Berichte aus dem Hundewesen 2018


Arbeitseinsatz am Hundewasser

22.06.2018

 

Um rund um das vereinseigene Wasser möglichst optimale Bedingungen für die Hundearbeit zu schaffen, wurde am Mittwoch, den 20.6.2018 vor dem Beginn des Kurses ein Arbeitseinsatz durchgeführt. Unter Anleitung von Hundeobmann Arthur Grölz trafen sich 12 Hundeführer mit Freischneidewerkzeugen bewaffnet, um den Weg rund um das Wasser zu mähen und freizuschneiden. Um Verletzungsgefahren für die Hunde zu vermeiden wurden die Einstiege ins Wasser präpariert und das Schilf von kleinen Robinien, Weißdorn und Heckenrosen befreit. Aufgrund der vielen Helfer war die Arbeit bereits nach gut eineinhalb Stunden erledigt. 

Im Anschluss wurde zur gewohnten Zeit die Ausbildung der Hunde fortgesetzt. In Feld und Wald des Lehrreviers wurden Schleppen gezogen und der Apport gefestigt. Außerdem wurde weiter am Gehorsam gearbeitet.

 

Nach getaner Arbeit ging es zum geselligen Teil des Abends über. Am Lagerfeuer gab es eine Brotzeit mit Wurstplatten, Landbrot und Baguette, Kirschkuchen und kalten Getränken. In bester Laune und bei guten Gesprächen saßen die Hundeführer nebst einigen Gästen noch bis spät in den Abend zusammen.


Übungstag im Schwarzwildgatter Bad Berka

14. Juni 2018

 

Am frühen Morgen des 10. Juni 2018 machten sich 12 Gespanne auf den Weg in das ca. 230 km entfernte Bad Berka in Thüringen um sich der Herausforderung „Schwarzwildgatter“ zu stellen.

 

Wie wir alle wissen, stellt die Schwarzwildjagd besondere Anforderungen an die eingesetzten Hunde. Im Schwarzwildgatter wird unter kontrollierten Bedingungen die Begegnung zwischen Jagdhund und Schwarzwild herbeigeführt. So kann beim Aufeinandertreffen von Hund und Wild das individuelle Verhalten des einzelnen Hundes beobachtet werden während der Hundeführer die Möglichkeit hat, direkt auf seinen Hund Einfluss zu nehmen. Der Jagdhund wird mit schwarzwildspezifischem Verhalten - insbesondere dessen Wehrhaftigkeit – konfrontiert, ohne dass es zur Gefährdung des Hundes oder des Wildschweins kommt. Der Hundeführer erhält die Möglichkeit, das Verhalten seines Hundes am Schwarzwild zu beobachten und kann so dessen Verhalten korrigieren bzw. über dessen individuelle Eignung für die Schwarzwildjagd entscheiden.

Nach der Begrüßung durch den Gattermeister wurden zunächst alle Formalitäten wie die Kontrolle der Jagdscheine und des Tollwutimpfschutzes, die Entrichtung der Gattergebühren und die Unterweisung der anwesenden Hundeführer erledigt. Danach ging es für die ersten sechs Gespanne ins 2 ha große Arbeitsgatter, in dem vier ca. 70 kg schwere Bachen auf die Hunde warteten. Vor dem Betreten des Gatters informierte sich der Gattermeister zunächst bei jedem Hundeführer über das Wesen, das Alter und vor allem die Erfahrungen seines Hundes, um jeden individuell nach seinem Ausbildungsstand ans Wild zu bringen. Aufgabe der Hunde war es, die Sauen zu finden, sie mit gutem Laut auf die Läufe zu bringen und dann in Bewegung zu halten. Allen Hunden ist dies mit mehr oder weniger Unterstützung gut gelungen. Besonders hervorgetan haben sich DL „Kalli“ und Labrador „Ecco“, die beide ausdauernd und mit großer Motivation an den Sauen gearbeitet haben.

 

Gut ausgeruht und gestärkt durch das Mittagessen im Alten Brauhaus Bad Berka ging es zurück Richtung Gatter, wo die Hunde sich zunächst in einem nahe gelegenen See abkühlen konnten. Danach nahm die zweite Sechsergruppe die oft erstmalige Begegnung mit dem wehrhaften Schwarzwild in Angriff. Auch diese Hunde haben, geführt vom Gattermeister, die Sauen zügig aufgespürt und eindrucksvoll ihre jagdliche Passion bewiesen. Hier haben besonders UK „Conner“ sowie DK „Janosch“ überzeugt, welche dem Schwarzwild keine Ruhe ließen und es ausdauernd und laut in Bewegung hielten.

Am Ende des Tages konnte wirklich jeder Führer stolz auf seinen Jagdgefährten sein. Das bestätigte auch Lehrgangsleiter Thomas Tang, der fast alle Gespanne im Gatter begleitet und beobachtet hat, um im Anschluss zusammen mit dem Gattermeister die jeweiligen Leistungen zu bewerten und den Führern Tipps für die weitere Arbeit mit den Hunden zu geben.

 

Der Besuch eines Schwarzwildgatters ist jedem Jäger zu empfehlen, der seinen Hund am Schwarzwild führt oder führen möchte. Denn nur ein gut ausgebildeter Hund kann den heutigen Ansprüchen an Jagd und Tierschutz gerecht werden!


Besuch bei der Diensthundestaffel der Polizei im Polizeipräsidium Mittelhessen!

30. Mai 2018

 

Am 28. Mai 2018 sind die Führer des diesjährigen Abrichtelehrgangs der Einladung unseres Vereinsmitglieds Mario Rühl gefolgt und haben die Diensthundestaffel der Polizei in Gießen besucht.

 

Zu Beginn der Veranstaltung hat Mario Rühl uns einen theoretischen Überblick über die Organisation des Diensthundewesens, die Hunde selbst und ihre Einsatzbereiche in der Polizeiarbeit gegeben. Jeder kennt die Bilder von Hunden im Schutzdienst auf Großveranstaltungen...aber die wenigsten haben sich vermutlich Gedanken darüber gemacht, auf welche Details in der Ausbildung geachtet werden muss, damit der Hund in den unterschiedlichen Situationen und unter Stress einwandfrei arbeitet. Auch die enorme Spezialisierung der Fährten- und Spürhunde war vielen sicher neu. Ein Hund, der gut auf Rauschgift eingearbeitet ist, sucht nicht auch nach Sprengstoff. So gilt es in der Ausbildung dieser Spezialisten das Ziel immer klar vor Augen zu haben

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Nach der Theorie folgte die Praxis. Zunächst hat Mario Rühl demonstriert, wie konzentriert und fokussiert sein Hund einen Raum nach Sprengstoff absucht und diesen verweist. Auch die folgende Aufgabe, eine Wiese nach einer abgeschossenen Patronenhülse abzusuchen, meisterte sein Hund problemlos. 

 

Der Hund eines seiner beiden Kollegen, die so nett waren, Mario Rühl an dem Abend zu unterstützen, hat ein Auto nach Rauschgift abgesucht und diesen verwiesen. 

Zum Abschluss der praktischen Demonstrationen durften die Kursteilnehmer in die Opferrolle schlüpfen und – natürlich mit Schutzhandschuh und –anzug bekleidet -  am eigenen Leib erleben wie der Schutzdienst funktioniert. 

 

Während der praktischen Demonstrationen haben die Diensthundeführer immer wieder erläutert, auf welche Details in der Ausbildung zu achten ist.

Im Anschluss haben wir den Abend am Grill mit Wildbratwurst, Salaten und kalten Getränken ausklingen lassen.

 

Wir bedanken uns herzlich bei Mario Rühl und seinem Team, dass sie uns einen Einblick in ihre Arbeit gestattet haben, bei der es viele Unterschiede, aber auch einige Parallelen zu unserer Arbeit mit den Jagdhunden gibt.


Erfolgreiche Fortbildungsveranstaltung: Erste Hilfe für Jagdhunde

Der diesjährige Erste Hilfe Kurs für Hunde des Jagdverein Hubertus Gießen e.V. fand am 29. April am Schießstand in Garbenteich statt. 

Vereinsmitglied Dr. med. vet. Stefanie Bohle unterwies 20 interessierte Teilnehmer in die Grundlagen der Erstversorgung verletzter Hunde im Jagdeinsatz. 

 

Hündin „Bosna“ von Volker Reiff ermöglichte dank unerschütterlicher Gelassenheit die Demonstration der wichtigsten Handgriffe bei Notfällen. Dazu gehören die Überprüfung von Atmung, Puls, Körpertemperatur und Schleimhäuten des verletzten Hundes. Auch Zwangsmaßnahmen wie das Zubinden des Fanges zum Schutz von Hund und Ersthelfer und die sichere Fixation des Patienten ließ sich Bosna brav gefallen. 

Verbände von Kopf bis Pfote aus allerlei Materialien – beispielsweise Taschentuch und Schal - standen ihr ebenfalls ausgezeichnet.  

Nach der theoretischen Unterweisung überprüften die Kursteilnehmer an den eigenen, sehr gehorsamen Hunden deren Vitalfunktionen und übten sich im Untersuchen und Verbände anlegen. Mögliche Unfallszenarien und Vorgehensweise besprachen die Anwesenden gemeinsam. 

 

Jüngster zweibeiniger Teilnehmer des Kurses war der 12-jährige Marc Weber. „Wer Jäger und Hundeführer werden will, muss wissen, was im Notfall zu tun ist“, sagt Vater Ralf. So durfte der künftige Jungjäger hilfreiche Informationen mit nach Hause nehmen. Auch unter den Vierläufern war Nachwuchs aktiv ins Geschehen eingebunden: Die 13 Wochen alte Deutsch Langhaar Hündin „Luder“ von Familie Marx ließ sich bereits geduldig Verbände anlegen.

 

Ganz herzlichen Dank an Renate Claus für die Bewirtung und Jörg Trautmann für das gesammelte Verbandsmaterial! 


Großes Interesse beim Abrichte- und Führerlehrgang 2018

18. April 2018

 

Am 11. April 2018 hat der Hundekurs auf der Anlage des Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung e.V. in Garbenteich begonnen. Bei herrlichem Wetter  wurden von Frau Dr. Sandra Rafalzik die „Formalitäten“ erledigt und von Lehrgangsleiter Thomas Tang die Abläufe der Ausbildung erklärt sowie erste Gehorsamsübungen durchgeführt. Ihm zur Seite standen die Hundeausbilder Arthur Grölz, Kathrin Helwig und Nicol Müller. Mit 18 Jagdgebrauchshunden verschiedenster Rassen ist der Hundekurs in diesem Jahr besonders beliebt.

 

Mit mehreren Ausbildern im Team kann nun die große Gruppe an Hunden mit sehr unterschiedlichem Ausbildungsstand und Zielen recht individuell betreut werden. Hierzu stehen mit dem Hubertus-Lehrrevier, dem bewährten Revier in Atzbach sowie wechselnden anderen Revieren (u.a. an der Lahn) ein breites Ausbildungsspektrum zur Verfügung. 

In diesem Jahr haben wir folgende Rassen in der Ausbildung: 5 Magyar Vizsla,

1 Kleiner Münsterländer, 1 Deutsch Kurzhaar, 2 Deutsch Langhaar, 1 Weimaraner Kurzhaar,1 Englisch Setter, 1 Labrador, 2 Foxterrier, 2 Deutsche Jagdterrier,  

1 Heideterrier und 1 Slovensky Kopov. Der Kurs ist mit 18 Hunden nun komplett belegt.

Die Ziele der Gespanne reichen von Prägung und Gewöhnung an die (jagdliche) Umwelt, Sozialisierung, Gewöhnung an Wasser sowie Vorbereitung auf die Jugendanlageprüfungen im Folgejahr. Über Vorbereitung auf die Brauchbarkeits-prüfung, welche wir im Herbst durchführen bis hin zur Vorbereitung auf die VGP oder weitere rassespezifische Prüfungen ist alles organisiert.

Am ersten Kurstag war es den Kursleitern zunächst wichtig, dass die Hunde (und deren Führer) sich kennenlernen. Mit speziellen Übungen zum allgemeinen Gehorsam wurde begonnen und der Ausbildungsstand der Jagdgebrauchshunde überprüft. 

 

Die Hundeführer stellten sich zu Beginn des Lehrgangs mit ihren treuen Vierbeinern und ihren Ausbildern vor dem vereinseigenem Gewässer zu einem Gruppenbild auf. 

 

Der 1. Vorsitzende Dieter Mackenrodt besuchte den Hundeausschuss zum Lehrgangsbeginn in Garbenteich und wünschte der wichtigen Hundeausbildung einen guten Verlauf und viel Freude im Lehrgang und ebenso Erfolg bei ihren Prüfungen. 


Infoabend zum Abrichte- und Führerlehrgang 2018 - noch wenige Plätze frei!

Der Infoabend für die zukünftigen Teilnehmer des Abrichte- und Führerlehrgangs fand in diesem Jahr im Vereinshaus am Schießstand statt. Eine große Zahl Interessierte informierte sich bei den Ausbildern über den Lehrgang informierten. 

Der Lehrgangsleitung (Thomas Tang) stehen mehrere Verbandsrichter und erfahrene Hundeführer zur Verfügung und man konnte den zukünftigen Teilnehmern des Lehrgangs einen Ausbildungsplan, den Ablauf des Kurses und die Ausbildungsreviere erläutern.

 

VUV-Landesobfrau Kathrin Helwig und Stellvertreterin Dr. Sandra Rafalzik erläuterten die Teilnahmevoraussetzungen für Hundeführer und Hund und die Besucher erhielten bereits ihre Prüfungstermine genannt.  Mit Arthur Grölz, Andreas Raabe und Siggi Heidlas stehen dem Lehrgang weitere sehr erfahrene Hundeführer zur Verfügung. 

Das vereinseigene Hundewasser, das Ausbildungs- und Lehrrevier am Schießstand sowie Reviere in Atzbach und Grünberg machen die Hundeausbildung bei „Hubertus“ Gießen zu einem besonderen Erlebnis. Besuche im Saugatter, Grillabende am Hundewasser, ein Besuch bei der Hundestaffel im Polizeipräsidium Mittelhessen sowie gemeinsames Übungsschießen und Jagen sind weitere Bestandteile der Ausbildung.

In die Teilnehmerliste haben sich 12 Hundeführer eingetragen, so dass der Kurs noch 3 Hunde aufnehmen kann. Der Kurs beginnt am Mittwoch den 11. April 2018 und findet jeweils Mittwochabends statt.

 

Der Vorstand wünscht der traditionsreichen Hundeausbildung im Verein ein gutes Gelingen. Wer noch Interesse an der Teilnahme hat, meldet sich bitte kurzfristig beim 1. oder 2. Vorsitzenden des Jagdverein „Hubertus“ Gießen und Umgebung e.V.