Jagdschein und Jungjäger

Berichte 2021


Erfolgreiche Abschlussveranstaltung  zum Grünen Abitur bei „Hubertus“ Gießen

7. Mai 2021

 

Zeugnisse der Jägerprüfung an 22 Jungjägerinnen und Jungjäger überreicht 

 

Das Schießen beschloss die Prüfung zur Erlangung der Jagdausübungsberechtigung, kurz Jagdschein genannt. Vorausgegangen war für die Absolventen intensives Üben und Lernen der vier Fachbereiche Wildtierkunde, Recht und Gesetze, Waffenhandhabung und Schießen sowie dem allgemeinen Jagdbetrieb.

 

Die Ausbilder des Jagdvereins „Hubertus“ Gießen und Umgebung e.V. hatten die angehenden Jungjäger  intensiv geschult und auf das „grüne Abitur“ vorbereitet. Das „grüne Abitur“ umfasst eine schriftliche Prüfung, eine im mündlich Praktischen sowie das Schießen auf dem Schießstand auf Keiler, Bock, Fuchs und den Hasen. Besonders das Schießen auf den elektrischen „laufenden“ Keiler ist eine nicht ganz einfache Angelegenheit und auch Nervensache. Hier zeigt sich die Nervenstärke. Schließlich sind die Jäger – neben der Polizei – die sichersten und zuverlässigsten Waffenbesitzer.    

 

Mit dem Prüfungszeugnis können sich die erfolgreichen Teilnehmer nun bei der Behörde ihren 1. Jagdschein ausstellen lassen. Im Kreise der Jägerprüfungskommission, den Ausbildern und dem Vorstand des „Hubertus“ Gießen wurden die Prüflinge im Anschluss der Schießprüfung in den Kreis der Jägerschaft aufgenommen.  

Hans Lang, Vorsitzender der Prüfungskommission überreichte mit den Kommissionsmitgliedern die Jägerzeugnisse, die zum Erwerb des 1. Jagdschein berechtigen. 

 

Er war voll des Lobes für die Hubertus-Jungjägerausbildung und hatte für jeden der 22 erfolgreichen Prüflinge ein paar anerkennende Worte. Er mahnte aber auch zur waid- und tierschutzgerechten Jagd und zum respektvollen Umgang mit den Wildtieren.

Hubertus-Chef Dieter Mackenrodt bedankte sich im Namen des Vereins bei der Jägerprüfungs-kommission für die faire Prüfung und das gute Klima während des Prüfungszeitraums. Dem Ausbildungsleiter Karl-Heinz Kuchenbecker gratulierte er zu den hervorragenden Prüfungsergebnissen und überreichte im Namen des Vorstandes Präsente. Es war coranabedingt keine leichte Zeit der Ausbildung. Es musste beispielsweise längere Zeit die Ausbildung per Videokonferenz durchgeführt werden. Auch die Abschlussveranstaltung mit Übergabe der Zeugnisse fand mit gebührendem Abstand im Freien auf dem Vereinsgelände des größten hessischen Jagdvereins „Hubertus“ Gießen statt.   

 

Die neuen Hubertus-Jungjäger konnten wiederum alle in Jagdreviere vermittelt werden. Die besten Teilnehmer erhielten eine Einladung zur Jagd im Hubertus-Ausbildungs- und Lehrrevier.

 

Hans Lang erinnerte die neuen Zeugnisinhaber, dass Sie nun noch keine fertigen Jäger seien. Jetzt beginne erst die praktische Ausbildung und er wünschte Ihnen von Herzen im Namen der Jägerprüfungskommission ein schönes und erfülltes Jägerleben. Der Hubertus-Vorsitzende forderte die neuen Jungjäger auf in der Öffentlichkeit für das Waidwerk einzutreten. Er ermahnte sie, dass sie „Hubertus-Giessen“ Aushängeschilder sind.

 

Die Jungjäger hätten nun ein Zeugnis mit hohem Stellenwert in der Hand. Dieses Zeugnis musste man sich redlich verdienen! Das „grüne Abitur“ ist dem Schulabitur mindestens gleich zu setzen und genieße in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Die Jungjäger beglückwünschte er für die Entscheidung längere Zeit Entbehrung von Beruf und Familie auf sich zu nehmen und erinnerte an die Ausbildungsstationen. Als neue ordentliche Mitglieder in Hessens größtem Jagdverein hätten Sie nun enorme Vorteile am Schießstand, dem Hundewasser, Sonderkonditionen beim Kauf von Kfz, Ausrüstung und Abschluss von Jagdhaftpflicht- und Hundeversicherungen. Weiterhin könnten Sie nun bei der Vereinsmeisterschaft, dem Hegeringvergleichsschießen und weiteren Fortbildungsveranstaltungen des Jagdvereins „Hubertus“ Gießen teilnehmen. Sie sind nun Mitglied in einem starken Verein, in einer starken Gemeinschaft und haben sich entschieden Verantwortung zu übernehmen für die Ihnen anvertraute Natur und deren Wildtiere. Mit bestandener Jägerprüfung gehören sie zu den am besten ausgebildeten Naturschützer im ehrenamtlichen Bereich.   

Die Tendenz der Jagdschein-Interessierten im Kreis Gießen geht seit Jahren hin zur praxisorientierten Ausbildung im Heimatverein „Hubertus“ Gießen, der sich für diese Art der Jungjägerausbildung stark macht. Nicht nur aus der Sicht des Vorsitzenden werden im Verein Jäger und nicht nur Jagdscheininhaber ausgebildet, die bereits während der Ausbildungszeit jagdliche Kontakte knüpfen. 

 

Der neue Halbjahreskurs (April-Oktober) mit 25 Teilnehmern hat bereits begonnen. Anmeldungen können wieder für das nächste Jahr 2022 angenommen werden.

 

Den Anwärtern kommt beim Jagdverein „Hubertus“ Gießen und Umgebung e.V. der eigene Schießstand mit Vereinsheim, das Hundewasser für die Hundeausbildung, eine große Präparatesammlung, das Ausbildungs- und Lehrrevier sowie die Teilnahme als Treiber bei den herbstlichen Drückjagden zugute.  

Die Jägerzeugnisse erhielten:

Rea Mathilda Betz, Gießen 

Thorsten Feindler, Schöffengrund

Thomas Flender, Driedorf

Natascha Grawitter, Hüttenberg

Johannes Grawitter, Hüttenberg

Dirk Hitzbleck, Wetzlar

Felix Jung, Grünberg

Stefan Kasseckert, Linden

Daniel Meyer, Gießen

Saskia Nemitz, Wettenberg

Mischa Neroch, Hungen

Balthasar Neubourg, Gießen

Dr. Thomas Offner, Gießen

Arndt Pfeiffer, Wetzlar

Mika Schatz, Asslar

Alexander Schaubmar, Wetzlar

Leon Schließner, Buseck

Christoph Tellkamp, Gießen

Etienne v. Kalckreuth, Gießen 

André Vogel, Wetzlar

Timotheus Volkmar, Kalletal

 

Dr. Sascha von Grote, Linden


Mit der Jägerprüfungskommission, dem Hubertus-Vorstand und Ehrenmitgliedern hatten sich viele Ehrengäste bei der traditionellen Zeugnisübergabe auf der Freifläche vor dem Vereinshaus auf dem Schießstandgelände eingefunden. In diesem Rahmen überreichte die Ausbildungsleitung den neuen Jungjägerinnen und Jungjägern auch die Bescheinigungen der Teilnahme am Fangjagdlehrgang, der Schulung zur Kundigen Person im Sinne des Fleischhygienegesetzes und der Fortbildungsveranstaltung Trichinenbeprobung beim Schwarzwild. Wegen der aktuellen Lage fand die Zeugnisübergabe mit einem gut durchdachten Hygienekonzept im Freien statt. Die Veranstaltung bereitete dennoch allen Beteiligten viel Freude!


Reviertag mit dem Hubertus-Jungjägerkurs

5. März 2021

 

Abwechslungsreiche und praktische Ausbildung im Revier

 

Das „Grüne Abitur“ will gut vorbereitet sein. Zur Prüfung wird nur zugelassen, wer an einem offiziell anerkannten Ausbildungslehrgang mit praktischen Unterweisungen teilgenommen hat. Daher besuchte der aktuelle Jungjägerkurs in Biebertal den Revierbetreuer Torsten Maikranz zu einer Einweisung im Hochsitzbau.  

Die angehenden Jungjäger erfuhren welche Aufgaben und Arbeiten im Jagdrevier anfallen und wie ein Hochsitzbau abläuft. 

 

Torsten Maikranz und David Barcklow betreuten den Hochsitzbau und stellten gemeinsam mit ihren Gastgebern eine Ansitzeinrichtung fertig. Ein Erinnerunsfoto mit genügend Abstand vor dem Hochsitz durfte natürlich nicht fehlen.


Wanderpokal BESTE JÄGERPRÜFUNG

4. Februar 2021

Im Rahmen einer Jagd im Revier des „Hubertus“-Vorsitzenden Dieter Mackenrodt war der Jungjäger Leon Pfeifer aus Asslar nach Biebertal eingeladen worden.

 

Den Wanderpokal, einen bronzenen Adler auf  Holzfuß, erhielt als „Prüfungsbester“ der Herbstprüfung 2020 unser Jungjäger Leon Pfeifer. Der „Hubertus“-Vorsitzende wünschte Leon Pfeifer ein erfülltes und erlebnisreiches Jägerleben und gratulierte ihm zu dem  hervorragenden Prüfungsergebnis im Herbst letzten Jahres. Coronabedingt konnte der begehrte Wanderpokal bisher noch nicht in größerem Rahmen übergeben werden. Daher lud der „Hubertus“-Chef den aktiven Jungjäger zur Übergabe ein. Nach einem wildreichen Ansitz ließen beide das vergangene Ausbildungsjahr Revue passieren und besprachen die jagdlichen Perspektiven im Kreis Gießen.

 

Der Wanderpokal war 2019 durch unser Ehrenmitglied Wilfried Graf aus Anlass seines  85. Geburtstags unserem Verein gestiftet worden. Wir hatten darüber berichtet.

 

Bei der Übergabe des Pokals erinnerte Dieter Mackenrodt an den Anspruch sowohl zu sich selbst als auch für die Verantwortlichkeit gegenüber der Natur zu stehen. Anspruch zu sich selbst heißt bspw. den Schöpfer im Geschöpfe zu erkennen und ehren.

 

Deutschland erlebt seit Jahren einen Jagdscheinboom. Mittlerweile sind zwischen Nordsee und den Alpen rund 390 000 Menschen Besitzer eines Jagdscheines. Während zur Zeit der Frauenanteil bei  15 % liegt, ist in den aktuellen Jagdscheinkursen bereits jede 4. Teilnehmerin weiblich.Während Frauen früher eher dem Mann zuliebe den Jagdschein mitgemacht haben, gibt es heute viele Überzeugungstäter; ein großer Teil davon unter 30 Jahren. 

 

Auch das Interesse an gutem Fleisch, besonders an Wildbret, also an Fleisch von freilebenden Tieren, die dem Jagdrecht unterliegen, scheint bei den Jagdscheinanwärtern eine wichtige Rolle zu spielen. Viele Menschen achten immer stärker auf eine gesunde Ernährung mit Fleisch aus natürlicher und artgerechter Umgebung.

 

Die Jägerkurse im „Hubertus“ Gießen sind Halbjahreskurse und bieten vom Schüler bis zum Rentner, vom Arbeiter bis zum Spitzenverdiener einen leicht erlernbaren Stoff für die Prüfung.

 

Der nächste Vorbereitungslehrgang zur Jägerprüfung des „Hubertus“ Gießen findet von April bis Oktober 2021 statt. 

 

 

Dieter Mackenrodt, Vorsitzender des Jagdvereins „Hubertus“ Gießen und Umgebung 

und Vizepräsident im Landesjagdverband Hessen e.V. bedankt sich an dieser Stelle noch einmal bei unserem Ehrenmitglied Wilfried Graf für den gestifteten  Wanderpokal und wünscht ihm und seiner lieben  Gattin weiterhin beste Gesundheit und Waidmannsheil.