Aktuelle Meldungen aus dem Jagdverein


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Erfolgreiche Hubertus-Fuchswoche 2019

26. Februar 2019

Respekt und Wertschätzung bei 23 waidgerecht erlegten Füchsen!

 

Der Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung e.V. hatte seine Mitglieder und die Hegegemeinschaften im Kreis Gießen zur Teilnahme an der traditionellen „Fuchswoche“  aufgerufen. Unter großer Beteiligung seitens der Jägerschaft war intensiv dem Fuchs und Waschbär nachgestellt worden. 

 

Der 1. Vorsitzende Dieter Mackenrodt konnte eine große Zahl an Vereinsmitgliedern am Vereinshaus zum „Streckelegen“ begrüßen und beachtliche 23 Füchse und 5 Waschbären bekannt geben.

 

Bei der Begrüßung hinterfragte der Hubertus-Chef, wer oder was - außer der Jagd – überhaupt in der Lage sei, die hohen Fuchspopulationen unter den gegebenen Umweltbedingungen zu kontrollieren bzw. zu reduzieren?! Der Fuchs ist der absolute Gewinner der Kulturlandschaft- das Niederwild in den Agrarsteppen der Verlierer! Während die heimische Jägerschaft schon seit Jahren die Jagd auf Rebhuhn und Hase in vielen Revieren freiwillig eingestellt hat, dezimiert Reinecke Fuchs diese Wildarten weiter. Die Populationsdichte des Fuchses wird zumindest regional noch immer weit unterschätzt, denn nur ein mehr oder minder geringer Teil der Gesamtpopulationen Reineckes ist für uns sichtbar. Dies wird nicht zuletzt immer wieder an den Strecken-Ergebnissen aus Revieren sichtbar, in denen intensiv Fuchsjagd betrieben wird. 

Die Fuchsstrecke sowie die fünf Waschbären der Abschlussveranstaltung kamen aus den Revieren Birklar, Gambach, Gießen, Heuchelheim, Göbelnrod, Pohlheim, Biebertal und Muschenheim.

Dieter Mackenrodt sprach aber auch deutliche Worte über die „Ethik“ der Fuchsbejagung und „Wertschätzung“ gegenüber dem roten „Freibeuter“, eines der schönsten Wildtiere unserer heimischen Reviere. Bei der Fuchsbejagung wird die Kreatur geachtet, waidmännisch gejagt und alle gestreckten Füchse verwertet. Ein Teil der Strecke wurde durch die Erleger selber verwertet. Der große Teil wird der Jagdhundeausbildung zu Gute kommen und auch das Hessische Landeslabor in Gießen übernimmt Füchse für dessen Untersuchungen. 

Die Uni Frankfurt erhielt die Waschbären für Ihre Zoonose-Untersuchungen.

 

Der Hubertus-Vorsitzende sprach deutliche Worte, dass jeder erbeutete Fuchs eine Entlastung vornehmlich für die Junghasen aber auch jeden Bodenbrüter von der Lerche angefangen bis zum Fasan und Rebhuhn ist, weil ganz einfach ein Beutegreifer weniger frisst! 

 

Die territoriale Fehe jetzt am Ende der vertretbaren Jagdzeit der Wildbahn zu entnehmen, führt dazu, dass dieses Revier von einer belegten Fehe frei bleibt. Zum Wohle unseres Niederwildes, welches alle durch den Fuchs, vornehmlich durch die ein Geheck versorgende Fehe, extrem gefährdet ist. 

 

Jeder Experte weiß, wie intensiv ein Fuchs sein Revier absucht und Studien haben ergeben, dass die Erstsätze der Junghasen so gut wie keine Chance haben, weil die Deckung noch zu niedrig ist. Und wenn der Fuchs die kleinen krabbelnden Junghasen noch nicht wittert, so erblickt sie die Rabenkrähe. Die aktuellen Niederwildbestände sowie Dezimierung der Bodenbrüter sprechen eine deutliche Sprache.  

 

Dieter Mackenrodt dankte daher allen Mitwirkenden für Ihre Beteiligung und verteilte mit Vorstandsmitglied Hans Algeyer die „Erlegerbrüche“ an die Revierpächter. Er bedankte sich auch bei der Hubertus-Bläsergruppe für die musikalische Gestaltung der Abschlussveranstaltung.

Das akute Auftreten von Räude sind für Dieter Mackenrodt ein klares Anzeichen für hohe Populationsdichten der Füchse. Die Fuchsräude ist eine Hauterkrankung, die durch Parasiten (Milben) hervorgerufen wird. Ein erkrankter Fuchs kann daran nach 3 Monaten sterben. Für Menschen ist die Fuchsräude ungefährlich, sie kann aber zu Hauterkrankungen führen. 

 

Das Argument von Tierschutzorganisationen, dass der Fuchsbestand sich von selbst auf ein Populationsniveau regelt, dass die Artenvielfalt nicht gefährdet und die Fuchsjagd eher noch mehr Nachwuchs erzeugt, lässt Dieter Mackenrodt dabei nicht gelten, sondern verlässt sich 

auf wissensbasierende Fakten: Eine Fuchsfähe bringt im Durchschnitt etwa 5 Welpen zur Welt.

In der heutigen Kulturlandschaft werden alle satt und die meisten Jungtiere überleben, falls sie nicht an Krankheiten sterben, überfahren oder erlegt werden. 

 

Ähnlich beim Waschbär: Bei aller „Niedlichkeit“ der süßen Waschbärjungen vergessen Tierschützer sehr oft, dass es sich beim Waschbären um ein Raubtier handelt, dass auch 

nach Einschätzung des Bundes für Naturschutz eine invasive Art ist und ein erhebliches Gefährdungspotential für die Biologische Vielfalt in Europa darstellt. Der BfN geht in einem wissenschaftlichen Übersichtsartikel davon aus, dass ein Waschbär in Deutschland ca. 200 Wirbeltiere (Amphibien, Vögel, Kleinsäuger) pro Jahr frisst. Hochgerechnet wären dies bei einem geschätzten Besatz von 1,3 Mio. Waschbären, 260 Millionen Wirbeltiere. Dazu kommen noch die Wirbellosen, deren Anzahl um ein Vielfaches höher ist. 

Daher hat auch die neue Hessische Landesregierung im Koalitionsvertrag die Jagd auf Jungwaschbären wieder ganzjährig möglich gemacht. 

 

Die Jäger übernehmen in Deutschland wichtige, teilweise sogar staatliche Aufgaben. Dazu gehören Prävention von Seuchen, die Verhinderung von Wildschäden in der Landwirtschaft und im Wald, der Artenschutz und der aktive Tierschutz. Jäger und die Jagd haben einen hervorragenden Ruf in Deutschland! Das zeigt auch die durch den Deutschen Jagdverband kürzlich durchgeführte repräsentative Imagebefragung. Aktuell sagen 83 % der Deutschen, dass Jagd notwendig ist, um die Wildbestände zu regulieren. 

Der Verein TierfreundLich hatte im Vorfeld der Fuchsbejagung auf seiner Website zur Demonstration aufgefordert. Daher demonstrierten etwa 20 Mitglieder vor dem Vereinsgelände gegen die Jagd auf Füchse und Waschbären. Mit Beschimpfungen wie „Mörder“ und anderen unsachlichen Schimpfworten erfüllten diese „Tierschützer“ den Straftatbestand der Beleidigung und übler Nachrede. Rechtliche Schritte behält sich der Jagdverein „Hubertus“ vor. Allerdings „schießt“ dieser Verein schon seit Jahren durch Störungen bei Jagd und Vereinsversammlungen weit über das Ziel hinaus. Die EU-Verordnung sieht für die Haltung weit verbreiteter invasiver gebietsfremden Arten in menschlicher Obhut hohe Auflagen vor. Da unseren Mitgliedern mehrfach Verstöße dieser gegen die Haltungsbedingungen gemeldet wurden, haben wir nun die ansässigen Behörden gebeten, diesen Meldungen nachzugehen und zu prüfen, ob der Verein TierfreundLich als „Aufnahmestation“ die Haltungsbedingungen gemäß den „Leitlinien zur tierschutzgerechten Haltung von Wild in Gehegen“ sowie die weiteren gesetzlichen Auflagen zur Haltung von Waschbären erfüllt. In der Dezemberausgabe der Gießener Zeitung berichtet der Verein Tierfreundlich von rund 500 Tieren jährlich, die in ihrer Pflegestelle versorgt werden. Ziel sei es, die Tiere zu vermitteln.    

 

Im Anschluss der Veranstaltung lud der Hubertus-Vorstand alle Teilnehmer zu einem Imbiss in das Vereinsheim ein. Bei einem gemütlichen Beisammensein im Vereinsheim klang die traditionelle Veranstaltung bei regem Erfahrungsaustausch aus. 

 

Ein Dank sprach der Hubertus-Vorsitzende dem Ordnungsamt Pohlheim und den Polizeikräften aus, die die Demonstration mit viel Erfahrung deeskalierend betreute.  


Arthur Grölz feierte seinen 80. Geburtstag

23. Januar 2019

Im Kreise seiner Familie und vielen Freunden feierte unser langjähriges Vorstandsmitglied Arthur Grölz seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar trat 1964 in Hessens größten Jagdverein „Hubertus“ Gießen ein und war Mitinitiator bei der Pionierarbeit am neuen Hundewasser bei Garbenteich. Dort war er 1999 mit den Arbeiten und der Einweihung des Teiches für die wichtige Jagdgebrauchshundearbeit betraut. Seitdem führte er 5 Deutsch-Drahthaar, war 20 Jahre Jagdaufseher in Staufenberg und von 2010-2016 Mitglied im „Hubertus“-Vorstand.

 

Arthur Grölz ist mit seiner lieben Frau Agnes bereits 53 Jahre verheiratet und betreibt die Hundeausbildung im „Hubertus“ Gießen schon 21 Jahre mit Erfolg und großer Passion.

Der Jubilar Arthur Grölz ist bereits seit 1998 Verbandsrichter und noch immer aktiv im „Hubertus“-Hundeausschuss. So nimmt er noch heute die Termine am Ausbildungswasser ab und ist immer da, wenn ihn der „Hubertus“-Hundeausschuss braucht. So auch am Samstag, den 19. Januar 2019 bei den wichtigen Rückschnittarbeiten am Hundewasser. Diese Gelegenheit nutze der „Hubertus“-Vorsitzende Dieter Mackenrodt ebenso wie der „Hubertus“-Hundeausschuss, dem Jubilar herzliche Glückwünsche und Präsente zu überreichen. Dabei sprach der Hundeausschuss und „Hubertus“-Vorsitzende Mackenrodt Dankesworte an den Jubilar und wünschte ihm noch ein langes gesundes Wirken im und für den Jagdverein „Hubertus“ Gießen.

 

Als Freund, hochqualifizierter Hundeführer und Mitglied des „Hubertus“-Hundeausschussses ist uns seine Erfahrung und Rat sehr wichtig und wir gratulieren Arthur Grölz zum 80. Geburtstag von Herzen.


Hohe Auszeichnungen für unser Ehrenmitglied Oswald Henzel

22. Januar 2019

 

Am Sonntag, den 20. Januar 2019 feierte unser Ehrenmitglied und langjähriger Leiter der Hubertus-Bläsergruppe, Oswald Henzel mit vielen Freunden, Weggefährten und der Familie sein 90. Lebensjahr.

Bereits seit 1951 ist der Jubilar Oswald Henzel Vereinsmitglied im „Hubertus“ Giessen und war viele Jahre im „Hubertus“-Vorstand aktiv tätig. Er ist bis heute auch aktives Mitglied und Mitbegründer des Parforcehorncorps „Hoher Vogelsberg“. Außerdem Mitglied im Heimatverein, Gesangverein, Obst- und Gartenbauverein, Schützenverein, Sport- und Kulturverein sowie der Freiwilligen Feuerwehr. Seit 1977 ist Oswald Henzel Wildschadenschätzer bei der Stadt Hungen und überall ein gefragter, erfahrener und fachkompetenter Ansprechpartner.

 

Unserem lieben Freund und qualifizierten Waidmann wurden durch den Landesjagdverband Hessen und auch dem Deutschen Jagdverband die Goldenen Ehrennadeln verliehen. Gemeinsam mit der Landrätin des Kreises Gießen, Anita Schneider überbrachte der Hubertus-Vorsitzende und Vizepräsident des Landesjagdverbandes Hessen, Dieter Mackenrodt die Glückwünsche des Landesverbandes Hessen und die besten Wünsche des Jagdvereins Hubertus Gießen und Umgebung e.V. 

Die Landrätin war voll des Lobes über das Lebenswerk unseres Ehrenmitgliedes. Als guter Freund, geistig auf der Höhe und jagdlich noch immer aktiv, Leiter unserer Jagdhornbläsergruppe ist seine Erfahrung und sein Rat noch immer sehr gefragt.

 

In seinen Grußworten und Glückwünschen auf der Gbeurtstagsfeier kündigte der „Hubertus-Chef“ eine ganz besondere Auszeichnung an: Neben dem Überraschungsgast, der Landrätin Anita Schneider stellte er den Regierungspräsidenten des Regierungspräsidiums Gießen, Herrn Dr. Christoph Ullrich vor, der es sich nicht nehmen ließ, am Sonntag aus dem Westerwald anzureisen und den von Ministerpräsident Volker Bouffier verliehenen Hessischen Verdienstorden am Bande persönlich zu überreichen. Der Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich ging in seiner Laudatio auf das Lebenswerk des Jubilars Oswald Henzel ein und wünschte ihm noch viele Jahre Gesundheit und erfolgreiches Wirken im Ehrenamt. 

Der Jubilar Oswald Henzel war gerührt der Auszeichnungen und bedankte sich ganz herzlich bei seiner Familie und den vielen Ehrengästen.

 

Ein Ende seines langjährigen ehrenamtlichen Wirkens für unsere Gesellschaft und das Land Hessen ist (glücklicherweise) nicht in Sicht.

 

Der Vorstand