Berichte aus dem Hundewesen 2017

Geschafft!
 Die Brauchbarkeitsprüfung war ein voller Erfolg!


Am 14. Oktober trafen sich sieben Gespanne des diesjährigen Abrichtelehrgangs bei sehr gutem Wetter zur Prüfung um ihre jagdliche Brauchbarkeit bestätigen zu lassen. Als Richter fungierten Gundula Sziemant-Pulver, Arthur Grölz und Andreas Deeg, die in den vergangenen Jahren schon mehrfach gemeinsam gerichtet hatten.

Nach dem Treffen auf dem Parkplatz des Gemeinschaftshauses in Dorlar ging es zunächst zur Jagdhütte von Dieter Kraft ins Revier Atzbach, die Dieter uns freundlicherweise als Suchenlokal zur Verfügung gestellt hatte.

Begonnen wurde nach der Begrüßung durch den Suchenleiter Andreas Deeg und dem Signal „Begrüßung“ durch eine Bläsergruppe mit einer offenen Richterbesprechung und anschließender Kontrolle der Papiere von Herr und Hund. Tatsächlich lag die Frauenquote bei der BP in diesem Jahr bei 0%, aber die Damen, die am Kurs teilgenommen hatten, haben ihre Hunde für die VGP gemeldet, bzw. sehr hohe Punktzahlen in der HZP erreicht. Außerdem bestand ein Kursteilnehmer die Brauchbarkeit für die Nachsuche auf Schalenwild (aus Termingründen bei einem anderen Ausrichter) und ein weiterer führte seine Hündin erfolgreich auf einer GP.

Nachdem die Korona mit dem Signal „Aufbruch zur Jagd“ unter der Leitung von Richterobmann Arthur Grölz ins Revier zu den Gehorsamsfächern umgesetzt hatte, ging es richtig los. In den Gehorsamsfächern wurden vier Hunde geprüft. Die übrigen drei Kandidaten hatten in diesen Fächern Bestandsschutz durch ein bereits vorher bestandenes Modul der Prüfung. Als erstes ging Hans-Peter Heuser mit seiner Springer Spaniel Hündin Emma an den Start. Ihm folgten jeweils Kay Lienert mit Weimaraner Amras, Dr. Jan Wennemuth mit Teckel Gustav und Friedhelm Schlüter mit Retriever Tosh. Die vier Gespanne meisterten die Gehorsamsfächer ohne Probleme, sodass die Prüfung nach Suche mit Überprüfung der Schussfestigkeit, Leinenführigkeit und Standruhe für alle weitergehen konnte.

Im Anschluss wurden von drei Hunden die zugelosten Schweißfährten gearbeitet. Alle Gespanne fanden problemlos zum Stück, das von der Bläsergruppe verblasen wurde. Die von Andreas Deeg an die Hundeführer ausgegebenen Brüche teilten diese - wie es Brauch ist - mit ihren vierbeinigen Spezialisten und auch an Lob und Belohnungen wurde nicht gespart.

Als nächster Punkt folgte eine kleine Pause am Jagdhaus, wo die Korona sich mit belegten Brötchen, von Sandra Rafalzik gebackenem Apfelkuchen und Kaffee stärkte.

Danach machten sich die Gespanne, die die Nachsuche auf Niederwild gemeldet hatten, auf den Weg zum Schleppengelände. Auch hier konnten wieder alle Gespanne überzeugen.. 

Besonders überzeugte bei den Schleppen der Teckel Gustav, der Kaninchen und Ente freudig und im Galopp apportierte, obwohl das Schleppwild ca. 1/4 seines eigenen Körpergewichts ausmachte.

Der letzte Punkt auf der Liste des ersten Prüfungstages war das Stöbern, zu dem Teckel Gustav und Foxterrier Gustl gemeldet waren. Beide Hunde konnten in dem ihnen zugewiesenen Gelände Rehwild finden, das sie laut aus der Dickung jagten.

Auf der Jagdhütte wurde der erste Prüfungstag mit der Ausgabe der Zeugnisse beendet und es gab tatsächlich nur fröhliche Gesichter!

Sonntag, zweiter Prüfungstag
Am 15.10.2017 musste nur Lothar Röder mit dem Cocker Spaniel Big Boss noch einmal ran. Lothar hatte mit seinem Spaniel bereits im vorletzten Jahr Niederwild ohne Wasserarbeit bestanden. Diesmal sollte es Niederwild mit Wasserarbeit sein.

Daher trafen sich um 9.30 Uhr am Sonntagmorgen noch einmal die Richter und das Gespann am Hundewasser in Garbenteich. Nachdem Big Boss die obligatorische Schussfestigkeit am Wasser und das Finden und Bringen der toten Ente aus dem Schilf mit Bravour gelöst hatte, wurde für ihn ein ausgewachsener und voll flugfähiger Stockerpel im Schilfgürtel ausgesetzt. Zielstrebig suchte der kleine Hund den Schilfgürtel ab und folgte dem Erpel auf dessen Schwimmspur, bis dieser unter lautem Protest aufflog um dann auf der anderen Seite des Teiches wieder einzufallen. Da der Erpel in diesem Moment problemlos hätte geschossen werden können, war die Wasserarbeit an dieser Stelle bestanden und auch Lothar Röder konnte sein Prüfungszeugnis von Andreas Deeg in Empfang nehmen.


Schulterschluss der Angler und Jäger mal etwas anders

Trotz des etwas unangenehmen Wetters waren am 07. Oktober etliche Angler, Nachbarn und auch ein Teil des kynologischen Ausschusses und der Hundegruppe des JV Hubertus Gießen e.V. der Einladung des ASV Kleebachtal-Langgöns e.V. zum diesjährigen Herbstfischen auf die Teichanlage Kaiserstränke in Rechtenbach gefolgt.

Letztere waren natürlich nicht nur gekommen, um den vielbeschworenen Schulterschluss der Naturnutzer auf Vereinsebene zu demonstrieren. Hier ging es auch - und vor allem - darum, mit den Anglern bei geräucherten Forellen, gegrillten Steaks, Würstchen und kühlem Bier in fröhlicher Atmosphäre interessante Gespräche zu führen. Auch die Jägerschaft war vom großartigen Geschmack der von Max Bistrov (selbst auch Jäger und Angler) geräucherten Forellen ganz begeistert.

Die Fische im Teich waren vom Wetter offensichtlich auch nicht angetan, aber versierte Angler konnten trotzdem eine stattliche Anzahl Forellen überlisten. Die jüngsten Besucher aus den Reihen der Jäger interessierten sich mehr für das Angeln selbst, aber nachdem sie auch mit Maden, grünem Glitzerteig und einem Eckchen Steak keine Forelle an den Haken bekamen, trösteten sie sich mit den leckeren Bratwürstchen.


Generalprobe für die Jungjägeranwärter erfolgreich

Wie bereits seit mehreren Jahren wurde auch in diesem Jahr am 23. September eine komplette modulare Brauchbarkeitsprüfung nach der BPO Hessen „durchgespielt“. Die Ausbildungsordnung für Jungjäger verlangt, dass die Jungjägeranwärter an einer Hundeprüfung oder deren Demonstration teilnehmen. Bei der echten Brauchbarkeitsprüfung könnten die Prüfungsgespanne von begleitenden Jungjägern eventuell gestört werden und von den beteiligten Richtern hätte in dieser Situation niemand Zeit für Erklärungen. Bei der Generalprobe gibt es genügend Gelegenheiten für Erklärungen seitens der anwesenden Verbandsrichter und die Jungjägeranwärter können jederzeit Fragen zum Prüfungsgeschehen stellen.

Um 8.30 Uhr traf sich an der Waldmühle in Atzbach die beeindruckende Anzahl von annähernd 30 Jungjägeranwärtern unter der Leitung von Martina Wirth-John, Hundeführern, Ausbildern und Verbandsrichtern. Neben Martina Wirth-John und Andreas Deeg hatte sich auch noch Arthur Grölz an diesem Tag für die Jungjäger Zeit genommen. Von hier aus ging es in einem Riesenkonvoi zum Wandererparkplatz wo ein Teil der Jungjäger die Fahrzeuge stehen ließ und Fahrgemeinschaften bildete.

Die offizielle Begrüßung erfolgte dann am Jagdhaus von Dieter Kraft durch den kynologischen Obmann des JV Hubertus Gießen und Umgebung, Andreas Deeg. Für den entsprechenden jagdlichen Rahmen sorgte Hans-Hermann Pracht, der auf dem Jagdhorn die Begrüßung blies.

Zunächst stellte Andreas Deeg die anwesenden Richter und Hundeführer vor, teilte Auszüge aus der Hessischen Brauchbarkeitsprüfungsordnung (BPO) sowie aus der Verbandsgebrauchsprüfungsordnung (VGPO) aus und ernannte die Jungjägeranwärter zu Notrichtern. Außerdem wurden beim Gespann Dr. Sandra Rafalzik und Vizsla-Hündin Biene sozusagen stellvertretend Jagdschein und Impfpass überprüft und die Chip-Nummer wurde ausgelesen.

Anschließend begann die Generalprobe mit der Überprüfung des allgemeinen Gehorsams. Hier kamen nur die Gespanne Kay Lienert mit WK Amras, Dr. Sandra Rafalzik mit UK Biene und Dr. Jan Wennemuth mit Teckel Gustav zum Einsatz. Lothar Röder und Co.Sp. Big Boss hatten aufgrund bereits bestandener Prüfungsmodule beim Gehorsam Bestandsschutz, sodass sie hier nicht noch einmal geprüft wurden.

Bereits bei der Suche mit Überprüfung der Schussfestigkeit zeigte sich, dass es immer Überraschungen geben kann. Während Weimaraner Amras und Teckel Gustav brav die zugewiesene Wiese absuchten und sich von den beiden in die Luft abgegebenen Flintenschüssen nicht beeindrucken ließen, fand UK Biene in einem angrenzenden Acker Rehwild, von dem sie sich - zum Erstaunen der meisten Jungjägeranwärter - problemlos abrufen ließ. Die Schussfestigkeit konnte natürlich auch hier festgestellt werden. Bei der geforderten Leinenführigkeit konnten ebenfalls alle Kandidaten überzeugen. Den Abschluss des allgemeinen Gehorsams bildete die Überprüfung der Standruhe. Hierbei müssen die Hunde angeleint neben den Hundeführern sitzen oder liegen und dürfen - trotz Schussabgabe und fingiertem Treiben im Wald - weder Laut geben, noch anhaltend winseln oder an der Leine zerren. Obwohl die sechsköpfige Treiberwehr aus Jungjägeranwärtern einen ziemlichen Radau veranstaltete, blieben alle Hunde ruhig und durften, nach Rücksprache mit den Notrichtern weiter an der Prüfung teilnehmen. Bei Nichtbestehen auch nur eines der Gehorsamsfächer ist nach der BPO eine Weiterprüfung ausgeschlossen.

Als nächster Punkt stand die Schweißarbeit auf dem Programm, bei der die Gespanne Lienert/Amras, Rafalzik/Biene und Wennemuth/Gustav auf einer ca. 400 m langen Schweißfährte zum Stück, hier dargestellt durch eine Sauschwarte, finden mussten. Die Fährten waren am Vortag von Andreas und Margit Deeg gelegt worden und wurden den Prüfungsteilnehmern zugelost. Keines der Prüfungsgespanne hatte Probleme damit der Fährte über zwei stumpfwinklige Haken und ein Wundbett zum Stück zu folgen, aber man konnte deutliche Unterschiede beim Arbeitsstil erkennen: Vizsla und Dackel eher langsam und konzentriert, Weimaraner in schnellem Tempo, was der großen (Not)Richtergruppe einiges an Kondition abverlangte. Am Ende überreichte Andreas Deeg die Brüche an Hundeführer und Vierläufer und das Stück wurde von Jungjägeranwärterin Simone Deeg verblasen, da der Bläser Hans-Hermann Pracht an diesem Vormittag noch einen weiteren Termin hatte.

Nach den Schweißfährten wurde im Revier zum Stöbergelände umgesetzt, wo Rauhaarteckel Gustav geprüft wurde. Da er im ersten Gelände innerhalb der festgesetzten Zeit von zehn Minuten kein Wild finden konnte und kein zweiter Hund zur Verifizierung vorhanden war, wurde ihm ein zweites Stück zugewiesen, in dem er auch schnell fündig wurde und ein flüchtendes Stück Rehwild mit deutlich hörbarem Laut verfolgte.

Eigentlich wäre an dieser Stelle der Exkurs zu den Fuchsfächern der VGP an der Reihe gewesen, aber Andreas Deeg beschloss, die Schleppen vorzuziehen. Auf dem ursprünglich vorgesehenen Schleppengelände hatte am Morgen ein Landwirt Dünger ausgebracht, sodass es nicht genutzt werden konnte. Da das Ausweichgelände nahe am Stöbergelände war, bot sich diese Planänderung an.


Das Stöbergelände, in dem Teckel Gustav unterwegs ist.
Das Stöbergelände, in dem Teckel Gustav unterwegs ist.

Die Nachsuche auf Niederwild erledigten Weimaraner Amras und Vizsla Biene sehr zügig. Der kleine Cocker Spaniel Big Boss legte Kaninchen und Ente auf dem Rückweg je einmal ab um seinen Griff zu verbessern, brachte aber seinen Hundeführer Lothar Röder auch jedes Mal sicher in den Besitz des Wildes.

m Anschluss fand dann der Exkurs zu den Fuchsfächern der VGP statt. Die Hündin Biene, die in diesem Jahr auf der VGP laufen soll, arbeitete die 300 m lange Fuchsschleppe im Wald gleich zweimal, damit die Jungjäger die Möglichkeit hatten jeweils einmal am Beginn/Ende der Schleppe und beim Fuchs zu sehen, was die Hündin macht. Es war gut zu erkennen, dass der Fuchs nicht gerade Bienes Lieblingswild ist, aber trotzdem machte sie ihre Sache sehr gut. Auch beim Bringen des Fuchses über das 80 cm hohe Hindernis hatte Biene keine Probleme. Nach einer kurzen Mittagspause setzte die Korona nach Garbenteich zum Hundewasser des JV Hubertus um.

Hier erfolgte dann zunächst die Überprüfung der Schussfestigkeit am Wasser, bei der eine tote Ente sichtig ins Wasser geworfen und der Hund zum Apport geschickt wird. Während der Hund auf die Ente zu schwimmt, wird ein Schuss in Richtung der Ente abgegeben. Der Hund darf sich hiervon nicht vom weiterarbeiten abhalten lassen. Danach wurde die tote Ente in Schilf geworfen und die Hunde nacheinander zur Suche geschickt. Auch hier zeigten sich wieder deutliche Unterschiede im Arbeitsstil. Während Amras auf dem Weg zur Ente den Landweg nahm und Kay Lienert das Wild schwimmend zurück brachte, schwamm Biene den Weg zur Ente, stieg dann aus und lief über Land zu Sandra Rafalzik zurück. Nur der Cocker Big Boss war auf beiden Strecken durchs Wasser unterwegs. Am Ende hatte er wegen des etwas steilen Ufers Mühe aus dem Wasser auszusteigen und die Ente zu Lothar Röder zu bringen, aber aufgrund seiner rassetypischen Sturheit gelang es ihm am Ende doch. Auf die in der BPO Hessen vorgesehene Arbeit hinter der lebenden Ente wurde verzichtet, da für den Generalprobe-Termin das Aussetzen lebender Enten nicht beantragt worden war. Andreas Deeg erläuterte an dieser Stella aber die genaue Vorgehensweise bei der eigentlichen Brauchbarkeitsprüfung im Oktober.

Nachdem bei der anschließenden Richterbesprechung festgestellt wurde, dass alle angetretenen Gespanne ihre Prüfung bestehen konnten, überreichte Martina Wirth-John als Dankeschön des Jungjägerlehrgangs eine Flasche Rotwein an Andreas Deeg. Dieser bedankte sich beim Kurs nicht nur für den Wein, sondern auch für das große Interesse der Jungjägeranwärter an der Hundearbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, dass viele von ihnen später selbst einen Jagdhund abführen werden. Andreas beendete die BP Generalprobe gegen 16.20 Uhr.


Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle Dieter Kraft und Bastian Rafalzik, die uns Ihr Revier für die Durchführung der BP-Generalprobe zur Verfügung gestellt haben.


Die Hundegruppe mal ohne Hunde

Am Dienstag, dem 12. September trafen sich fast alle Teilnehmer des diesjährigen Abrichtelehrgangs zum beinahe schon traditionellen Schießtraining im Jagd- und Schießkino Wetzlar. Mit viel Spaß an der Sache bereiteten sich 2 Rotten á 5 Schützen auf die kommende Herbstjagdsaison vor und die erreichten Schießergebnisse konnten sich durchweg sehen lassen. Auch wenn wir gute und vor allem brauchbare Hunde für die Nachsuche ausbilden - es ist immer besser, es gar nicht erst dazu kommen zu lassen.

Teilnehmer des Abrichtelehrgags im Schießkino
Teilnehmer des Abrichtelehrgags im Schießkino

Begegnungen mit dem Schwarzwild

Am 29.07.2017 unternahmen Teilnehmer des diesjährigen Abrichtelehrgangs sowie Absolventen früherer Jahre mit Ihren Vierläufern den jährlichen Ausflug in das Saugatter Bad Berka. Schon früh am Morgen trafen sich die Teilnehmer zum Konvoi nach Thüringen. Lehrgangsleiter Andreas Deeg und Gattermeister Dennis Loch begrüßten sich wie alte Bekannte. Im Anschluss an die Überprüfung der Papiere gab der Gattermeister den Hundeführern die Einweisung und dann ging es los.


Am Vormittag arbeiteten sechs Hunde im Gatter und am Nachmittag noch einmal sechs. Bereits im Vorfeld hatte Dennis Loch darauf hingewiesen, dass die gescheckte „Blondie“ die Sau wäre, die am meisten mit den Hunden interagieren würde, und tatsächlich: Ausser dem Böhmischen Raubart „Ares“, der sich auf „Paula“ eingeschossen hatte bekamen es alle anderen Hunde mit „Blondie“ zu tun. Die übrigen „Damen“ hielten sich vornehm im Hintergrund.
Das Alte Brauhaus in Bad Berka, in dem wir auch in diesem Jahr wieder für die Mittagspause reserviert hatten ist nicht nur sehr schön gelegen und hat eine gute Küche, es ist auch besonders hundefreundlich.

Im Anschluss ging es zurück zum Gatter, wo die nächsten sechs Hunde ihre Erfahrungen sammeln konnten.

Am Ende des gelungenen Gattertages wussten die Hundeführer, wie sich ihr Vierläufer an den Sauen verhält, und die Hunde hatten gelernt, dass sich ein Wildschwein längst nicht alles gefallen lässt.

Neues aus dem Lehrgang

Kursleiter Andreas Deeg ist stolz auf seine bunte Truppe. Nach nur 7 Wochen sitzt der allgemeine Gehorsam schon bei allen Teilnehmern sehr gut. Bei Fuss gehen, sitzen und ablegen klappen, und das Aufnehmen und Tragen eines Apportels ist kein Problem mehr. Auch wurde während eines Lehrgangstermins der allgemeine Gehorsam gemäß BPO Hessen geübt, wobei kein Hund Probleme hatte. Die erste Schweißarbeit am 21. Mai ist ebenfalls sehr positiv gelaufen, alle Hunde konnten mit einigen Hilfen zum „Stück“ finden. Am Mittwoch wurde mit dem nächsten Schwierigkeitsgrad begonnen: Dem Halten und Tragen von Wild. Einige Hunde können auch schon das Wild über eine kurze Distanz apportieren, aber bis das wirklich zuverlässig über eine längere Strecke funktioniert, muss noch fleissig geübt werden.


Gute Schweißarbeit - auch eine Frage des Stils

Am 06. Mai trafen sich die Teilnehmer des diesjährigen Abrichtelehrgangs in Atzbach. Nach der Begrüßung durch den Beständer, langjährigen Drahthaar-Züchter und JGHV-Richter Dieter Kraft und Einweisung durch den Lehrgangsleiter Andreas Deeg wurde zunächst von Bernhard Huber und seiner Wachtelhündin Biene vom Weidig eine 1.000 m lange 20-Std.-Fährte ausgearbeitet, die Andreas am Vortag gelegt hatte.

Die Teilnehmer waren überrascht wie konzentriert Biene die Fährte mit tiefer Nase arbeitete. Bernhard Huber konnte mehrfach Schweiß anzeigen und als die Hündin zum „Stück“ fand, wurde sie natürlich kräftig gelobt. Außer dem Schützenbruch bekam Bernhard Huber für seine langjährige Teilnahme an der Schweißfährten-Einarbeitung von Andreas Deeg auch eine Flasche Rotwein.

Im Anschluß zeigt Andreas Deeg, wie man durch ein paar Tricks bei der Einarbeitung den Hund dazu bringt, der Übungsfährte langsam und konzentriert zu folgen. Ein Hund, der im ICE-Tempo auf der Fährte durch den Wald rennt, wird bei einer schwierigeren Nachsuche sicher nicht zum Stück finden. Nur der Hund, der mit tiefer Nase konzentriert auf der Wundfährte arbeitet, kann auch hier Erfolg haben.


Übungstag für die VJP-Hunde

Am Samstag, den 18. März fand im Revier Atzbach ein Übungstag für die Teilnehmer des diesjährigen Abrichtelehrgangs statt, deren Hunde im Frühjahr zu einer VJP (Anlageprüfung der Vorstehhunde) gemeldet sind. Das Wetter war im Vergleich zu den letzten Tagen eher unfreundlich, aber sowohl die Hunde als auch die Hundeführer erwiesen sich als ausgesprochen wetterfest.

Der Kursleiter Andreas Deeg las zunächst die entsprechenden Passagen aus der Prüfungsordnung vor und erläuterte diese. Anschließend machten alle Hunde eine Suche, die dann noch einmal in Verbindung mit der Überprüfung der Schussfestigkeit wiederholt wurde. Die Suche war bei allen Kandidaten von Finderwillen geprägt, fleissig und ausdauernd. Im Anschluss bekamen die Hunde noch die Möglichkeit, an Fasanen ihre Vorstehanlagen unter Beweis zu stellen.

Auch hier machten alle Hunde Ihre Sache sehr gut. Dabei zeigte sich, dass auch ein Vorstehhund wie der Weimaraner und der Große Münsterländer nach dem festen Vorstehen abgetragen werden können.

Auch der Englische Springer Spaniel wird an einer Jugendprüfung seiner Rasse teilnehmen. Hier wird zwar kein Vorstehen gefordert, aber die Nasenleistung im Vorfeld schon einmal unter Beweis zu stellen, schadet sicher nicht.

Wir wünschen den Prüfungskandidaten bereits an dieser Stelle für Ihre Prüfung viel Suchenglück!


Infoabend zum Abrichte- und Führerlehrgang 2017

Wie schon seit Jahren fand der Infoabend für die zukünftigen Teilnehmer des Abrichte- und Führerlehrgangs in der Gaststätte Dalmacija im Bürgerhaus von Lahnau-Atzbach statt. Es fanden sich etliche Interessierte ein, die der Kursleiter Andreas Deeg über den Lehrgang informierte: von den Teilnahmevoraussetzungen für Hundeführer und Hund ebenso wie über den Lehrgangsablauf und die Brauchbarkeitsprüfung nach der BPO Hessen. Zum Abschluss wurde noch ein kurzer Film mit Szenen der letzten Lehrgänge gezeigt, damit die neuen Teilnehmer eine bessere Vorstellung haben, was im nächsten halben Jahr so alles auf sie zukommt.
In die Teilnehmerliste haben sich 18 Hundeführer eingetragen, so dass der Kurs auch in diesem Jahr wieder voll belegt ist.