Berichte aus dem Hundewesen 2017

Begegnungen mit dem Schwarzwild

Am 29.07.2017 unternahmen Teilnehmer des diesjährigen Abrichtelehrgangs sowie Absolventen früherer Jahre mit Ihren Vierläufern den jährlichen Ausflug in das Saugatter Bad Berka. Schon früh am Morgen trafen sich die Teilnehmer zum Konvoi nach Thüringen. Lehrgangsleiter Andreas Deeg und Gattermeister Dennis Loch begrüßten sich wie alte Bekannte. Im Anschluss an die Überprüfung der Papiere gab der Gattermeister den Hundeführern die Einweisung und dann ging es los.


Am Vormittag arbeiteten sechs Hunde im Gatter und am Nachmittag noch einmal sechs. Bereits im Vorfeld hatte Dennis Loch darauf hingewiesen, dass die gescheckte „Blondie“ die Sau wäre, die am meisten mit den Hunden interagieren würde, und tatsächlich: Ausser dem Böhmischen Raubart „Ares“, der sich auf „Paula“ eingeschossen hatte bekamen es alle anderen Hunde mit „Blondie“ zu tun. Die übrigen „Damen“ hielten sich vornehm im Hintergrund.
Das Alte Brauhaus in Bad Berka, in dem wir auch in diesem Jahr wieder für die Mittagspause reserviert hatten ist nicht nur sehr schön gelegen und hat eine gute Küche, es ist auch besonders hundefreundlich.

Im Anschluss ging es zurück zum Gatter, wo die nächsten sechs Hunde ihre Erfahrungen sammeln konnten.

Am Ende des gelungenen Gattertages wussten die Hundeführer, wie sich ihr Vierläufer an den Sauen verhält, und die Hunde hatten gelernt, dass sich ein Wildschwein längst nicht alles gefallen lässt.

Neues aus dem Lehrgang

Kursleiter Andreas Deeg ist stolz auf seine bunte Truppe. Nach nur 7 Wochen sitzt der allgemeine Gehorsam schon bei allen Teilnehmern sehr gut. Bei Fuss gehen, sitzen und ablegen klappen, und das Aufnehmen und Tragen eines Apportels ist kein Problem mehr. Auch wurde während eines Lehrgangstermins der allgemeine Gehorsam gemäß BPO Hessen geübt, wobei kein Hund Probleme hatte. Die erste Schweißarbeit am 21. Mai ist ebenfalls sehr positiv gelaufen, alle Hunde konnten mit einigen Hilfen zum „Stück“ finden. Am Mittwoch wurde mit dem nächsten Schwierigkeitsgrad begonnen: Dem Halten und Tragen von Wild. Einige Hunde können auch schon das Wild über eine kurze Distanz apportieren, aber bis das wirklich zuverlässig über eine längere Strecke funktioniert, muss noch fleissig geübt werden.


Gute Schweißarbeit - auch eine Frage des Stils

Am 06. Mai trafen sich die Teilnehmer des diesjährigen Abrichtelehrgangs in Atzbach. Nach der Begrüßung durch den Beständer, langjährigen Drahthaar-Züchter und JGHV-Richter Dieter Kraft und Einweisung durch den Lehrgangsleiter Andreas Deeg wurde zunächst von Bernhard Huber und seiner Wachtelhündin Biene vom Weidig eine 1.000 m lange 20-Std.-Fährte ausgearbeitet, die Andreas am Vortag gelegt hatte.

Die Teilnehmer waren überrascht wie konzentriert Biene die Fährte mit tiefer Nase arbeitete. Bernhard Huber konnte mehrfach Schweiß anzeigen und als die Hündin zum „Stück“ fand, wurde sie natürlich kräftig gelobt. Außer dem Schützenbruch bekam Bernhard Huber für seine langjährige Teilnahme an der Schweißfährten-Einarbeitung von Andreas Deeg auch eine Flasche Rotwein.

Im Anschluß zeigt Andreas Deeg, wie man durch ein paar Tricks bei der Einarbeitung den Hund dazu bringt, der Übungsfährte langsam und konzentriert zu folgen. Ein Hund, der im ICE-Tempo auf der Fährte durch den Wald rennt, wird bei einer schwierigeren Nachsuche sicher nicht zum Stück finden. Nur der Hund, der mit tiefer Nase konzentriert auf der Wundfährte arbeitet, kann auch hier Erfolg haben.


Übungstag für die VJP-Hunde

Am Samstag, den 18. März fand im Revier Atzbach ein Übungstag für die Teilnehmer des diesjährigen Abrichtelehrgangs statt, deren Hunde im Frühjahr zu einer VJP (Anlageprüfung der Vorstehhunde) gemeldet sind. Das Wetter war im Vergleich zu den letzten Tagen eher unfreundlich, aber sowohl die Hunde als auch die Hundeführer erwiesen sich als ausgesprochen wetterfest.

Der Kursleiter Andreas Deeg las zunächst die entsprechenden Passagen aus der Prüfungsordnung vor und erläuterte diese. Anschließend machten alle Hunde eine Suche, die dann noch einmal in Verbindung mit der Überprüfung der Schussfestigkeit wiederholt wurde. Die Suche war bei allen Kandidaten von Finderwillen geprägt, fleissig und ausdauernd. Im Anschluss bekamen die Hunde noch die Möglichkeit, an Fasanen ihre Vorstehanlagen unter Beweis zu stellen.

Auch hier machten alle Hunde Ihre Sache sehr gut. Dabei zeigte sich, dass auch ein Vorstehhund wie der Weimaraner und der Große Münsterländer nach dem festen Vorstehen abgetragen werden können.

Auch der Englische Springer Spaniel wird an einer Jugendprüfung seiner Rasse teilnehmen. Hier wird zwar kein Vorstehen gefordert, aber die Nasenleistung im Vorfeld schon einmal unter Beweis zu stellen, schadet sicher nicht.

Wir wünschen den Prüfungskandidaten bereits an dieser Stelle für Ihre Prüfung viel Suchenglück!


Infoabend zum Abrichte- und Führerlehrgang 2017

Wie schon seit Jahren fand der Infoabend für die zukünftigen Teilnehmer des Abrichte- und Führerlehrgangs in der Gaststätte Dalmacija im Bürgerhaus von Lahnau-Atzbach statt. Es fanden sich etliche Interessierte ein, die der Kursleiter Andreas Deeg über den Lehrgang informierte: von den Teilnahmevoraussetzungen für Hundeführer und Hund ebenso wie über den Lehrgangsablauf und die Brauchbarkeitsprüfung nach der BPO Hessen. Zum Abschluss wurde noch ein kurzer Film mit Szenen der letzten Lehrgänge gezeigt, damit die neuen Teilnehmer eine bessere Vorstellung haben, was im nächsten halben Jahr so alles auf sie zukommt.
In die Teilnehmerliste haben sich 18 Hundeführer eingetragen, so dass der Kurs auch in diesem Jahr wieder voll belegt ist.