignet. Zudem sollte die Lochunterkante
mindestens 15 Zentimeter über dem Kastenboden sein um sicherzustellen, dass
Katze und Marder nicht mit der Tatze an die Brut gelangen. Als zusätzliche
Schutzvorrichtung vor Räubern eignen sich auch vorgezogene Einfluglöcher oder
ein etwas 1 Meter über dem Boden am Stamm angebrachtes glattes Stahlblech. Die
Nistkästen können in Augenhöhe angebracht werden, dass erleichtert ihre Pflege,
sie können aber höher hängen, für die Annahme durch die Vögel ist dies nicht
entscheidend. Als Schutz vor Witterungseinflüssen – Niederschläge wie auch
direkte Sonneneinstrahlung – ist darauf zu achten, dass das Flugloch nach
Südosten zeigt.
Die Mieterwahl
Die Größe des Fluglochs entscheidet über den zukünftigen Mieter, mindestens
jedoch sollte es einen Durchmesser von 26 Millimeter. Meisenarten wie Blaumeise,
Sumpfmeise oder Tannenmeise reicht diese Größe. Größere Singvögelarten wie
Kleiber, Kohlmeise und Schnäpper ziehen erst ein, wenn der Durchmesser des
Fluglochs mindestens 30 Millimeter beträgt.
Der Brutraumdurchmesser sollte im Hinblick auf die Jungenaufzucht im Frühjahr
ausreichend groß sein, also immer mindestens 12 bis 14 Zentimeter betragen.
Wohnungsnot auch im Wald
Mancherorts herrscht auch in Waldgebieten akute Wohnungsnot. Hier helfen die
Jäger: Sie pflegen und erneuern jährlich 270.000 Nistmöglichkeiten für heimische
Singvögel. Da durchschnittlich etwa drei Kücken pro Nistkasten schlüpfen,
wachsen in diesen Nestern jährlich über 800.000 Jungvögel heran. Zusätzlichen
Lebensraum für die heimischen Singvögel schaffen die Jäger durch die Pflege von
vogelreichen Biotopen wie alten Kopfweidenbeständen und Streuobstwiesen.
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Erfolgreiche Brunnenbohrung am Schießstand in
Garbenteich
September 2010

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Hegeringvergleichsschießen 28. August 2010 auf dem Schießstand in Garbenteich
17.09.2010
Bei
noch sommerlichen Temperaturen fand am 28. August 2010 auf dem Schießstand des
Jagdverein Hubertus Gießen u. Umgebung e.V in Garbenteich das diesjährige
Hegering-vergleichsschießen statt. Neben dem Wetter sorgte insbesondere auch die
hervorragende Organisation durch Jens Fischer, Peter Seller und Stephan Punzert
für einen reibungslosen Verlauf. Im Vereinshaus versorgte „ Hanne“ Schmidt die
Gäste.
Bei sechs angetretenen Hegegemeinschaften gewann mit 406 Punkten die Hegegemein-schaft Grünberg den 1. Preis. Dahinter knapp mit nur einem Punkt weniger, also 405 Punkten belegte die Hegegemeinschaft Gleiberger Land I den 2. Platz; gefolgt von der Hegegemeinschaft Grüningen mit 387 Punkten.
In der B-Wertung belegte die HG Hungen den 1. Platz, gefolgt auf Platz 2 HG Laubach und Platz 3 HG Gleiberger Land II.
In der Einzelwertung gewann Daniel Seller von der
Hegegemeinschaft Grüningen mit 115 Punkten. Platz 2 belegte Fritz Ungethüm,
Hegegemeinschaft Grünberg, Platz 3 Jan Osthold Hegegemeinschaft Grüningen, Platz
4 Matthias Henzel, Hegegemeinschaft Hungen, Platz 5 Helmut Henzel
Hegegemeinschaft Hungen.
Schießbedingungen:
Beim Hegeringvergleichsschießen müssen drei Schuss auf den Fuchs liegend, drei
Schuss auf den Bock angestrichen und drei Schuss auf den laufenden Keiler
abgegeben werden.
Beim Kipphasen sind zwei „rechts“, zwei „links“ und drei Doubletten zu schießen.
Siegerehrung:
Bei der abschließenden Siegerehrung dankte der Schießausschuss vertreten durch
Jens Fischer den Helfern für die hervorragende Organisation, die einen
reibungslosen Ablauf des Hegeringvergleichsschießens gewährleistete und ehrte
die Sieger. Den teilnehmenden Hegeringen werden je nach Abschneiden Geldpreise
überwiesen.
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Hubertus-Jägerstammtisch
Hubertus-Jägerstammtisch mit dem Kreisjagdberater
Herrn Professor Dr. Alexander Herzog am Montag, 15.
November um 19.00 Uhr Hessischer Hof (Justus), Frankfurter Straße, Gießen
Herr Prof. Dr. Alexander Herzog und wir wollen eine alte Tradition (Stammtisch)
im Hessischen Hof wieder aufgreifen und uns mit dem Kreisjagdberater am alten
Hubertus-Tisch /Fenster über aktuelle jagdliche Themen unterhalten.
Wegen der (begrenzten) Teilnehmerzahl, bitte kurz Mitteilung an mich (Mobil.
0172-6766504 dm@hubertus-giessen.de) wer kommt.
Waidmannsheil
Dieter Mackenrodt
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Die Hirschbrunft im
September und Oktober
17.09.2010
Wenn nun der Herbst langsam Einzug hält, beginnt in unseren
heimischen Wäldern wieder das einzigartige Naturschauspiel der Hirschbrunft, die
Paarungszeit des Rotwildes.
Das tief dröhnende Röhren geht durch Mark und Bein und bei günstigen
Witterungsbedingungen – kaltem, trockenem und windstillem Wetter – kann man in
den Genuss einer grandiosen Vorstellung kommen. Aus mehreren Richtungen
erschallen dann die urigen Stimmen der Hirsche. Ein Hirsch animiert dabei den
Anderen zu fortgesetztem Ruf.
So
entwickelt sich ein mystisches Konzert von schauriger Schönheit. Besonders in
kalten Nächten steigt der Brunfttrieb und die Tiere melden sich lautstark.
In den Monaten September/Oktober suchen Hirsche im besten Mannesalter, angelockt
vom erotisierenden Geruch, die Rudel der weiblichen Tiere auf. Dort versuchen
sie, sich zum Platzhirsch zu krönen. Mit dem Geweih wühlen die Tiere den Boden
auf und bauen sich ihre Brunftkuhlen. Gut durchtränkt mit eigenem Urin ein
idealer Ort, um sich ausgiebig zu wälzen und den für menschliche Nasen recht
streng anmutenden Brunftgeruch anzunehmen. So parfümiert und mit hoffentlich
ausreichend weiblicher Gesellschaft geht der Hirsch mit guter Stimme in die
Paarungszeit.
Was für uns Menschen ein Naturerlebnis par Excellenze ist, ist für den König der
Wälder Stress pur. Denn das Tätigkeitsfeld eines Platzhirschs ist ausgesprochen
anspruchsvoll, breit gefächert und erfordert eine Menge Organisationstalent,
körperliche Fitness und Lebenserfahrung. Nicht nur, dass die Rotwildkühe
regelmäßig auf ihre Paarungsbereitschaft überprüft werden müssen, am Waldrand
lauern meist noch etliche Kontrahenten, die nur darauf warten, ihre Gene zu
vererben. Hier heißt es wachsam sein und im Notfall sogar durch Geweiheinsatz
sein Rudel vor feindlicher Übernahme zu schützen.
Meist reichen zwar schon das Imponiergehabe und ein tiefes Röhren aus, die
Rivalen in ihre Schranken zu weisen. Will der eine oder andere Kontrahent aber
so gar nicht einsehen, wer der Chef der Damenriege ist, lässt der Platzhirsch
die Stirnwaffen sprechen. Der Angriff erfolgt dabei stets nach bestimmten Regeln
und nur dann, wenn der Gegner ebenfalls das Geweih zum Gefecht präsentiert,
Flankenangriffe kommen normalerweise nicht vor.
Welcher Hirsche siegt, hängt übrigens nicht nur von der Geweihstärke ab, sondern
von Gewicht, Körpergröße, Erfahrung und natürlich, wie stark er sich beim
Liebesspiel mit seinem Harem bereits verausgabt hat.
Ein Platzhirsch kann in diesen stressigen Wochen 20 Prozent
seines Gewichtes verlieren. Und so mancher vom Burn-out-Syndrom gezeichneter
Haremsbesitzer wird noch kurz vor Ende der Brunft von einem frischen,
unverbrauchten Kollegen aus dem Amt gehebelt.
Das imponierende Geweih ist der Blickfang des Hirschmannes, aber er ist nicht
der erotisierende Faktor für die Weibchen, denn der liegt in seiner Stimme:
Verhaltensforscher der Universität von Sussex haben in verschiedenen Versuchen
herausgefunden, dass Rotwildweibchen Brunftschreie bevorzugen, die einen großen
Hirsch vermuten lassen. Der Klang des Röhrens wird unter anderem von der Größe
des Stimmapparates bestimmt, die wiederum von der Gesamtkörpergröße abhängt.
Große, kräftig schreiende Rothirsche tragen das Versprechen auf bestes Erbgut
und damit gesunden Nachwuchs in ihrer Stimme.
In der Bundesrepublik darf sich das Rotwild in 140 ausgewiesenen
„Rotwildgebieten“ bewegen. In Hessen wurden dementsprechend 17 Rotwildgebiete
mit einer Gesamtfläche von 628.564 ha abgegrenzt.
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Sommerfest des Jagdvereins Hubertus Gießen u. Umgebung
e.V.
01.09.2010
Gelungenes Sommerfest bei herrlichem Wetter
Das Sommerfest war für den Jagdverein Hubertus Gießen ein besonderes Highlight
in diesem Jahr.
Zum
Festtag trafen sich die Mitglieder des Jagdvereins auf ihrem Vereinsgelände, dem
Schießstand im Wald zwischen Dorf-Güll und Garbenteich. Natürlich waren auch die
Familien und ihre Freunde dabei.
Die Jagdhornbläser des Vereins unter Leitung von Oswald Henzel eröffneten in
starker Besetzung das Fest.
Der Tag begann mit der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden, Herrn Dieter
Mackenrodt, der betonte, dass der vereinseigene Schießstand in seiner
landschaftlich reizvollen Ambiente und günstigem Standort zu den Schönsten in
Hessen gehöre und es ein gutes Zeichen sei, dass gerade heute an diesem Festtag
die Sonne scheine.
Besonders begrüßte er das Ehrenmitglied Oswald Henzel und den Ehrenvorsitzenden
Herrn Peter N. Werner sowie von der Studentischen Jagdgemeinschaft Gießen den
1.Vorsitzenden, Herrn Jens Petermann.
Dieter Mackenrodt erinnerte an das gute Verhältnis mit dem Revierpächter Rainer
Punzert und auch dem Wurftaubenclub Oberhessen Gießen e.V., Herr Klaus Schwan,
mit dem man derzeit gemeinsam den in die Jahre gekommenen Schießstand saniere.
Zum Thema Sanierung Schießstand informierte er weiter, dass mittlerweile neue
Fenster, Bankgruppen, Fahnenmasten und der neue Kipphasenstand die bereits
geleistete Arbeit zeigten. Über 1000m² Wandflächen an den Schießbahnen wurden
bereits verputzt und neu gestrichen, ebenso das Vereinsheim. Auch der
Wurftaubenstand wird gerade neu hergerichtet.
Als wichtigster Mittelpunkt für das Vereinsleben des größten hessischen
Jagdvereins liege ihm viel am Erhalt und Modernisierung dieser Anlage. Hier
finden Jungjägerausbildungen mehrerer Vereine statt, treffen sich die
Vereinsmitglieder, werden Gäste und Freunde des Vereins eingeladen und neue
Mitglieder gewonnen. Samstagnachmittags ist er auch Treffpunkt bei „Hanne´s“
Kaffee und Kuchen. Daher müsse weiter in diesen wichtigen Ort investiert werden.
Da noch erheblicher Sanierungsbedarf bestehe (Toiletten, Dach, Wasser,
Einrichtung etc. ) sei man weiter auf Spenden und freiwillige Mitarbeit
angewiesen.
Dieter Mackenrodt erinnerte auch an die zwei Bezirksschießen und die
Landesmeisterschaft im jagdlichen Schießen, die 2011, also im Jahr in dem
„Hubertus“ sein 90-jähriges Bestehen feiert, am vereinseigenen Schießstand
ausgetragen werden. Daher gebe es noch viel am Schießstand zu tun.
Den Mitgliedern Wolfgang Seitz und Achim Wiederhold gratulierte er zum Erfolg
der goldenen bzw. silbernen Schießnadel des Deutschen Jagdschutz-Verbandes.
Ebenso ist man sehr stolz auf das vereinseigene Hundewasser mit der Hütte bei
Garbenteich, an dem alle Vereinsmitglieder (August –Oktober) die Möglichkeit
haben, zu den neuen Öffnungszeiten jeweils mittwochs 16.00-18.00 Uhr und
sonntags 9.00-11.00 Uhr mit ihren Hunden zu üben.
Ein wichtiger Arbeitseinsatz am Hundewasser ist für das Wochenende 15./16.
Oktober 2010 vorgesehen, bei dem sich bereits am Festtage viele freiwillige
Helfer in die Liste eingetragen haben.
Der neue Festausschuss des Jagdvereins hatte sich einiges einfallen lassen, um
seine Mitglieder und Gäste auf dem Sommerfest zu unterhalten. Viele
Vereinsmitglieder, ihre Familien, Freunde und auch Mitglieder der Gastvereine
fanden Interesse an den Wanderfalken die Franz Locher und Renate Mannecke aus
Atzbach mitgebracht hatten.
Eine Besonderheit hatte Norbert Schmidt aus Altenvers: Er hatte einen „Harris
Hawk“, einen amerikanischen Wüstenbussard mitgebracht.
Karl-Ludwig Wolf aus Lich erschien am Nachmittag mit seiner Zweispännerkutsche
und lud zu Rundfahrten im idyllischen Waldgelände ein.
Eine Besonderheit war das Ausschießen des „Jagdkönigs“ an der Bockscheibe. Unter
den 60 teilnehmenden Schützen wurde Michael Habermehl „Jagdkönig“ und erhielt
aus den Händen des Vorsitzenden den vom Mitglied Thomas Nohl gestifteten 1.
Preis.
Jan Osthold und Liz-Geraldine Rau hatten zuvor den Schießwettbewerb geleitet.
Die zahlreichen Besucher auf dem liebevoll hergerichteten Schießstand mit
Bierpilz und
geschmückten Festzelt wurden von Daniel Seller und seinem Team mit
Köstlichkeiten verwöhnt. Am Bierpilz versorgte Jens Fischer und der
Festausschuss um Stephan Punzert den ganzen Tag über die Besucher mit kühlem
Freibier. Zur Kaffeezeit stand dann ein reichhaltiges Kuchenbuffet (Danke den
Bäckern) im Vereinshaus bereit. Dort verwöhnte Hanne Schmidt, die seit vielen
Jahren die gute Seele des Vereinsheims ist, die Gäste.
Den ganzen Tag über gab es Gelegenheit alte Freunde wieder zu sehen, Erlebtes
auszutauschen, den neuen Vorstand und die Ausschüsse kennen zu lernen und an
einem Jägerbasar sein „Schnäppchen“ zu finden.
Der Vorsitzende Dieter Mackenrodt gab einen Einblick in die Arbeiten des
Vorstandes
und wies auf das gute Verhältnis zu den Nachbarvereinen, den Hegegemeinschaften
und auch den Forstämtern hin.
Im aktuellen Jungjägerkurs befinden sich 15 neue „Lehrlinge“ und die Jungjäger
des vergangenen Kurses 2009/2010 erhalten Ihren Jägerschlag auf der nächsten
Hubertusmesse im feierlichen Rahmen im Kloster Arnsburg bei Lich am 13. November
2010.
Die Jagdhornbläser des Vereins unterhielten den ganzen Tag über die große
Besucherschar mit musikalischen Stücken.
Die Gäste genossen den Hörnerklang und spendeten reichlich Beifall.
Am späten Abend klang dann eine gelungene Veranstaltung, die seinen Besuchern
sicher noch lange in Erinnerung bleibt, aus.
Der Vorstand des Jagdvereins Hubertus Gießen u. Umgebung e.V. dankt allen
Helferinnen und Helfern für die Vorbereitung und Durchführung des Sommerfestes
2010!!!
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Vereinsmeisterschaften im jagdlichen Schießen 2010
25.08.2010
Die diesjährige Vereinsmeisterschaft im jagdlichen Schießen
des JV Hubertus Gießen fand am 12.06.2010 auf dem vereinseignen Schießstand in
Pohlheim/Garbenteich statt.
Die Vereinsmeisterschaft ist dazu gedacht, dass sich zum einen die aktiven
Jagdschützen noch einmal vor der anstehenden Landesmeisterschaft unter
Wettkampfbedingungen messen können, aber auch Anfänger an das jagdliche Schießen
herangeführt werden.
Die Einteilung der Klassen erfolgt nach dem Leistungsstand der Schützen in A-,
B- und C-Klasse für die Langwaffe, sowie der Kurzwaffe.
Wir haben immer ausreichend Wettkampf- und auch Vereinswaffen inkl. der
zugehörigen Munition bei den Vereinsschießen am Stand, so ist niemand gezwungen
mit seiner Jagdwaffe daran teilzunehmen. Jeder noch nicht mit den Disziplinen
vertrauter Teilnehmer wird zu Beginn eingewiesen und während des Schießens von
einem erfahrenen Schützen betreut.
Neben dem sportlichen Aspekt, bietet dieses Vereinsschießen jedem die
Möglichkeit seine Schießfertigkeit zu verbessern, was wir Wild schuldig sind.
Leider mussten wir in diesem Jahr auf das Schießen auf den laufenden Keiler
verzichten, da dieser auf Grund von Umbau- und Renovierungsarbeiten am
Kipphasenstand ebenfalls nicht zur Verfügung stand. Es wurden folgende
Disziplinen geschossen: je 5 Schuss stehend angestrichen auf den Bock, liegend
auf den Fuchs, sowie stehend freihändig auf den Überläufer, je 15 Wurf-Scheiben
Trap und Skeet, es konnten maximal 300 Punkte erreicht werden.
Beim Kurzwaffenschiessen werden insgesamt 20 Schuss abgegeben: 5 Duell, 10
Fertigkeit und 5 Schnellfeuer hier sind maximal 200 Punkte erreichbar.
Insgesamt nahmen 19 Schützen an der Vereinsmeisterschaft teil, 6 davon mit der
Kurzwaffe.
Vereinsmeister 2010:
A-Klasse: Knut Küster – 279
B-Klasse: Marko Festner – 241
C-Klasse: Martin Taffener – 174
Kurzwaffe: Ulrich Peschke – 191
Wir möchten uns ganz herzlich bei Jens Fischer und der Brauerei Denninghoff für das Bereitstellen der „flüssigen“ Preise, sowie … für weitere Sachpreise und den fleißigen Helfern für die reibungslose Durchführung bedanken.
Bitte sprechen Sie uns an wenn Sie sich für das jagdliche Schießen interessieren, die Jagdschützen freuen sich über jede tatkräftige Unterstützung.
Für den Schiessausschuss
Jan Osthold
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Öffnungszeiten Hundewasser in Garbenteich für unsere Vereinsmitglieder:
24.08.2010
01.08.2010 bis 31.10.2010 Mittwochs
16 - 18 Uhr
Sonntags 09-11 Uhr
Bitte telefonisch voranmelden beim Hundeausschuss bzw. 1. / 2. Vorsitzenden des
Vereins
Arbeitseinsatz am Hundewasser in Pohlheim-Garbenteich
(Ltg. Bernd Zipse)
Freitag, 15. Oktober 2010 ab 15.00 Uhr
Samstag, 16. Oktober 2010 ab 9.00 Uhr
Bitte melden beim Hundeausschuss bzw. 1./2. Vorsitzenden des Vereins
(Für Speisen und Getränke wird gesorgt)
Wir freuen uns über jede Hilfe und alle
Hundefreunde!
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70. Geburtstag Wolfgang Denninghof
19.08.2010
Wolfgang
Denninhoff wurde am Montag 70 Jahre und erhielt ein Ständchen unseres
Bläserchores unter der Leitung von Oswald Henzel. Mit 8 Bläsern war der
Jagdverein Hubertus Gießen vor Ort. Unter der Gratulantenschar reihte sich auch
der 1. Vorsitzende des Jagdvereins Dieter Mackenrodt ein.
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Beseitigen von Fallwild: Kein Versicherungsschutz
19.08.2010
Beim Bergen von Fallwild sind Jäger nicht versichert. Beim Entsorgen von Fallwild auf Straßen haben Jäger keinen Versicherungsschutz. Das erklärt die Land- und Forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland in einem Schreiben vom 11. Juni.
Der vorausgegangene Sachverhalt: Ein Jagdaufseher verletzte sich beim Bergen von Fallwild auf einer Bundesstraße an der Hand. Die Berufsgenossenschaft verweigert dem Mann Entschädigungsleistungen mit der Begründung, dass Straßenkörper und Randstreifen nicht zum Jagdrevier gehören. Außerdem obliege die Betreuung öffentlicher Straßen der Straßenmeisterei.
Als logische Konsequenz haben die Jäger des Reviers (Rheinland-Pfalz /Kreis Altenkirchen) die Fallwildbeseitigung auf Bundesstraßen eingestellt.
Kinder erforschen das
Leben der Jäger / Kinder beobachteten das Wild in der Dämmerung - Allerlei
Wissenswertes rund um die Jagd
07.07.2010
Sie waren gekommen, um das edle Waidwerk kennen zu lernen: 30
Kinder der Gemeinde Biebertal gewannen zahlreiche, spannende und wissenswerte
Eindrücke und Einblicke rund um die Jägerei.
Schon
lange sind Naturschutz und Naturbildung Aufgaben, um die sich überall in
Deutschland Jägerinnen und Jäger kümmern. Jäger sind für den Naturschutz
besonders qualifiziert, weil Sie gelernt haben, auch die Aspekte der
Naturnutzung in ihre Überlegungen mit einzubeziehen.
Revierförster Peter Moos, Biebertal und eine große Schar Jägerinnen und Jäger
hatten sich redlich bemüht, ihre Passion den kleinen Gästen nahe zu bringen. Auf
dem Hofgut Bubenrod in Biebertal-Königsberg begrüßte Revierförster Peter Moos
die
8-12 Jährigen und richtete vorweg ein Dankeschön an die Organisation von Dieter
Mackenrodt.
Zunächst
gab es einige fachspezifische Vorträge zu den Themen: „Wildtiere in Biebertal“,
„Bedeutung der Jagd heute“, Warum geht der Mensch seit 30.000 Jahren auf die
Jagd“ durch die Waidmänner Hans-Albert Bender und Michael Gerth, bevor Dr. Klaus
Lippitz und Erwin Keil mit den Kindern ein Quiz durchführte.
Mit Hedi Jung, Marina Steinmüller, Michael Gerth, Matthias Plefka und Timo
Kaletsch konnten erfahrene Hundeführerinnen und Hundeführer verschiedene
Jagdhunderassen vorstellen. Die Kinder waren sehr wissbegierig, stellten Fragen
über Fragen und erhielten auf alles eine Antwort. Highlight waren die
mitgebrachten Frettchen von Hedi Jung und Matthias Plefka, die die Kinder gleich
zum Streicheln animierten.
Am
Grill versorgte „Grillmeister“ Karlfried Schneider die 50 köpfige Personenschar
mit verschiedenen Leckereien.
Nach dem Essen konnte man dem eigentlichen Motto gerecht werden : „Mit den
Jägern auf Ansitz“. Dazu wurden die Kinder aufgeteilt und sie zogen zu zweit mit
einer Jägerin oder Jäger in die Biebertaler Jagdreviere um dort auf Hochsitzen
ihre Wildbeo-bachtung zu machen.
Die Bedeutung des Jagdhornblasens wurde eindrucksvoll von Hedi Jung und ihren
Mitbläsern Marina Steinmüller und Matthias Plefka demonstriert.
Mit dieser Veranstaltung haben die Jäger wieder einen wichtigen Beitrag
geleistet Kinder näher an die heimische Natur und den Nutzen der Jagd
heranzuführen.
Schutz der Natur – auch die Jäger bringen sich hier in sehr verantwortlicher
Weise mit ein -
setzt die Kenntnis und die Einsicht um die Zusammenhänge der Natur und ihre
Nutzung voraus. Es ist gut wenn sich die Jäger in den Naturschutz einschalten.
Sie bringen ein hohes Maß an Fachkompetenz, ehrenamtliche Arbeit aber auch eine
große Liebe für die heimische Natur und ihre Tierwelt mit.

Die Kinder erklommen mit Jägern und Ferngläsern die Hochsitze und beobachteten
die heimischen Wildtiere in der Dämmerung. Beim anschließenden Lagerfeuer wurde
dann so manches „Jägerlatein“ zum Besten gegeben und alle Teilnehmer erhielten
eine Jagd-Urkunde als Erinnerung.
Nur die Kinder, die die Natur kennen, in die faszinierende Welt ihrer
Zusammenhänge eintauchen und eine persönliche Beziehung zu Pflanzen und Tieren
aufbauen, werden bereit sein sich in Zukunft ernsthaft und mit Engagement für
die Erhaltung dieser einzusetzen. Naturschutz muss im Erleben junger Menschen
beginnen damit die Entfremdung gegenüber der Natur aufgehoben wird.
Naturschutz heißt auch und ganz besonders: Bildungsauftrag, denn der Schutz der
Natur setzt ihre Kenntnis und die Einsicht in die Zusammenhänge ihrer Nutzung
voraus. Naturschutz muss die Nutzung der Natur aber auch die Jagd mit in die
Betrachtung einbeziehen.
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Sophie-Scholl-Schule in Gießen
erhielt „Lernort Natur“-Koffer
02.07.2010
Sehen, riechen, tasten, hören und probieren: Mit allen Sinnen und voller Neugier begreifen und erleben Kinder die Natur - wenn Sie die Gelegenheit dazu bekommen.
Vermittelt durch den Jagdverein Hubertus Giessen u. Umgebung e.V. und gesponsert durch die Volksbank Mittelhessen konnten Frau Zimmermann und Herr Lange von der Sophie-Scholl-Schule gemeinsam mit den Kindern aus der Fledermausklasse in ihrem schuleigenen Wald einen „Lernort-Natur-Koffer“ entgegen nehmen. Herr Henrich Dörmer von der Volksbank Mittelhessen in Gießen zeigte sich begeistert von der natürlich gestalteten Außenanlage der integrativen Schule, in der die Kinder stromern, sich verstecken und träumen oder wilde Spiele spielen können.
Mit dem Lernort Natur-Koffer hat die Stiftung natur+mensch eine Materialsammlung zusammengestellt, mit der Exkursionen in die Natur vor- und nachbereitet werden können. Neben didaktischem Material für den Schulunterricht enthält der Themenkoffer auch Hilfsmittel für einen Entdeckungsgang in Wald, Feld und Flur. So befinden sich darin beispielsweise Bechergläser, Fellstücke, Bestimmungsheftchen, ein Kartenspiel, ein Zeckenheft und ein hochwertiges Fernglas. 400 Euro kostet ein solcher Koffer.
Frau
Zimmermann, die für die Forscherwerkstatt in der Schule verantwortlich ist, ist
immer wieder begeistert von der Neugierde der Kinder, wenn man ihnen denn die
Gelegenheit gibt, unsere heimische Natur hautnah zu erleben. Das sei eine
großartige Chance für den Unterricht. Aber Studien zeigen: Kinder haben kaum
noch eine Beziehung zur Natur, nachhaltige Naturbewirtschaftung ist ihnen ein
Fremdwort. Dieter Mackenrodt, Vorsitzender des Jagdvereins Hubertus Gießen und
Umgebunge.V. berichtet, dass im Rahmen der Initiative „Lernort Natur“ sich daher
seit fast 20 Jahren Jäger ehrenamtlich engagieren, um Lehrer bei der Vermittlung
naturkundlicher Bildungsinhalte zu unterstützen. So gehört zu jedem Koffer die
Bereitschaft einzelner Mitglieder des Jagdvereins, Projekte zu begleiten und die
Kinder in entsprechender Umgebung für ihr Anliegen zu begeistern. In diesem Fall
stehe Frau Jung zur Verfügung, deren Sohn Carl Moritz die Wölfeklasse der
Sophie-Scholl-Schule besucht und die Kofferübergabe initiiert hatte. Über die
1991 vom Deutschen Jagdschutz Verband gegründete Stiftung wurden bislang
bundesweit rund 4000 Lernkoffer an Kindergärten, Kitas und Grundschulen
verteilt. Der Jagdverein Hubertus Gießen u. Umgebung e.V. sucht weitere
Sponsoren für die Region Gießen, da das Interesse der Kinder und ihrer
Einrichtungen sehr groß an diesen Lernort- Natur-Projekten ist.
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Jetzt beginnt wieder die Zeit der
liebestollen Rehe
Liebe macht blind – Vorsicht vor Rehwild in der Paarungszeit
Die Paarungszeit der Rehe (Brunftzeit) beginnt Mitte Juli und die Rehdamen
nehmen dann selbst das Heft in die Hand und signalisieren durch Duftstoffe den
Rehböcken, dass sie zur Paarung bereit sind.
Daraufhin beginnen die Böcke ein ungestümes Liebeswerben weil die Rehfrauen oder
Ricken, wie sie der Jäger nennt, gehörig umworben sein wollen, berichtet der
Jagdverein Hubertus-Giessen und Umgebung e.V.
Die Rehdamen entziehen sich zunächst den Nachstellungen ihrer Liebhaber. Doch
unermüdlich folgt der Bock der fliehenden Ricke. Vor Liebe buchstäblich blind,
führt die wilde Jagd des Rehpaares oft auch am helllichten Tag über viel
befahrene Straßen in der Region.
Vor allem in Waldgebieten und im ländlichen Bereich sollten die Kraftfahrer bis
Mitte August auch tagsüber besondere Vorsicht walten lassen, warnt der 1.
Vorsitzende Dieter Mackenrodt die Autofahrer.
In der Gluthitze der „Hundstage“ erreichen die Flitterwochen der Rehe zumeist
ihren Höhepunkt.
Allein in Hessen fallen jährlich etwa 15.000 Rehe dem Straßenverkehr zum Opfer.
Bei diesen Wildunfällen würden die Rehe mitunter nicht auf der Stelle getötet;
oft könnten sie sich mit schweren Verletzungen noch ein Stück davon schleppen.
Dann muss der Jäger das verletzte Wild mit seinem speziell ausgebildeten
Jagdhund nachsuchen, um es von seinen Qualen zu erlösen.
„Tierschutz geht jeden von uns an“, unterstreicht der Hubertus-Chef Dieter
Mackenrodt diese Thema. Motorisierte Verkehrsteilnehmer könnten durch
rücksichtvolles und vorausschauendes Fahren besonders an den
Wildunfallschwerpunkten wesentlich dazu beitragen, den Wildtieren unnötige
Schmerzen oder gar den Tod zu ersparen.
Allein im Jahr 2009 wurden in Deutschland über 2000 Menschen bei einer Kollision
mit einem Wildtier verletzt. 10 Menschen starben. Unter die Räder gekommen sind
im vergangenen Jahr in Deutschland 220.000 Rehe, Hirsche und Wildschweine. Ohne
die Zahl überfahrener Wildkatzen und Luchse. Die Dunkelziffer ist mindestens
genauso hoch.
Jedes Jahr werden über 500 Millionen Euro zur Regulierung von Wildunfällen
aufgewendet.
Tipp des Jagdvereins Hubertus: Blenden sie nicht mit dem Fernlicht auf, das
helle Licht verwirrt die Tiere, sie verlieren die Orientierung und laufen oft
instinktiv auf die Lichtquelle zu. Machen Sie andere Verkehrsteilnehmer durch
das Einschalten der Warnblinkanlage auf die Gefahr aufmerksam. Über mehrere
Kilometer sollte die Fahrgeschwindigkeit reduziert bleiben, insbesondere in der
Dämmerung muss der Straßenrand aufmerksam beobachtet werden. Kommt ein Reh in
Sicht folgt meist noch ein zweites! Ist es zum Unfall gekommen, sollte man
sofort die Polizei anrufen, die den zuständigen Förster oder Jagdpächter
informiert. Das verletzte oder tote Tier sollte auf keinen Fall im Auto
mitgenommen werden.
Autofahrer sollten sich noch am Unfallort eine sogenannte Wildbescheinigung für
die Versicherung ausfüllen lassen, insbesondere dann wenn das verletzte Tier
geflüchtet ist.
Die Polizei oder der anwesende Jagdausübende können den Unfall anhand der Spuren
(Blut, Haare an der Stoßstange) bezeugen. Dies ist für den Autofahrer wichtig,
weil dessen Versicherung bei der Regulierung eines Schadens eine schriftliche
Bestätigung des Jagdpächters verlangt.
Dieses Thema geht uns alle an und deshalb brauchen wir ein rücksichtsvolles und
vorausschauendes Fahren der Verkehrsteilnehmer.
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Waldtag der Sandfeldschule
Am 26.2.2010 wurde als erster Schule in Gießen der Sandfeldschule ein " Waldkoffer" vom Jagdverein Hubertus Gießen überreicht. ( Der GA hatte darüber berichtet). Am 30.6.2010 konnte nun die Klasse 4b der Sandfeldschule einen Ausflug nach Wißmar machen, wo die Kinder über Jagd und Hege von dem Vorstandsmitglied Mike Will, unterstützt durch die Hubertusmitglieder Dr. Theermann und Klaus Schneider unterwiesen wurden. Nach einer Fahrt über Stock und Stein demonstrierte Dr. Theermann den Schülern verschiedene Rehgehörne, eine Abwurfstange eines Rothirschs und Keilerwaffen. Als besonderes Schmankerl konnten die Kinder ein Fabelwesen in Form eines Wolpertingers bestaunen.
Danach
ging es dann zu einer Exkursion in den Wißmarer Wald, wo Wildäcker und
-äsungsflächen, eine Suhle für Rot- und Schwarzwild, eine Salzlecke und
natürlich auch ein Hochsitz gezeigt wurden, der von allen freudig erklommen
wurde. Im Anschluß daran führte die Waldwanderung zurück zur Grillhütte, wo
Klaus Schneider noch einen kurzen Bericht über die gebräuchlichen Jagdhunde mit
Demonstration eines Rauhhaardackels, einer Bracke und eines
Deutsch-Drahthaar-Vorstehhundes gab. Voller Interesse haben die Schüler den
Ausflug und die Erläuterungen zu Jagd und Hege aufgenommen. Zum Abschluß dieses
schönen Vormittags gab es für alle Beteiligten noch Mohrenköpfe.
Aus den Reaktionen der Kinder konnten die Hubertusmitglieder entnehmen, daß
dieser " Waldtag" gut angekommen ist.
Dr.med. Peter Theermann, Gießen
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Starker Jungjäger Lehrgang bei Hubertus Giessen
Beim Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung e.V. hat der neue Lehrgang zur
Jungjägerausbildung 2010/2011 begonnen. Mit 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern
ist der Kurs wie in den letzten Jahren wieder stark besucht. Anders als in
Jagdschulen mit ihren teuren Crashkursen bildet der Jagdverein Hubertus Gießen
mit seinen Dozenten im Holz- und Technikmuseum Wettenberg-Wißmar Jäger aus und
nicht nur Jagdscheininhaber.
Als weitere Ausbildungsstätten dient der vereinseigene Schießstand in Pohlheim-Garbenteich
und das Hundewasser.
Bereits während der Ausbildung knüpfen die Teilnehmer jagdliche Kontakte,
Beziehungen zu Hundeleuten, Revierinhabern und nutzen die Gelegenheit die
einzelnen Ausschüsse des Vereins für die Zeit nach dem „Grünen Abitur“ kennen zu
lernen.
Der 1. Vorsitzende Dieter Mackenrodt sowie Lehrgangsleiter Mike Will und Dozent
Heiko Schmidt begrüßten die Teilnehmer zu ihrem ersten Unterricht und einer
Einweisung im Holz-und Technikmuseum in Wettenberg.
Die Anwärter auf das „Grüne Abitur“ werden in den nächsten 11 Monaten (abzüglich
der Ferien) ausführlich Kenntnisse in Recht, Wildbiologie, Wildbrethygiene,
Hundewesen, Waffenkunde, Feld- und Waldbau sowie Tier- und Naturschutz erwerben.
Den Lehrgang erwartet ein sehr spannendes und lehrreiches Jahr, indem sie viel
erleben werden:
beeindruckende Revierführungen, Waldexkursionen, Motorsägenlehrgang,
Fangjagd-Lehrgang usw. Dem Lehrgang stehen hochkompetente Dozenten in Form von
Förstern, Rechtsanwälten, Professoren, erfahrene Waidmänner, eine große
Präparatesammlung sowie ein Lehrrevier zur Verfügung.

Beim Jagdverein Hubertus Gießen findet 2-3 Mal wöchentlich ein zweistündiger
Unterricht statt. Zum Vergleich: Wer Autofahren lernt, muss 26 Pflichtstunden
Theorie und Praxis hinter sich bringen.
Neben der schriftlich und mündlich/praktischen Prüfung müssen die
Jagdscheinanwärter ihre Schießfertigkeit bei der Schießprüfung mit der Büchse
(Kugel) und der Flinte (Schrot) und den sicheren Umgang mit der Jagdwaffe unter
Beweis stellen. Mangelhafte Leistungen in der Schießprüfung können nicht durch
gute Leistungen in den anderen Prüfungsteilen ausgeglichen werden. In der
schriftlichen Prüfung muss der Anwärter Fragen aus allen Bereichen beantworten.
Im mündlich/praktischen Teil wird der Kandidat von einer mehrköpfigen
Prüfungskommission in allen Unterrichtsfächern geprüft.
Dabei hat das Fach Waffenkunde und Handhabung besonderes Gewicht. Wer hier
Fehler macht oder die Sicherheitsvorschriften nicht beachtet, fällt sofort
durch.
Nach der bestandenen Jägerprüfung im April 2011 können die Teilnehmer dann bei
der zuständigen Behörde den ersten Jagdschein lösen, wie es diese Tage gerade
die erfolgreichen Absolventen des vergangenen Lehrgangs erlebten.
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Sehr geehrte Vereinsmitglieder,
liebe Jägerinnen, liebe Jäger,mit diesem Rundschreiben möchte ich mich als 1.
Vorsitzender des Jagdvereins Hubertus Giessen und Umgebung e.V. vorab bei allen
Mitgliedern für das Vertrauen bedanken, welches Sie mir mit der Wahl auf der
Jahreshauptversammlung am 13. März 2010 entgegengebracht haben ....
Rundschreiben
II/"2010 ![]()
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Die 15. Stangenschau am 03.06.2010 auf dem Hof der Revierförsterei fand großes
Interesse bei unseren Mitgliedern und rund 160 Besuchern. Gegen 10.00 Uhr fand
die Begrüßung durch den Forstamtsleiter Herrn Voll statt.
Es gab interessante Rotwildtrophäen zu bestaunen und neben den erlegten Hirschen
waren vor allem die Stangenreihen interessant, die es ermöglichen, die
Entwicklung einiger Hirsche über zig-Jahre nach zu verfolgen und deren Alter
genau zu bestimmen.
Die Stangenschau dokumentierte die rasante Stärkeentwicklung der Hirsche im
Rotwildgebiet „Krofdorfer Forst“ und wie immer in den letzten Jahren wurde das
Hirschbuch 2010 als Extrakt der Stangenschauergebnisse in Bezug auf die Alters-
und Mittelklasse herausgegeben.
Photo´s gibt’s in der
Galerie
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Mit
Fernglas und Co. auf Entdeckungstour gehen
Wißmarer Grundschule erhält „Lernort Natur“-Koffer (cr). Das Interesse der Mädchen und Jungen ist groß und die Fragen sind recht vielseitig, wenn man ihnen die Gelegenheit gibt, die heimische Natur etwas genauer kennen zu lernen. „Kinder haben eine große Aufnahmefähigkeit in diesem Bereich“, berichtete Dieter Mackenrodt. Er ist Vorsitzender des Jagdvereins Hubertus Gießen und Umgebung und überreichte am Mittwoch zusammen mit seinem Vorstandskollegen Mike Will einen „Lernort Natur“-Koffer an die Grundschule Wißmar.
Viele Kinder hätten kaum noch eine Beziehung zur
Natur,
nachhaltige Naturbewirtschaftung sei für sie häufig ein Fremdwort. Im Rahmen der
Initiative „Lernort Natur“ engagieren sich daher seit über 15 Jahren Jäger
ehrenamtlich, um Lehrer bei der Vermittlung naturkundlicher Bildungsinhalte zu
unterstützen. Da in der Grundschule derzeit eine Projektwoche stattfindet, in
der auch das Thema „Waldspaziergang“ angeboten wird, nutzten Mackenrodt und
Will, der auch als Jagdaufseher tätig ist und dessen Tochter die Grundschule in
Wißmar besucht, den besonderen Anlass, um den Koffer zu übergeben. Lehrerin
Claudia Fischer bedankte sich für die Spende, um die sich die Kinder sofort
versammelten.
Mit dem „Lernort Natur“-Koffer hat die Jägerstiftung „natur+mensch“ eine Materialsammlung zusammengestellt, mit der Exkursionen in die Natur vor- und nachbereitet werden können. Neben didaktischem Material für den Schulunterricht enthält der Themenkoffer auch Hilfsmittel für einen Entdeckungsgang in Wald, Feld und Flur. So befinden sich darin beispielsweise Bechergläser, Fellstücke, Bestimmungsheftchen, ein Kartenspiel, ein Zeckenheft und ein Fernglas. 400 Euro kostet ein solcher Koffer.
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Nach 11 Monaten und über 100 Schulungsterminen war es so weit:
15 Jungjägerinnen und Jungjäger bestanden das „Grüne Abitur“!
24. April 2010: schriftliche Prüfung!
10.-13. Mai 2010 mündlich/praktische Prüfung!
Schießprüfung am 14. Mai 2010 auf dem vereinseigenen Schießstandgelände in
Pohlheim/Garbenteich.
Der Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung bedankt sich bei allen Referenten
und dem Ausbildungsleiter Mike Will, die mit ihrem Einsatz die gute Ausbildung
und das hervorragende Ergebnis ermöglicht haben.
Anders als in Jagdschulen mit ihren teuren Crashkursen bildet der Jagdverein
Hubertus Gießen Jäger aus und nicht nur Jagdscheininhaber. Die Tendenz der
Jagdscheininteressierten geht wieder hin zur Ausbildung im Heimatverein. Dabei
kommt beim Jagdverein Hubertus Gießen der eigene Schießstand und das Hundewasser
zugute.
Während man früher gerne in einem (teuren) Crashkurs fern ab der Heimat in einer
Jagdschule den Schein erwarb erkennen die Teilnehmer heute mehr denn je welche
Vorteile ihnen der heimatliche Jagdverein bietet:
Man knüpft bereits während der Ausbildung jagdliche Kontakte, Beziehungen zu
Hundeleuten, Revieren und wird vor Ort zu einem guten Jäger ausgebildet. Und das
zu einem günstigen Preis!
Der Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung freut sich deshalb als neue
ordentliche Mitglieder begrüßen zu können:
- Frank Aschenbrenner, Buseck
- Thilo Gernandt, Heuchelheim
- Nikolaus Kirchgäßner, Gießen
- Kurt, Schauermann, Schotten
- Otto Speyer, Wettenberg
- Claudia Weber, Wettenberg
- Alexander Götz, Wettenberg
- André Fuhr, Reiskirchen
- Maruan Bastian Al-Hammoud, Gießen
- Dieter Damm, Allendorf
- Sebastian Jakob, Gießen
- Robin Lynker, Lollar
- Ralf Schmidt, Biebertal
- Eugen Tuchscherer, Oberursel
- Günter Weisel, Lollar
Mit dieser Jägerprüfung verabschiedete der Jagdverein Hubertus Gießen und die Mitglieder der Jägerprüfungskommission auch ihren Prüfungsvorsitzenden Wilfried Graf. Als Prüfungsleiter bemühte sich Wilfried Graf 28 Jahre um ein gutes, stressfreies Klima zwischen Prüfungskommission und den angehenden Jägern. Die Kommission und der Jagdverein dankten Wilfried Graf für seine hervorragenden Leistungen und auch den guten Stil der Prüfungsleitung mit einem persönlichen Geschenk.
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Vor 28 Jahren wurde
Wilfried Graf auf Vorschlag des Jagd-Vereins Hubertus Gießen und Umgebung e.V.
und des Landesjagdverbandes vom Regierungspräsidium Gießen zum Vorsitzenden der
Jägerprüfungskommission ernannt.
Zu der Zeit war er Leiter des Forstamtes in Lich und Zweiter Vorsitzender
unseres Vereins. Zu verdanken haben wir ihm die Möglichkeit, das Gelände Im
Fuchsstrauch zu pachten, auf dem der Jagdverein dann den landesweit bekannten
Schießstand mit Vereinsheim errichtete und später kaufte.
Neben
seinen vielen weiteren Tätigkeiten wie Bsp. im Projekt Lebensraum Brache oder
als Schatzmeister des LJV hing sein Herz an der Ausbildung und Prüfung des
jägerlichen Nachwuchses. Wichtig war ihm die Abstimmung von Inhalten der
Ausbildung mit denen der Prüfung. Für ihn war über klar, dass nur vermittelter
Stoff geprüft werden konnte, dieser
sich aber an den Anforderungen der Prüfungsordnung auszurichten hatte. Hinzu kam
seine Erwartung eines engen Bezugs zur jägerlichen Praxis.
Als Prüfungsleiter bemühte Wilfried Graf sich um ein gutes, stressfreies Klima
zwischen Prüfungskommission und angehenden Jägern. Alle inzwischen in die Jahre
gekommenen ehemaligen Prüflingen haben mir bestätigt, dass dieses Bemühen auch
erkannt wurde.
Selbstverständlich sind auch die Mitglieder einer Jägerprüfungskommission nicht
immer einer Meinung,-auch nicht in der Bewertung von Prüfungsleistungen.
Geschickt verstand es Wilfried Graf, Meinungsverschiedenheiten zu einem
sachlichen Ergebnis zu führen, das dann auch von allen getragen wurde und
Leistungen einerseits korrekt und andererseits für die Kandidaten günstigen
Ergebnis bewertete.
Mit den Jahren veränderte sich die Zahl der Jagdaspiranten nicht unerheblich.
In der Spitze hatte die Kommission über 70 Personen zu prüfen. Der Anteil der
Frauen stieg in den letzten Jahren deutlich an. Legt man als realistischen
Durchschnitt 40 Kandidaten zugrunde, bedeutet das, dass unter der
Prüfungsleitung von Wilfried Graf deutlich über 1000
Jäger ihre Prüfung bestanden haben. Das ist annähernd die Zahl der in den 3
Jagdvereinen vorhandenen Mitglieder!
Am
Schluss der letzten Prüfung am 14.Mai 2010 verabschiedeten die Mitglieder der
Kommission und ihre Stellvertreter Wilfried Graf, dankten ihm für seine
hervorragenden Leistungen und auch den guten Stil der Prüfungsleitung mit einem
persönlichen Geschenk; ebenso dankten sie seiner Frau Irene für ihre freundliche
Unterstützung und Gastfreundschaft mit einem schönen Blumenstrauß.
Der Jagdverein bedankte sich ebenfalls für die gute Wahrnehmung der
Vereinsinteressen mit einem wohl gefüllten Präsentkorb.
Lieber Wilfried: Wir bleiben in Kontakt,
Deine Kollegen Hans Lang, Arno Eifert, Manfred Schlosser, Peter Seller, Dr.
Ellenberger, Harald Lange, Gerlinde Skrzypzek, Peter N. Werner
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Bezirksschießen vom 24/25. April 2010 auf unserem Schießstand
Am 24. und 25. April
2010 fand auf unserem Stand eines der sechs Bezirksschießen des LJV Hessen
statt. Zur Teilnahme an der Landesmeisterschaft in jagdlichen Schießen müssen
die Jagdschützen an mindestens zwei der sechs Bezirkschießen teilgenommen haben.
Wie in jedem Jahr ist die Teilnehmerzahl in Gießen im Vergleich zu den anderen
Austragungsorten sehr hoch. Dies lässt sich zum einen mit der zentralen Lage in
Hessen und den guten Bedingungen die unser Stand zur Verfügung stellt erklären.
Viele Schützen freuen sich auch auf die familiäre Atmosphäre in Giessen.
Insgesamt nahmen 155 Schützen, davon 28 zusätzlich mit der Kurzwaffe am
Bezirksschießen teil. 50 Teilnehmer erreichten mehr als 300 Punkte, 18 von ihnen
knackten sogar die 320’er Marke, die damit zur Teilnahme an der
Bundesmeisterschaft berechtigt.
Besonders erwähnenswert sind die Ergebnisse von Ditmar Haus, Hub. Gießen, der
mit 339 von möglichen 350 Punkten das beste Ergebnis des Wochenendes erreichte
und Wolfgang Seitz mit 291 Punkten der sich damit endlich die lang ersehnte
goldene Leistungsnadel (Altersschützen) sichern konnte. Alle Ergebnisse finden
Sie auf der Homepage unseres Vereins und unter www.LJV-Hessen.de
Der Ablauf war Dank des großen Engagements unserer Jagdschützen und einer Anzahl
von fleißigen Helfern völlig reibungslos.
Jan Osthold
Weitere Informationen und die Schießergebnisse finden Sie
unter
Schießwesen
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Landwirte und Jäger sollen gemeinsam das Jungwild vor dem Mähtod retten
!
Im Mai beginnt
wieder die Zeit, in der jährlich Tausende von Rehkitzen, Junghasen und
Bodenbrütern ausgemäht werden. „Wie viele es genau sind, die auf diese Weise
umkommen, weiß zwar niemand, man kann aber davon ausgehen, dass ihre Zahl
jeweils mehr als 100.000 Stück pro Jahr nur in Deutschland ausmacht“, so der 1.
Vorsitzende des Jagdvereins Hubertus Giessen, Dieter Mackenrodt.
Da längst nicht
alle Tiere, die in die Messer eines Kreiselmähers geraten, sofort tot sind,
sondern zum Teil nur mehr oder weniger schwer verletzt werden, handelt es sich
beim Ausmähen unter anderem um ein gravierendes Tierschutzproblem. Immer
schnellere Landmaschinen und moderne Erntemethoden lassen unserem Niederwild
kaum eine Chance zum Überleben.
Allerdings
entstehen nicht nur beim Mähen von Wiesen und Weiden Verluste unter dem Wild,
sondern auch bei der Durchführung anderer landwirtschaftlicher Arbeiten.
Erwähnt seien in diesem Zusammenhang das Walzen der Grünlandflächen im Frühjahr,
das Pressen von Stroh und das Roden von Rüben. Die hierbei auftretenden Verluste
sind jedoch bei weitem nicht so hoch wie die Verluste durch Mähen. Tötung und
Verstümmelung von Wild beim Mähen von Wiesen gibt es aber nicht erst seit dem
Einsatz der Kreisel- und Rotormäher, sondern es hat sie auch früher schon
gegeben, als die betreffenden Flächen noch mit von Pferden gezogenen
Mähmaschinen gemäht wurden. Sie werden sogar schon erwähnt, als Sensen im
Einsatz waren. Allerdings waren die Verluste seinerseits deutlich geringer als
heute. Ferner betrafen sie damals ausschließlich ganz junges Wild und Gelege.
Erwachsene Hasen, Dreiläufer und schon etwas ältere Rehkitze wurden früher
selten ausgemäht, da sie sich durch ihre Flucht immer rechtzeitig in Sicherheit
bringen konnten. Die ganz kleinen Junghasen sowie die erst wenige Tage alten
Rehkitze vermögen sich einer drohenden Gefahr jedoch noch nicht durch ihre
Flucht zu entziehen, sondern reagieren darauf durch noch stärkeres
“Sich-Drücken“. Von daher erlitten sie auch früher schon den Mähtod. Bei den
heute eingesetzten breiten Mähgeräten, die zudem eine hohe
Arbeitsgeschwindigkeit von bis zu mehr als 15 Kilometer pro Stunde erlauben,
sind vom Mähtod aber auch erwachsene Hasen sowie bereits ältere Rehkitze
betroffen und vor allem weit mehr als früher Fasanen- und Rebhennen.
Auch werden heute
unstrittig mehr Junghasen ausgemäht als früher. Das hängt allerdings nicht so
sehr mit der großen Arbeitsbreite und der hohen Geschwindigkeit der Mähgeräte
zusammen, sondern ist in erster Linie eine Folge der Situation, dass Wiesen und
Weiden heute zum Teil alle sechs bis sieben Wochen gemäht werden. Früher gab es
nur zwei Schnitte, und zwar einen Heu- und einen Grummetschnitt im August. Damit
waren seinerzeit die Junghasen, die im April gesetzt und in einer Wiese abgelegt
wurden sowie die Ende Juni/Anfang Juli geborenen vor den Messern der Mähmaschine
sicher. Heute wird jedoch fast nur noch Silage gemacht. Das bedeutet, dass eine
Wiese vier bis fünfmal im Sommerhalbjahr gemäht wird. Damit wird heutzutage fast
jeder Junghase, der in eine Wiese abgelegt wird, vom Mähtod erwischt. Naturgemäß
wählt die Ricke den richtigen Platz für das Setzen der Kitze und deren erste
Lebenswochen. Im dichten Gras sind die neugeborenen Kitze nahezu unsichtbar.
Auch der Fuchs macht hier wenig Beute, weil er sich scheut, im dichten
Grasbewuchs auf Beutezug zu gehen. Er bevorzugt weniger dichten Bewuchs. Ohne
Absprache mit den Landwirten während der Wiesenmahd ist eine effektive
Jungwildrettung nicht durchführbar.
Grundsätzlich
sollten die Landwirte die ortsansässigen Jägerinnen und Jäger rechtzeitig über
die Mähtermine informieren. Nur dann können die Grünröcke am Morgen vor der Mahd
Infrarotdetektoren einsetzen oder am Vorabend auf den Wiesen leere Dünger- und
Kunststoffsäcke als Wildscheuchen aufstellen, die die Rehmütter veranlassen,
nachts ihre Kitze von diesen Flächen wegzulotsen. Falls sich der Mähtermin –
etwa wegen schlechten Wetters – verschiebt, besteht jedoch laut Dieter
Mackenrodt „die Gefahr, dass sich die Rehe an die Wildscheuche gewöhnen und ihre
Kitze erneut auf dieser Wiese verstecken“.
Natürlich geschieht
die Kontaktaufnahme durch die Initiative des Jägers. Zunächst sollen die weniger
gefährdeten Flächen gemäht werden um dem Niederwildheger Zeit und Möglichkeit zu
geben, die vom Niederwild gern aufgesuchten Flächen vor dem Mähen gründlich
abzusuchen.
Der Jagdverein
Hubertus Giessen empfiehlt den Landwirten beim Mähen mechanische Wildretter
einzusetzen. Diese Wildretter bestehen aus einer Metallschiene mit federnd
gelagerten Kunststoff- oder Metallstäben, die am Kreiselmäher befestigt werden.
Diese Stäbe durchkämmen mit sanftem Druck wie ein Rechen das Gras, bevor es
gemäht wird. „ Wenn der Wildretter ein Rehkitz oder einen Junghasen berührt,
flüchtet dieses rechtzeitig vor den Messern des Kreiselmähers“, berichtet Dieter
Mackenrodt. Ohne Einsatz dieses Gerätes, das etwa 250 Euro kostet, drücken sich
die Tiere meist solange vor dem lärmenden Traktor in das hohe Gras, bis sie vom
Mäher erfasst und zerstückelt werden.
Hat man diesen
Wildretter nicht zur Hand empfiehlt der Jagdverein Hubertus Giessen, vor dem
Ausmähen das Jungwild durch anderweitige vorbeugende Maßnahmen vor dem Mähtod zu
schützen. Z.B. wie bereits erwähnt, durch das Aufstellen von Wildscheuchen, aber
auch durch das Verstänkern gern aufgesuchter Flächen oder durch zweimaliges
Absuchen der Flächen. Am wirkungsvollsten ist es in jedem Fall, die
unterschiedlichen Möglichkeiten zu kombinieren, da es z.B. beim Ausbringen von
Wildscheuchen und dem Verstänkern von Flächen keine hundertprozentige Garantie
gibt. Der Landwirt kann die Jungwildrettung unterstützen, indem er die Wiesen
von innen nach außen mäht und dem Wild so die Möglichkeit gibt nach außen zu
flüchten und es nicht zum Ende der zu mähenden Fläche in einem immer schmaler
werdenden Deckungsstreifen „zusammentreibt“. In keinem Fall lässt sich das
Absuchen der Fläche durch das Aufstellen von Wildscheuchen etc. ersetzen! Das
Absuchen der Wiesen erfolgt frühestens 1 Tag vor der Mahd, hier gilt es, alles
Jungwild in einer Fläche zu finden und in Sicherheit zu bringen. Das Auffinden
von Rehkitzen kann sicher der Heger mittels eines einfachen Tricks erleichtern,
indem er mit einem Blattinstrument das Angstgeschrei eines Rehkitzes nachahmt
und so die Ricke veranlasst, ihr abgelegtes Kitz sofort aufzusuchen um nach dem
Rechten zu sehen. So hilft uns die Rehgeiß, unbewusst ihrem Nachwuchs das Leben
zu „retten“. Um das gefundene Jungwild daran zu hindern, wieder in die Wiesen
zurück zu wechseln, muss man es während der Dauer des Mähens sicher
unterbringen. Dies geschieht am besten in einer mit Grass ausgelegten Obstkiste
die, um das Wild zu beruhigen, mit einem Jutesack abgedunkelt
und an einem schattigen Platz abgestellt wird.

Das Absuchen der
Wiesen erfordert eine intensive Vorbereitung. Wenn genügend Helfer zur Verfügung
stehen, bildet man am besten eine Reihe mit möglichst geringen Abständen der
einzelnen Personen zueinander, denn ein Junghase ist schnell übersehen!
Ebenso können die
Jäger das Wiesenstück kurz vor der Mahd mit dem Jagdhund durchsuchen. Der
speziell ausgebildete Vierbeiner verharrt dann regungslos in einigen Metern
Entfernung vor dem Jungtier und zeigt damit an, wo sich der Nachwuchs des Wildes
im Gras verbirgt. Der Einsatz guter Vorstehhunde hat sich bewährt. Voraussetzung
ist jedoch der absolute Gehorsam des Hundes am Wild. Man führt den Hund am
besten an einer langen Feldleine und sucht, um den vierbeinigen Gehilfen die
Arbeit zu erleichtern, gegen den Wind.
Wenn man sich die skizzierten hohen
Verluste durch das Ausmähen unter den Rehkitzen und Junghasen sowie deren
Bodenbrütern, von denen einige sogar in ihrem Vorkommen bedroht sind, vor Augen
hält, muss es überraschen, dass das Interesse an der Rettung von Wild vor dem
Mähtod in den letzten Jahren leider zunehmend mehr erlahmt ist.
Dabei müsste dieses Problem vor dem
Hintergrund des Anstiegs dieser Verluste mehr denn je ein zentrales Anliegen
sowohl der Jäger als auch des Natur- und Tierschutzes sein.
Insgesamt hat das
Problem des Ausmähens derzeit jedoch, wie bereits erwähnt, nicht mehr den
Stellenwert, den es vor etwa zwanzig Jahren gehabt hat. Als Beweis für diese
Situation ist anzuführen, dass es zum Beispiel im vergangenen Jahr in den
Jagdzeitschriften keine Inserate über Wildretter gegeben hat, während vor etwa
zwanzig Jahren mehrere Firmen mit ihren diesbezüglichen Konstruktionen warben.
Lediglich zur Kitzsuche wird noch ein Gerät angepriesen, das auf der Basis der
Wärmebestrahlung arbeitet. Diese Situation überrascht, denn es profitiert
letztlich in erster Linie die Jägerschaft, primär der Revierinhaber, von
Maßnahmen zur Minderung dieser Verluste.
Außerdem schreibt
nach Angaben des Jagdvereins Hubertus Giessen die neuere Rechtsprechung
ausdrücklich vor, das die Landwirte vorsichtshalber Schutzmaßnahmen für das
Jungwild ergreifen müssen, wenn erfahrungsgemäß auf bestimmten Flächen beim
Mähen mit dem Tod von Jungtieren zu rechnen ist. Ansonsten sei mit empfindlichen
Strafen zu rechnen.
Feindschaften und Neid schaden
Beidem!“
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01.05.2010 Seit langem ersehnt, nun ist er da. Längst hat er bestätigt, den Bock der dort geht. Das Jägerherz freuts, denn er sitzt leise Er sieht nicht viel, die Deckung ist dicht. Zur Hütte ziehts ihn und dort herrscht schon Leben. |
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Ich
wünsche allen Mitgliedern des Jadverein Hubertus im Namen des
Vorstandes zum Aufgang der Bockjagd einen guten Anblick und
Waidmannsheil! Dieter Mackenrodt, 1. Vorsitzender |
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Erfolgreicher Infoabend zur Jungjägerausbildung 2010/2011 auf dem
Schießstandgelände des Jagdvereins Hubertus Giessen und Umgebung e.V.
Ca. 70 Jägerinnen, Jäger und Jagdscheininteressierte, den gesamten Vorstand des
Jagdvereins sowie den Vorsitzenden der Studentischen Jagdgemeinschaft Giessen
konnte der 1. Vorsitzende des Jagdvereins Hubertus Giessen und Umgebung e.V.,
Dieter Mackenrodt auf dem Vereinsgelände am Schießstand in Pohlheim-Garbenteich
am 21. April 2010 begrüßen.
Die Organisation der Informationsveranstaltung „ Jungjägerausbildung bei
Hubertus“ hatte Ausbildungsleiter Mike Will übernommen.
Der Jagdverein Hubertus Giessen u. Umgebung e.V. beginnt im Juni 2010 einen
Jungjäger- lehrgang zur Erlangung des 1. Jagdscheines. Die Anforderungen für das
Bestehen der Jägerprüfung sind hoch, deshalb legt der Jagdverein Hubertus
besonders großen Wert darauf, mit individueller Betreuung der einzelnen
Lehrgangsteilnehmer eine optimale Vermittlung des angebotenen Lehrstoffs zu
gewährleisten. Zum Erwerb des Jagdscheines, also des
„grünen Abiturs“, bedarf es einer fundierten Vorbereitung. So wird zur Prüfung
nur zugelassen, wer an diesem offiziell anerkannten Ausbildungslehrgang
2010/2011 teilgenommen hat. In der Jägerprüfung werden dann gründliche
Kenntnisse aus den Fächern Recht, Wildbiologie, Hundewesen, Waffenkunde, Feld-
und Waldbau und nicht zuletzt dem Natur- und Umweltschutz verlangt.
Die Erfolge der Vergangenheit zeigen, dass die angewandten Lehrmethoden gut
angenommen wurden.
Nach der bestandenen Jägerprüfung im April 2011 können die Teilnehmer dann bei
der zuständigen Behörde den ersten Jagdschein lösen.
Die Bläsergruppe des Jagdverein Hubertus Giessen unter der Leitung von Oswald
Henzel begrüßte die große Jägerschar mit musikalischen Stücken. Arthur Grölz vom
Hundeausschuss präsentierte eine große Zahl Jagdgebrauchshunderassen mit ihren
Führern.

Mike Will erläuterte den interessierten Gästen die Fachgebiete der theoretischen
Ausbildung, welche im Wißmarer Holz- und Technikmuseum stattfindet und verwies
auf vereinseigene Waffen zum Übungsschießen und die Teilnahme an Fallen- bzw.
Motorsägenlehrgängen. Den Teilnehmern steht ein Lehrrevier zur Verfügung. Ebenso
eine große Präparatesammlung für die Ausbildung. Die wichtige Schießausbildung
findet unter der Leitung von Klaus Schwan meist am Schießstand in Pohlheim mit
Vereinsheim statt.
Die Hauptdozenten des Lehrganges konnten bereits eine große Anzahl von
Anmeldungen entgegen nehmen und verwiesen auf den Anmeldeschluss
Lehrgangsbeginn, Montag, den
7. Juni 2010 im Holztechnikmuseum Wettenberg-Wißmar.
Nachzügler können sich noch bis zu diesem Datum auf der Internetseite des
größten hessischen Jagdvereins www.hubertus-giessen.de bzw. dem
Ausbildungsleiter Mike Will, Tel. 06406-74115 bzw.
mw@hubertus-giessen.de
anmelden.
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Mitnahme
von Munition im Fluggepäck bleibt erlaubt
26.04.2010
Die Mitnahme von Munition im Fluggepäck bleibt wie bisher erlaubt. Das teilte das Bundesinnenministerium in einem Schreiben vom 15. April 2010 mit. Damit ist es dem DJV gemeinsam mit anderen Verbänden über das Forum Waffenrecht gelungen, durch frühzeitig Intervention ein drohendes Verbot über die ab dem 29. April 2010 gültigen neue EU-Verordnung (VO (EU) Nr. 185/2010) abzuwenden.
Mit Wirkung vom 29. April 2010 wird laut Schreiben des Ministeriums folgende Ausnahmegenehmigung erteilt: Im aufgegebenen Gepäck ist das Mitführen von Munition (Patronen für Handfeuerwaffen) zum persönlichen Gebrauch für eine Person vorbehaltlich der einschlägigen Vorschriften, insbesondere der aktuellen Fassung der Gefahrgutvorschriften für die Mitnahme von gefährlichen Gütern nach dem Luftverkehrsgesetz, erlaubt. Die waffenrechtlichen Bestimmungen bleiben hiervon unberührt. Diese Formulierung bedeutet im Endeffekt, dass die bisherige Handhabung letztlich beibehalten werden kann. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass bei inner- und außereuropäischen Flugreisen zusätzlich die dort gültigen Bestimmungen zu beachten sind.
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Luftfahrt-Bundesamtes unter www.lba.de.
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Der Kapitän geht von Deck
16.04.2010
Eine persönliche Laudatio für Peter N. Werner von Wilfried Graf
Lieber Peter,
in der Einladung zur Jahreshauptversammlung 2010 hast Du Deine Verdienste und
Leistungen sehr kurz gehalten, das zeichnet Deine Bescheidenheit aus.
Ich möchte daher noch etwas nachlegen.
In der Einleitung zum Rundschreiben zur Jahreshauptversammlung bist Du sehr
vorsichtig auf die Umstände Deiner Wahl vor 15 Jahren eingegangen.
Weil es sehr mutig und sogleich verdienstvoll war, Dich zur Wahl zu stellen,
möchte ich hier noch einige Details in Erinnerung bringen:
Unter dem Vorsitz von Dr. Horst Seuster war festgelegt worden, daß ich als
Kandidat des Vorstandes von HUBERTUS für den Vorsitz kandidiere. Gleichzeitig
waren Karl Heinz Backhaus und ich beauftragt Dich zu bitten, Dich für den
Zweiten Vorsitzenden zur Verfügung zu stellen. Du stimmtest zu. Am Abend der
Jahreshauptversammlung ließ Herr Dr. Seuster eine BOMBE platzen. Er bestritt die
Entscheidung des Vorstandes und benannte Rolf Dieter Lech als seinen Kandidaten.
Tage voraus war in Gießener Waffengeschäften geworben worden, der Jagdverein
Hubertus könne keinen FÖRSTER gebrauchen. Weder Du noch ich erfuhren etwas von
diesem Intrigenspiel. Als ich Dich bat an meiner Stelle zu kandidieren und meine
Anhänger ermunterte Dich an meiner Stelle zu wählen zeichnete sich bald eine
bittere Niederlage für Rolf Dieter ab und Herr Dr. Seuster verließ vor
Bekanntwerden des Endergebnisses das Lokal. Mit dieser Kandidatur hast Du
verhindert, daß sich der Verein in Graue und Grüne gespalten hat. Deshalb bin
ich Dir zu großem Dank verpflichtet, ebenso sage ich Dir Dank, daß unter Deinem
Vorsitz das Vertrauensverhältnis zu den Förstern wieder gesundet ist.
Du hast Mut, Verantwortung und Solidität für den Verein bewiesen, als wir unter
Deinem Vorsitz endlich den Munitionsverkauf am Schießstand regeln konnten. Dem
Verein fielen nunmehr jährlich ca. 5000 DM Erträge zu, auf die Dr. Seuster trotz
Drängen des Vorstandes über Jahre verzichtete.
Du hast die unfreundliche und völlig unverständliche Ankündigung Deines
Vorgängers durch Gelassenheit pariert, als er Dir ankündigte, Dich anwaltlich zu
behaken, wenn seine Textentwürfe für die Festschrift zum 75. Vereinsjubiläum
verwenden würden. Es bedurfte nicht der Entwürfe von Herrn Dr. Seuster, um eine
viel gelobte Festschrift zu publizieren. Und Du führst durch ein Jubiläumsjahr
mit vielen Glanzpunkten.
Der Schießstand war Dir ein besonderes Anliegen. Du warst nicht nur Jagdschütze,
Du hast rechtssichere Zustände geschaffen, einen Anschlußpachtvertrag zu
tragbaren Pachtpreisen abgeschlossen und schließlich den Eigentumserwerb am
Schießstandgelände unter Dach und Fach gebracht. Das alles geschah gewissermaßen
lautlos und mit intensiver Einbindung des Vorstandes.
Das Hundewasser, das Du aus dem Nichts zustande gebracht hast, ist ein weiterer
Beweis für Deine Leistungen und Verdienste.
Mit SCHIESSSTANDANKAUF und HUNDEWASSER gingen für den Verein gleich zwei lang
gehegte Träume in Deiner Vorstandschaft in Erfüllung. Dafür sagen Dir alle
Weidmannsdank.
Ich denke, es muß verdeutlicht werden, für die vorgenannten Maßnahmen mußte viel
Geld in die Hand genommen werden, aber wir sind schuldenfrei!
Lieber Peter, wir danken Dir für Deine aufopferungsvolle und gute Arbeit, für
Deine Geduld und Umsicht und für das, was Du lautlos ertragen hast ohne zu
klagen über viele Erschwernisse, die Du zu meistern hattest. Ich, der ich 27
Jahre Vorstand bei unserem HUBERTUS war, kann das genau einschätzen. Deshalb
auch nochmals meinen ganz persönlichen Dank.
In alter Verbundenheit verbleibe ich
Dein langjähriger Mitkämpfer
Wilfried Graf
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Der neu gewählte Vorstand (Jahreshauptversammlung am 13.03.2010)
15.04.2010

v. l.: Hedwig Jung (1.Schriftführerin), Mike Will (2.Schriftführer), Bernd Zipse (2.Vorsitzender), Peter N. Werner (Ehrenvorsitzender), Dieter Mackenrodt (1.Vorsitzender), Hans Algeyer (2. Beisitzer), Arthur Grölz (Hundewesen), Christian Loh (Kassenwart), Günter Pötzl (1.Beisitzer)
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Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder,
01.04.2010
der April ist ein großartiges Datum - selbst dann, wenn man trotz aller
Aufmerksamkeit am 1. des Monats auf einen Aprilscherz hereingefallen ist, weil
ganz andere Dinge im Kopf herumspukten. Schließlich beginnt das neue Jagdjahr!
Der Schnee ist überall getaut, und mit ihm verblassen die Erinnerungen an den
harten und langen Winter. Dem Wild wird man ihn wohl noch länger ansehen:
struppige, hagere Sauen, schwache Jährlinge und Schmalrehe allenthalben.
Wem Xynthia nicht die ein oder andere Kanzel umgeworfen hat , der muß sich nicht
im Schweiße seines Angesichts dem Hochsitzbau widmen und kann sich schon ganz
auf das neue Jagdjahr freuen. Jetzt schon mal die Büchse probeschießen oder
seine eigenen Schießfertigkeiten auf unserem Schießstand auf den Prüfstand
stellen.
Das neue Jagdjahr möge Ihnen viele schöne Erlebnisse bereithalten. "Hubertus"
wird Sie dabei wie immer mit heißem Jägerherz begleiten.
Ihr
Dieter Mackenrodt
Jahreshauptversammlung Jagdverein Hubertus
Gießen
15.03.2010
Der Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung wählte auf seiner
Jahreshauptversammlung im Kulturzentrum in Buseck Dieter Mackenrodt einstimmig
zum neuen 1.Vorsitzenden. Der Vorstandswechsel hatte sich bereits im vergangenen
Jahr abgezeichnet, denn Mackenrodt hatte sich 2009 als 2. Vorsitzender für das
Amt des Vorsitzenden qualifiziert.
Peter N. Werner begrüßte in seiner letzten Eröffnungsansprache als Gast den
Präsidenten des Landesjagdverbandes Hessen (LJV) Dietrich Möller. Die starke
Beteiligung an der Sitzung wertete er als Interesse an der Arbeit des Vereins.
Er gab bekannt, dass er nicht mehr kandidieren werde und dankte allen, die ihn
in den 15 Jahren unterstützt hatten. Ohne die ehrenamtliche Mitarbeit könne ein
Verein nicht existieren. Das war die Überleitung zu einigen Ehrungen für die
ausscheidenden Vorstandsmitglieder und andere verdienstvolle Mitglieder. Die
Ehrennadel des Deutschen Jagdverbandes (DJV) in Silber erhielten Professor
Alexander Herzog und vom LJV in Silber Peter N. Werner, in Bronze wurde sie
verliehen an Rolf-Dieter Lech, Arthur Grölz und Klaus Schneider. Eine besondere
Auszeichnung erhielt Oswald Henzel mit der Ehrennadel des DJV in Gold. Diese
darf nur durch den Vorstand des DJV verliehen werden und Dietrich Möller
übernahm diese Aufgabe in seiner Eigenschaft als Schatzmeister des DJV. Henzel
hat nicht nur Jahrzehnte die Jagdhornbläser des Vereins betreut, er war auch
national und international als Wertungsrichter anerkannt. Daneben ist er selbst
Jäger und Heger und vermittelt als Wildschadensschätzer zwischen Jägern und
Landwirten.
Vom LJV erhielten die bronzene Ehrennadel Josef Grote, Jens Fischer, Hans Georg
Baum, Hans Algeyer, Christian Loh, Ulrich Zinn, Werner Seipp und Heinz Jung.
Weitere Ehrungen mit Urkunden und Treuenadeln für langjährige Mitgliedschaft
nahm der scheidende Vorsitzende Peter N. Werner vor. 60 Jahre gehört dem
Jagdverein an Willi Kramer aus Biebertal, Karl-Heinz Backhaus, langjähriger
Leiter der Hundegruppe ist 50 Jahre dabei. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden
geehrt Dr. Horst Blumentritt, Gießen, Frank Geller, Gießen, Wolfgang Stocklossa,
Reiskirchen, Karl-Heinz Groß, Gießen, Hans Zick, Wettenberg sowie als
Institutionen der Oberhessische Wurftaubenclub und der Deutsche Teckelclub
Gruppe Langgöns.
25 Jahre sind dabei Thomas Aust(Staufenberg), Harald Lange (Reiskirchen), Werner
Schäfer (Pohlheim), Jens Struckmann (Buseck), Dieter Jungblut (Hungen), Matthias
Merz (Hohensolms), Stephan Stein (Hüttenberg) und Dr. Lutz Wacarda (Laubach).
Einen Rückblick auf seine Amtszeit hatte Werner bereits in der Einladung
gegeben, ebenso die Berichte der einzelnen Ausschüsse. Zur Aussprache dazu gab
es keine Wortmeldungen.
Im Bereich der Jungjäger-Ausbildung hatten 2009 sieben Anwärter die Prüfung
bestanden. Zu dem neuen Kurs meldeten sich 27 Kandidaten, von denen jetzt für 21
die Prüfung ansteht. Damit ist die Jungjägerausbildung wieder im Aufwind. Ihr
Sprecher Otto Speier gab dazu ein kurzes positives Statement zu den bisher 88
Veranstaltungen der Ausbildung aus der Sicht der Teilnehmer.
Der Kassenbericht von Christian Loh zeigte ein solides Ergebnis, er bat um
Mitarbeit bei der Aktualisierung der Mitgliederdaten. Ein Voranschlag für 2010
basiert auf den vorhandenen Zahlen. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Die
Beitragszahlungen bleiben unverändert.
Zur aktuellen Lage sagte LJV-Präsident Möller, er könne nicht verhehlen, dass
der Austritt des Landesverbandes Bayern dem DJV interne Probleme beschert habe,
zu einem Zeitpunkt, da man besonders kompakt auftreten müsse. Dessen ungeachtet
sei der DJV nach Berlin umgezogen und habe in Brüssel ein Büro eröffnet. Der
Entwurf von Frau Künast für ein neues Jagdgesetz sei leider bei der
Folgeregierung im Geschäftsgang geblieben. Es werde weiter versucht, über das
Landeigentum die Jagd zu regeln, die Abschusspläne abzuschaffen bis hin zu
Ansätzen eines Jagdverbots. Vor allem schafften einzelne Länder, er nannte
besonders Rheinland/Pfalz, neue Fakten. Die Gesetze und Verordnungen hätten
teilweise mit der jagdlichen Praxis nichts mehr zu tun. Der DJV versuche
weiterhin massiv Einfluss zu nehmen aber dafür brauche er die Unterstützung
aller.
Die anschließenden Vorstandswahlen hatten nach Dieter Mackenrodt
(1.Vorsitzender) folgendes weitgehend einstimmiges Ergebnis:
2. Vorsitzender Bernd Zipse, 1. Schriftführerin Hedwig Jung, 2. Schriftführer
Mike Will, Kassenwart Christian Loh und Beisitzer Günter Pötzl und Hans Algeyer.
Ferner wurde der Hundeausschuss mit Klaus Schneider an der Spitze gewählt. Der
Meinung, der Ausschuss müsse wegen seiner Bedeutung im Vorstand vertreten sein,
wurde Rechnung getragen indem er zukünftig zu den Vorstandsitzungen eingeladen
wird. Keine Veränderungen gab es im Schießausschuss von Hans Algeyer und dem
Bläserausschuss von Oswald Henzel. Für den Bereich Aus- und Fortbildung sind
Mike Will, Klaus Tegtmeyer und Professor Alexander Herzog zuständig.
Das Thema Naturschutz wird für wichtig erachtet, deshalb soll ein Arbeitskreis
gebildet werden. Ottfried Weber, Vorsitzender der Hegegemeinschaft Grünberg, ist
bereit dies zu übernehmen. Im Hinblick auf das 90-jährige Bestehen des Vereins
im kommenden Jahr wurde ein Festausschuss benannt mit Daniel Seller, Geraldine
Rau und Hedwig Jung. Den Ehrenrat bilden Professor Alexander Herzog, Werner
Schäfer und Dr. Ulrich Lany.
Dieter Mackenrodt dankte anschließend für das ihm entgegengebrachte Vertrauen
und forderte die Mitglieder auf die neue Amtszeit mit Zuversicht und Mut, mit
Optimismus und Lebensfreude anzugehen. Miesmacher gäbe es genug! Jammern, und
das auch noch auf hohem Niveau, hat noch niemanden weitergebracht. Der
Jagdverein Hubertus “ das ist nicht der Vorsitzende / der Vorstand / die
Ausschüsse“, Jagdverein Hubertus „das sind wir alle“!
Mit dem neuen Vorstand werde er mit aller Kraft für den Verein und die
Mitglieder arbeiten. Als Ziele nannte er unter anderem Pflege der Zusammenarbeit
mit Forstämtern und Hegegemeinschaften sowie den Naturschutz. Die mit fast 850
wieder steigende Mitgliederzahl gelte es weiter zu erhöhen. Der Internetauftritt
des Jagdverein (Hubertus-Giessen.de)sei mit mittlerweile über 1800 Besucher pro
Monat sehr erfreulich. Der Aufwand lohne sich, da immer mehr Menschen – in allen
Generationen – sich heute über das Internet informieren.
„Das Image der Jäger hat sich positiv verändert. Die Jägerschaft ist nicht nur
in der Öffentlichkeit- sondern auch bei Medien und anderen Organisationen
anerkannt. 90% der Bundesbürger denken, dass Jäger die Natur lieben und Jagd
wichtig ist. 80% denken, dass die Jäger Wildbestände auch zum Schutz vor
Wildschäden regulieren müssen. 60% der Bundesbürger glauben, dass Jäger viel
Zeit in den Naturschutz investieren. Dies zeigt sehr deutlich: Jäger sind keine
Außenseiter in unserer Gesellschaft , sondern eine anerkannte Gruppierung. Jäger
werden geschätzt, ihre Arbeit in den Revieren und in der Natur“.
Dieter Mackenrodt bedankte sich bei allen Mitgliedern für die geleistete Arbeit
und das eingesetzte Engagement sehr herzlich mit den Worten „Sie stehen vorne an
der Front, Sie leisten für den Erhalt des uralten Kulturguts Jagd unbezahlbare
Arbeit. Herzlichen Dank dafür“.
Die Versammlung endete mit zwei weiteren Ehrungen. Dieter Mackenrodt verkündete
die Ernennung von Peter N. Werner zum Ehrenvorsitzenden des Jagdvereins Hubertus
Gießen. In seiner Laudatio erinnerte er an den Erwerb des Schießstandes mit
Vereinsheim und des Hundewassers in dessen Amtszeit. 15 Jahre habe Werner den
Verein mit viel Engagement geführt. Darüber hinaus sei er seit 45 Jahren
Jagdscheininhaber, Teilnehmer bei den Landesmeisterschaften im jagdlichen
Schießen und seit 2001 Schatzmeister des LJV.
Als Abschiedsgeschenk überreichte Dieter Mackenrodt im Namen des Vorstandes
einen mit leckeren Würsten gefüllten Jagdrucksack und Zielstock und wünschte ihm
für den weiteren Lebensweg anhaltende Gesundheit und Schaffenskraft zum Wohle
des Jagdverein Hubertus Gießen.
Werner dankte für die Auszeichnung und schlug die Ernennung von Oswald Henzel
zum Ehrenmitglied vor, die ebenfalls ausgesprochen wurde.

Ehrungen durch den Deutschen- und
Landesjagdverband

Mitgliederehrung durch Jagdverein Hubertus
Giessen

Ehrenvorsitzender Werner, Oswald Henzel
(Goldene Nadel des DJV) und Schatzmeister des DJV Dietrich Möller (v.r.)
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Erfolgreiche Trichinenprobenentnahme-Schulung
bei Jagdverein Hubertus Gießen
08.03.2010
Ca. 40 Jägerinnen und Jäger konnte Dieter Mackenrodt vom
Jagdverein Hubertus,
zur Weiterbildungs- und Schulungsveranstaltung am 02. März 2010 im
Holz-/Technik-museum in Wettenberg bei Gießen zum Thema
"Trichinenprobenentnahme"
begrüßen. Die Organisation der Veranstaltung hatte Ausbildungsleiter Mike Will
übernommen.
Als Referentin konnte Frau Dr. Siegrid Thorius-Ehrler vom Amt für Veterinärwesen
in Gießen gewonnen werden. Ihr gilt der besondere Dank da sie neben ihrer Arbeit
im Veterinäramt Gießen die Zeit fand, in einer Abendveranstaltung den
Vereinsmitgliedern Hubertus Gießen und deren Gäste Wissen über die Biologie und
Verbreitung der Trichinellen zum Aufbrechen der Stücke zur direkten
Probenentnahme und zur weiteren Behandlung der Trichinellenproben (Verpackung,
Anbringen der Wildmarke etc.) vermittelte.
Mit Änderung des Fleischhygienegesetzes und der Fleischhygieneverordnung ist für
interessierte Jäger die Möglichkeit geschaffen worden, an einer Schulung zur
Trichinellenprobenentnahme teilzunehmen.
Den Teilnehmern dieser Schule wird eine Teilnahmebestätigung ausgehändigt.
Diese Teilnahmebescheinigung berechtigt zur Trichinellenprobenentnahme im Kreis
Gießen, aber auch in anderen Landkreisen sowie in anderen Bundesländern,
allerdings muss dann die Übertragung durch das für das jeweilige Revier
zuständige Amt erfolgen.
Die hohe Zahl der Jägerinnen und Jäger zeigte mit ihrem Interesse an der
Schulung, das es das Ziel ist, das „Lebensmittel „Wildbret“ als ein Erzeugnis
von hoher Qualität aus unserer Region bereitzustellen. Dies ist ein Garant für
langfristige, vertrauenvolle und zufriedene Kundenbeziehungen. Jede Maßnahme
zur Sicherung oder Verbesserung der Qualität wird bei den Verbrauchern positiv
bewertet.
Dieter Mackenrodt wies darauf hin, dass die Landkreise und kreisfreien Städte
seit 09.12.2009 die Kosten für die Trichinuntersuchung bei Schwarzwild unter 20
kg Körpergewicht tragen. Er zeigte sich erfreut über die damit verbundene
Anerkennung und Unterstützung der Jägerschaft bei der Schweinepest bzw.
Seuchenprävention. Trichinen sind Erreger, die beim Verzehr zu schweren
Erkrankungen beim Menschen führen können. Deswegen wird jedes Schwein vor dem
Verzehr auf Trichinen untersucht. Die Kostenübernahme der Trichinenuntersuchung
bei Schwarzwild unter 20 kg schafft für die Jäger Anreize, auch Frischlinge
verstärkt zu jagen. Da diese für die Schweinepest besonders anfällig sind, ist
die verstärkte Frischlingsbejagung für die Schweinepest-Seuchenprävention von
enormer Bedeutung.
Im Jagdjahr 2008/2009 wurden immerhin 2860 Wildschweine auf Trichinen beschaut.
Die Jäger sind hierzu verpflichtet. Wenn diese bei Wildschweinen die gesetzlich
vorgeschriebene Trichinenbeschau unterlassen, stellt das eine Straftat dar und
der Jagdschein ist weg.
Daher nehmen die Waidmänner und Waidfrauen nicht nur im Landkreis Gießen die
Angelegenheit sehr ernst.
Dieter Mackenrodt bedankte sich bei der Referentin Frau Dr. Siegrid Thorius-Ehrler
mit einer Flasche Hubertus Hausmarke und lud die Jägerschaft zu weiteren
Fortbildungsveranstaltungen des Vereins in diesem Jahr ein.
9. Fachmesse - Jagen, Reiten,Fischen
08.03.2010
Die
Jagdhornbläsergruppe des Jagdvereins Hubertus Giessen unter der Leitung von
Oswald Henzel sorgte auf der Informations- und Verkaufsausstellung für Jäger,
Angler und Reiter in Alsfeld für den musikalischen Rahmen und präsentierte sich
auf der Bühne mit musikalischen Leckerbissen. Viele Vereinsmitglieder nutzten
die Gelegenheit Informationen einzuholen, Vorträge zu besuchen und Kontakte
auszutauschen.
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Gelungene Fuchswoche 2010 – 34 Füchse erlegt!
05.03.2010
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In diesem Jahr hatte der Vorstand des Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung
e.V. eine alte Tradition wieder aufgegriffen und die Mitglieder des Jagdvereins
Hubertus sowie Hegegemeinschaften zur Teilnahme an der Fuchswoche 2010
eingeladen.
Der Jagdverein Hubertus Gießen unterstützt so die Veterinärämter im Rahmen Ihrer
wissenschaftlichen Untersuchungen der erlegten Füchse auf die für den Menschen
gefährlichen Krankheiten Tollwut und Fuchsbandwurm.
Mit dieser Aktion wollten die Jäger einen sinnvollen Beitrag zur Erhaltung einer
gesunden Flora und Fauna leisten! Auch das Niederwild und die Bodenbrüter sind
überaus dankbar für die Reduzierung ihrer Fressfeinde.
Unter
großer Beteiligung seitens der Jägerschaft und auch einiger Hegegemeinschaften
wurde bei Ansitz, Bau- und Stöberjagd dem Fuchs intensiv nachgestellt.
Die diesjährigen Wetterbedingungen mit Schnee, Frost und oft klarem
Sternenhimmel und Mond boten gute Voraussetzungen den Fuchs zu bejagen.
Am Ende der Woche (27.02.) konnte der 2. Vorsitzende Dieter Mackenrodt beim
Strecke legen auf dem Vereinsgelände am Schießstand viele Teilnehmer und auch
das Bläsercorps des Vereins Hubertus Gießen unter der Leitung von Oswald Henzel
begrüßen und beachtliche 34 Füchse auf der Strecke zählen.
Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an die HG-Leiter Daniel Seller und
Ottfried Weber und dem „Jagdkönig“ Michael Klee. Dieter Mackenrodt dankte den
Bläsern des Jagdvereins für die dargebotenen Jagdsignale und allen helfenden
Händen, die das „Strecke legen“ in Pohlheim-Garbenteich zu einer gelungen
Abschlussveranstaltung der Fuchswoche 2010 gemacht haben. Hedi Jung hatte sogar
extra eine „Fuchskuchen“ gebacken.
Die nicht zum Gerben der Felle verwerteten Füchse wurden durch Mike Will dem
Kreisveterinäramt zur Untersuchung auf Tollwut und Fuchsbandwurm übergeben.
Die Bereitschaft zur Teilnahme an der verstärkten Fuchsbejagung verbunden mit
stundenlangem Ansitz zur nächtlichen Zeit und bei frostigen Temperaturen zeugen
von einem hohen Verantwortungsbewusstsein der Vereinsmitglieder.
Dieter Mackenrodt dankte daher allen Mitwirkenden im Namen des Gesamtvorstandes
für ihre Beteiligung und lud alle Teilnehmer zu anschließendem Speis und Trank
mit gemütlichem Beisammensein in das Vereinsheim ein. Die Fuchsjagdwoche endete
mit einem geselligen Ausklang und regem Erfahrungsaustausch. Für alle
Beteiligten war klar: Auf ein Neues im nächsten Jahr!
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Hubertus-Giessen spendet Lernort-Natur-Koffer
01.03.2010

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Anschussseminar
08.02.2010
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Am 6. Februar 2010 trafen sich die Mitglieder des Jagdverein Hubertus
Giessen und Umgebung e.V. in Biebertal zu einem Anschussseminar. Dieter
Mackenrodt, 2. Vorsitz., hatte dafür als Referenten den renommierten
Schweißhundeführer FAR i.R. Klaus Osan gewinnen können. Assistiert wurde ihm
dabei von Dr. Markus Langhans aus Krumbach.
Dieter Mackenrodt begrüßte im Landgasthof „Zum Hirschwirt“ in
Biebertal-Königsberg
30 Teilnehmer und war voller Stolz für das Tagesseminar den weit über den
Krofdorfer Forst hinaus bekannten FAR i.R. Klaus Osan begrüßen zu dürfen und
bezeichnete ihn bereits als Legende für die kompakte Materie: „Das
Anschuss-Erkennen und Bewerten von Pirschzeichen“.
Das
Anschussseminar gliederte sich in einen 3-stündigen theoretischen Teil und einen
praktischen Teil im Königsberger Revier EJB Bubenrod.
Mit dem Beamer unterstützte JJ.- Ausbildungsleiter Mike Will die Ausführungen
des erfahrenen Jagdhundeführers, der es verstand, den theoretischen Teil mit aus
der Praxis zusammengetragenen Material überzeugend zu gestalten und die
Teilnehmer zum Nachdenken anzuregen. Greenhorns und alte Hasen erfuhren von den
gesetzlichen Grundlagen, der Anatomie des Schalenwildes-, dem Verhalten vor, bei
und nach der Schussabgabe, Schusss- und Pirschzeichen, Untersuchen und
Verbrechen des Anschusses, Nachsuchen bei Drückjagden bis hin zur Einarbeitung
des Schweißhundes.
Hier konnten selbst die älteren, erfahrenen Jäger ihr Handwerkswissen
aufarbeiten.
Nach der Mittagspause folgte der praktische Teil im EJB Bubenrod in Königsberg.
Hier hatte Klaus Osan, Dr. Markus Langhans und Dieter Mackenrodt am Vortag sechs
Anschüsse auf Rot-, Reh-, und Schwarzwild im Schnee vorbereitet.
Die Teilnehmer mussten nun im Revier die Anschüsse auf Schuss- und Pirschzeichen
hin untersuchen. Danach erarbeitete die Gruppe eine Anschussdiagnose.
Neben einem Gebrächschuss, Waidwundschuss, Kammerschuss und Fehlschuss, galt es
auch einen Laufschuss auf Rotwild erkennen und zu untersuchen.
Beim Betrachten der Anschusspappe wirkten auch gestandene Jäger betroffen.
Selbst erfahrene und ausgezeichnete Rüdemänner bekamen nachdenkliche Gesichter,
da neben den aus dem Schusskanal herausgerissenen Schweiß- Wildbret- und
Knochenteilen deutlich zu erkennen war, „das manche Geschosse das
Handwurzelgelenk (lat. Carpalgelenk) des Alttieres wie Schrotgarben verlassen
haben“. Die Geschosssplitter und die dadurch entstehenden Gefahren, häufig
unterschätzt oder nicht wahrgenommen, sollten den Jäger zur Vorsicht und Umsicht
zwingen, wenn er nicht anderes Wild oder sogar Menschen gefährden will.
Wenn
das Wild nicht im Schuss verendet zusammenbricht und eine Nachsuche erforderlich
wird, ist das Ansprechen - Können von Pirschzeichen am Anschuss und auf der
Wundfährte zwar wichtig, wegen des Rückschlusses über den vermutlichen Sitz der
Kugel, vor allem aber deshalb, um richtig zu reagieren und ggf. ohne falsche
Scham um Hilfe zur Nachsuche zu bitten, wodurch unnötig langes Leiden des
beschossenen Wildes vermieden werden kann.
Gegen 16.00 Uhr ging eine Fortbildungsveranstaltung auf sehr hohem Niveau zu
Ende, die für alle Teilnehmer sehr lehrreich war.
Dieter Mackenrodt bedankte sich am Lagerfeuer auf Hofgut Bubenrod im Namen aller
Teilnehmer und unter anhaltendem Applaus bei FAR i.R. Klaus Osan und seinem
Assistenten Dr. Markus Langhans für die sehr gelungene, interessante
Präsentation mit jagdlichen Buchpräsenten.
Alle Teilnehmer waren einstimmig der Meinung darüber, dass das Ziel der
Veranstaltung, Wissen aufzufrischen, zu einem gerechten Verhalten nach dem
Schuss beizutragen und Fehler bei einer unter Umständen notwendigen Nachsuche zu
vermeiden, mehr als erreicht wurde.
Dieses für jeden Jäger wichtige Szenario rund um den Anschuss sowie auch andere
wichtige Seminar-Themen wird der Jagdverein Hubertus Giessen auf jeden Fall
fortsetzen, versprach Dieter Mackenrodt und lud die Teilnehmer zu einem Umdrunk
am Lagerfeuer in herrlicher Schneelandschaft ein.
Dies nutzen die Teilnehmer und verbrachten noch einige gemütliche Stunden in
froher Runde und viel Fachgesimpel auf dem Hofgut Bubenrod.
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Pfiffige Energiespartricks
20.01.2010
Wie unsere heimischen Wildtiere der kalten Jahreszeit
trotzen
Schnee, Eis, gefrorener Boden und bitterkalte Winde – der gemeine Homo
sapiens dreht die Heizung auf oder macht es sich, ganz klassisch, mit einem
Heißgetränk vor dem Kamin gemütlich. Ins Freie geht’s nur mit entsprechender
Hightech Kleidung – wärmend und natürlich wasser- und winddicht – ausgeklügelten
Membransystemen mit unaussprechlichen Namen sei Dank.
Auch die Nahrungsbeschaffung ist in unseren Breiten längst kein Problem mehr.
Das Angebot der Supermärkte ist, unabhängig von der herrschenden Witterung,
riesig.
Wie aber sieht es in Feld und Wald aus?

Pflanzenfresser leben auf Sparflamme, denn in der Ruhe
liegt die Kraft
Tiere, die auf pflanzliche Nahrung angewiesen sind, bietet der Winter wenig.
Schmalhans ist Küchenmeister. Die heimischen Vertreter der Hirsch-Familie,
besonders Reh und Rothirsch, leben deshalb auf Sparflamme. Besonders wichtig für
das Überleben kalter, schnee- und frostreicher Perioden ist dabei ein üppiger
Winterspeck, den sich die Tiere im Herbst anfressen. Und: Viel Ruhe. Gerade im
Spätwinter ist die Nahrungssuche oft mit mehr Energieaufwand verbunden, als mit
dem kargen Futter aufgenommen wird.
Die Taktik der Tiere: Ein kleines bisschen Winterschlaf.
Rothirsche können beispielsweise den Herzschlag von regulär 60 Schlägen pro
Minute auf 30 Schläge reduzieren. Die Körpertemperatur in den Extremitäten wird
ebenfalls herabgesetzt. Selbst am Brustbein wurden im Spätwinter statt der
normalen 37 Grad Celsius nur 15 Grad gemessen. Einen kleinen Schönheitsfehler
hat diese Strategie allerdings, denn die Beweglichkeit der Tiere wird stark
eingeschränkt. Selbst bei Störungen – etwa durch Wanderer oder Skifahrer abseits
der Wege und Loipen – bleibt das Wild vermeintlich ruhig stehen und lässt
Menschen näher heran als normal. Es wirkt zutraulich. In Wirklichkeit bedeutet
diese Situation Stress pur für die Tiere, Alarmstufe Rot, sozusagen. Eine Flucht
wird nur deshalb hinausgezögert, weil sie noch mehr Energie verbrauchen würde.
Bei ständigen Störungen kommt es vermehrt zu Schälschäden an Bäumen, da zum
Beispiel Hirsche versuchen, den erhöhten Energiebedarf mir Baumrinde zu decken.
Werden Tiere ständig aufgeschreckt, überleben sie im schlimmsten Fall den Winter
nicht. Deshalb sollten Freizeitsportler und Spaziergänger auf den Wegen bleiben.
Und auch Hunde sollten den Wildtieren zuliebe an der Leine bleiben.
Füttern: Ja oder nein?
Grundsätzlich gilt: Unsere heimischen Tiere haben sich über die Jahrtausende an
die Witterung angepasst und wissen mit dem Winter umzugehen. Ruhe ist viel
wichtiger als zusätzliches Futter.
Pflanzenfresser wie Rehe und Hirsche werden in der Regel nur in Notzeiten
gefüttert – diese sind in Notverordnungen der Bundesländer genau geregelt.
Förster und Jäger sorgen dann für die artgerechte Fütterung.
Falsch verstandene Tierliebe ist es sicherlich, wenn die Reste von der
Kaffeetafel oder vom Mittagstisch am Waldrand entsorgt werden. Davon profitieren
höchstens Allesfresser wie Fuchs und Wildschwein, für die der Tisch ohnehin
schon reich gedeckt ist. Scheue Rehe oder Hirsche lassen sich nicht blicken.
Und: Wildschweine merken sich sehr schnell, wo es etwas zu holen gibt. Wo heute
eine Sau gefüttert wird, steht morgen die ganze Wildschweinfamilie und bettelt.
Dabei zeigen sich Schwarzkittel übrigens wenig zimperlich.
Mit Bioheizung und Dauerwelle gegen die Kälte
Das Winterhaar heimischer Säugetiere ist dichter und isoliert besser als das
Sommerfell. Besonders raffiniert ist die “Dauerwelle” des Rehs: Die langen
Winterhaare sind stark gewellt und nicht glatt wie die kürzeren Haare im Sommer.
So wird Luft eingelagert, die sehr gut isoliert – ähnlich wie bei einer
Daunenjacke. Zudem ist das Winterfell deutlich dunkler, die spärlichen Strahlen
der Wintersonne wärmen dadurch besser.
Eine echte Bioheizung baut sich der Dachs. Er schafft im Herbst Pflanzenmaterial
in seinen unterirdischen Bau, das langsam verrottet und dabei Wärme abgibt.
Wildschweine bauen sich aus Ästen, Reisig und Farnen schützende Kessel. Die
ausgeklügelten Konstruktionen erfahrener Bachen haben sogar ein Dach und eine
Türe zur Wärmeregulierung. Außerdem haben Wildschweine im Winter eine dichte
Unterwolle unter den Deckhaaren.

Frühlingsgefühle im tiefsten Winter?
Kaum zu glauben: Aber selbst bei tiefsten Minusgraden denken einige Arten
an die Liebe. Es sind die Allesfresser, die auch im Winter noch genügend Nahrung
finden. Wie zum Beispiel die Wildschweindamen, die bei frostigen Temperaturen
herzerwärmende Duftsignale an die Keiler senden.
Auch Füchse sind auf Freiersfüßen. Sie bellen verstärkt in klaren
Vollmondnächten. Die Kommunikation läuft aber auch hier hauptsächlich über
Düfte. Urinmarken dienen sowohl als Personalausweis als auch Gesundheitszeugnis:
Alter, Geschlecht, gesundheitliche Verfassung und Paarungsbereitschaft können
Füchse herausschnuppern.
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