Newsletter aus dem LJV Hessen

Immer bestens informiert sind Sie mit den Neuigkeiten aus dem Deutschen Jagdverband-Jagdnetz.

 

Hier haben wir die aktuellsten Informationen für Sie zusammengestellt. 


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Hessischer Landesjägertag mit Landestrophäenschau

22. Mai 2018

 

am Freitag, 25. Mai 2018 um 16.30 Uhr (Einlass ist um 16.00 Uhr) stellen sich die jagdpolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen den Fragen unseres Moderators Heiko Hornung. Die Jägerschaft sollte möglichst zahlreich vertreten sein. Daher bitten wir alle Vereine, insbesondere aus der näheren Umgebung, wie Fulda, Gelnhausen, Lauterbach, Oberhessen, Schlüchtern, Bad Hersfeld und Hünfeld um Unterstützung. 

Bitte leiten Sie diese Einladung und den Hinweis auf die jagdpolitische Podiumsdiskussion an Ihre Mitglieder weiter, damit wir ein großes starkes Publikum sind!

 

Wir laden Sie herzlich ein zum

Hessischen Landesjägertag mit Landestrophäenschau 

am Freitag, 25. Mai 2018 und Samstag, 26. Mai 2018

im Hotel Maritim am Schlossgarten in Fulda 

 

Programm:

 

Freitag, 25. Mai 2018

 

9.30 Uhr  

Exkursion zur Grünbrücke an der A 7                 

Anmeldung an: info@ljv-hessen.de

Treffpunkt: Busabfahrt an der Pauluspromenade, 36037 Fulda

 

16.30 Uhr  

Jagdpolitische Podiumsdiskussion mit den Parteien CDU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und AfD

im „Fürstensaal“ im Stadtschloss Fulda

Schlossstraße 1, 36037 Fulda

Moderation: Heiko Hornung

Einlass: 16.00 Uhr   

 

19.00 Uhr Hubertusmesse in der Stadtpfarrkirche St. Blasius

Unterm Heilig Kreuz 1, 36037 Fulda

 

Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie unter www.tourismus-fulda.de

Parkmöglichkeiten: Q-Park am Stadtschloss, Heertorplatz 1, Fulda

Weitere Parkmöglichkeiten: http://bit.ly/parken-fulda

Stadtschloss, Hotel Maritim und die Stadtpfarrkirche liegen in unmittelbarer Nähe und sind fußläufig erreichbar.

 

Samstag, 26. Mai 2018

 

10.00 Uhr:  Repräsentative Hauptversammlung des Landesjagdverbandes Hessen e. V.

  • Hörnerklang
  • Begrüßung durch den Präsidenten des LJV Hessen, Prof. Dr. Jürgen Ellenberger
  • Grußworte
  • Ansprache Staatsministerin Priska Hinz
  • Jagdpolitische Ausführungen des Präsidenten des LJV Hessen e. V.
  • Mitteilungen des Deutschen Jagdverbandes, DJV-Vizepräsident Dr. Hermann Hallermann
  • Übergabe des Staatsehrenpreises für Lebensraumgestaltung
  • Verleihung der Hegemedaille Sonderstufe Gold
  • Gäste haben das Wort

 

Landestrophäenschau

Rolf W. Becker, Naturschutzreferent des LJV Hessen:

„Die hessischen Schalenwildbestände und ihre Streckenergebnisse aus dem Jagdjahr 2016/17“

 

Wir würden uns sehr freuen, Sie in Fulda begrüßen zu dürfen.

 

Herzliche Grüße 

Markus Stifter

Pressesprecher


Gemeinsam gegen den Mähtod

3. Mai 2018

 

Autor und Fotograf: Markus Stifter

 

Der Landesjagdverband Hessen hat am 19. April eine Expertenrunde nach Lich zum Runden Tisch „Jungwildrettung“ eingeladen. Gemeinsam wollen alle Beteiligten schon in dieser Mähsaison durch eine engere Zusammenarbeit noch mehr Rehkitze, Junghasen und Bodenbrüter vor dem Mähtod retten. Denn immer noch sterben jedes Jahr rund 90.000 Rehkitze unter dem Kreiselmäher, so schätzt die Deutsche Wildtierstiftung.

 

„Wichtig ist eine schnelle und reibungslose Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Der Jäger muss einige Tage vor dem Mähtermin informiert sein und kann dann den Einsatz mit den Helfern organisieren“, so Dr. Nikolaus Bretschneider-Herrmann, Vize-Präsident des Landesjagdverbandes.

 

Am Vorabend vor den Mähtermin werden Scheuchen, Radios oder spezielle Wildwarnsysteme auf der Wiesenfläche platziert, die Muttertiere davon abhalten sollen ihren Nachwuchs auf dieser Wiese abzulegen oder sie aus der Wiese zu holen. Ungewohnte optische und akustische Signale werden auch von speziellen „Wildwarnern“ abgegeben, die im Handel verfügbar sind. Die Scheuchen dürfen allerdings nur kurz vor dem Mähen eingesetzt werden, da sich das Wild sonst schnell daran gewöhnt. Auch kann der Landwirt bereits am Vorabend einen Streifen anmähen, damit das Wild die Gefahr rechtzeitig erkennt und über Nacht flüchtet.

 

Bevor der Landwirt dann am nächsten Morgen mit dem Mähen beginnt, kommen die Helfer evtl. sogar mit technischer Unterstützung aus der Luft zum Einsatz und suchen aktiv die oft mehrere Hektar großen Wiesen ab. Mit modernen Wärmebildkameras ausgestattet, können Flugdrohnen aus bis zu hundert Metern Höhe ein Kitz sicher erkennen. Die Kameras sind heute so sensibel, dass der Einsatz auch an sehr warmen und sonnigen Tagen möglich ist. Zeigt sich ein Kitz auf dem Monitor oder findet einer der Helfer mit oder ohne Hund ein Kitz, wird es mit Handschuhen und auf einem Grasbüschel aus der Wiese getragen. Dabei bekommen die Jäger auch Unterstützung von Kitzrettungsstationen.

 

 

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz einer „Schallkanone“ direkt am Mähwerk, die durch einen lauten Warnton die Muttertiere zur Flucht veranlasst. Dort wo das Muttertier aufsteht, ist in den meisten Fällen auch das Kitz abgelegt und kann so schneller aufgefunden werden.

 

Besonders wichtig ist es, dass nach der Suche – egal ob zu Fuß oder aus der Luft – unmittelbar mit dem Mähen begonnen wird. Vergeht auch nur eine Stunde, kann es sein, dass die Ricke bereits wieder ein Kitz in das sicher geglaubte Gras ablegt.

Der Landwirt mäht am besten von innen nach außen, um den Tieren noch eine Flucht in die Randbereiche zu ermöglichen. Denn die scheuen Tiere gehen ungern tagsüber über offene Flächen.

 

Die Jägerinnen und Jäger sind sich sicher, so in diesem Jahr noch mehr Kitze vor dem Mähtod retten zu können und begrüßen die Unterstützung durch freiwillige Helfer, die sich dem Tierschutz verpflichtet fühlen.

 

Die Jäger weisen darauf hin, dass Jungtiere häufig in hohem Gras abgelegt werden. Das sei ein normales und natürliches Verhalten. Deshalb sollten Jungtiere an Tagen, an denen nicht gemäht wird, auf keinen Fall berührt oder weggetragen werden.

 

Download LJV-Merkblatt Kitzrettung

Vorsichtig wird das Kitz aus der Wiese getragen. Es soll dabei keine menschliche Witterung annehmen. Foto: Markus Stifter
Vorsichtig wird das Kitz aus der Wiese getragen. Es soll dabei keine menschliche Witterung annehmen. Foto: Markus Stifter

Informationsschulungen zur Afrikanischen Schweinepest

18. April 2018

 

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz führte im März in Zusammenarbeit mit den drei Regierungspräsidien Kassel, Gießen und Darmstadt Informationsveranstaltungen zur Afrikanischen Schweinepest durch. Der Landesjagdverband war an allen drei Standorten in Wettenberg, Melsungen und Idstein vertreten. 

 

Insgesamt waren rund 500 interessierte Jägerinnen und Jäger und einige Landwirte gekommen, um sich über den aktuellen Stand der ASP und die Präventionsmaßnahmen zu informieren. Auch für den Eintritt des Seuchenfalls hat das Ministerium einen Maßnahmenkatalog entwickelt. Doch soweit ist es noch nicht: Die letzten Seuchenfälle in der Region Zlin in Tschechien und in Warschau liegen rund 300 Kilometer von der deutschen Landesgrenze entfernt.

 

Insbesondere die lange Haltbarkeit des Erregers von bis zu 15 Wochen in gekühltem Fleisch oder ein Jahr in Parma-Schinken machen den Veterinärmedizinern Sorge. Gilt doch eine Einschleppung über kontaminierte Rohwurst- oder Schinkenwaren derzeit als am wahrscheinlichsten. 

 

Dr. Isabelle Koulen vom Regierungspräsidium Gießen und Dr. Gisela Isa vom HMUKLV informierten in einem rund einstündigen Vortrag und gingen intensiv auf die von den Gästen gestellten Fragen ein. Die Jägerinnen und Jäger sollen verstärkt auf verhaltensauffällige Schwarzkittel achten.

 

Neben Abgeschlagenheit, erhöhter Atemfrequenz und Bewegungsstörungen trat bei infizierten Tieren hohes Fieber auf. Der Tod der Tiere tritt nach 6 bis 10 Tagen nach Ausbruch der Krankheit ein, die Sterblichkeit liegt bei nahezu 100 %. Bis zum heutigen Tag ist kein Impfstoff gegen die ASP verfügbar. In der aktuellen Präventionsphase gilt die Reduzierung der Wildschweindichte als wichtigstes Mittel, um die Ausbreitung und Ansteckungsgefahr im Seuchenfall zu minimieren. Hessen stellt im Doppelhaushalt 500.000 € für Maßnahmen zur ASP zur Verfügung. 

 

In diesem Zusammenhang wurde auf das verstärkte Monitoring bei Indikatortieren mittels Tupferprobe hingewiesen, denn bei einem Seucheneintrag sei der Virusnachweis in Indikatortieren am wahrscheinlichsten. Ab 15. Februar erhalten Jagdausübungsberechtige oder deren Beauftragte € 30,- als Aufwandsentschädigung für jede untersuchungsfähige Probe, die bei den Veterinärbehörden angeliefert wird.

LJV-Vizepräsident Dieter Mackenrodt, Karl Apel, Dr. Isabelle Koulen, Dr. Gisela Isa, Dr. Wolfgang Kulow (Bild: Markus Stifter)
LJV-Vizepräsident Dieter Mackenrodt, Karl Apel, Dr. Isabelle Koulen, Dr. Gisela Isa, Dr. Wolfgang Kulow (Bild: Markus Stifter)

Ministerialrat Karl Apel zeigte sich erfreut darüber, dass auf den Regiejagdflächen von HessenForst im Jagdjahr 2017/2018 eine Rekordstrecke erreicht wurde. 

 

Die hessenweiten Zahlen liegen beim Landesjagdverband im Spätsommer vor, erste Rückmeldungen aus den Hegegemeinschaften bestätigen jedoch diesen Trend. Die hessischen Jägerinnen und Jäger haben mit großem Engagement gejagt, revierübergreifende Bewegungsjagden organisiert und damit einen wichtigen Beitrag geleistet, um die Ausbreitung der ASP im Seuchenfall so gering wie möglich zu halten. Auch jetzt gilt es, vor allem Frischlinge und nicht führende Überläufer zu erlegen. 

 

In der Diskussion wurde schnell klar, dass der Absatz von Wildbret momentan nur sehr schwer möglich ist und die Preise für Wildbret in den vergangenen Monaten stark gefallen sind. Dies liegt einerseits daran, dass der Markt durch die wohl wesentlich höhere Strecke gesättigt sei, zudem die Berichterstattung in den Medien über die „Pest bei Schweinen“ zu einer Kaufzurückhaltung bei den Verbrauchern führt. Der Landesjagdverband plant deshalb gezielte Pressemitteilungen zum Beginn der Grillsaison, um den Verbrauchern Lust auf „wildes Grillen“ zu machen.

  • Bitte abonnieren Sie dringend den E-Mail-Newsletter des LJV. Sie sind dann immer als erstes informiert sobald es Neuigkeiten zur ASP gibt: www.ljv-hessen.de/newsletter

Die Anmeldung und der Newsletter sind selbstverständlich kostenfrei. Sollten Sie den Newsletter nicht mehr wünschen, kann dieser einfach wieder abbestellt werden.

 

Wer noch bis zum 15. Mai 2018 seine E-Mailadresse einträgt, hat zudem die Chance einen tollen Preis zu gewinnen! Nähere Infos finden Sie auf der Homepage unter „Gewinnspiel“.


Newsletter vom 20. März 2018

Liebe Vorsitzende der hessischen Jagdvereine,

liebe Vorsitzende der Hegegemeinschaften,

 

die hessische Umweltministerin Priska Hinz würdigt den Einsatz ehrenamtlicher Tierschützerinnen und Tierschützer und startet 2018 eine neue Ausschreibung zum Hessischen Tierschutzpreis:

 

„Der Schutz von Tieren ist ein gesellschaftlicher Anspruch und ein politisches Ziel, das die Landesregierung intensiv verfolgt. Ich danke denjenigen, die sich ehrenamtlich für den Tierschutz einsetzen. Sie verdienen unsere Anerkennung und unseren Respekt“, sagte Umweltministerin Priska Hinz anlässlich der Ausschreibung des Hessischen Tierschutzpreises in Wiesbaden. Mit der Auszeichnung des Umweltministeriums werden Personen oder Organisationen aus Hessen für ihr Engagement geehrt und erhalten ein Preisgeld von 3.000 Euro.

 

Bereits seit über 20 Jahren verleiht das Land Hessen den Tierschutzpreis und war im Jahr 1997 das erste Bundesland, welches ehrenamtliche Tierschützer für ihr uneigennütziges Engagement auszeichnete. So konnte beispielsweise im vergangenen Jahr der Verein Tierfreunde Dieburg e.V. ausgezeichnet werden. „Der Verein wurde für mehr als 25 Jahren vorbildliche Tierschutzarbeit und sein herausragendes Engagement bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderung geehrt“, lobte Ministerin Hinz.

„Tiere brauchen unseren Schutz. Sie sollen in Würde und Unversehrtheit leben können. Deshalb sorgen wir als Umweltministerium für mehr Tierwohl in hessischen Ställen, mehr Lebensraum für wildlebende Tiere und mehr Schutz für Haustiere. Einen wichtigen Beitrag leisten die ehrenamtliche Tierschützerinnen und Tierschützer, denen wir mit dem Preis einen Anreiz geben möchten, diese wertvolle Arbeit fortzusetzen“, sagte die Ministerin.

 

Hessische Bürgerinnen und Bürger, in Hessen vertretene  Tierschutzorganisationen sowie staatliche Ämter für Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen können mögliche Preisträger vorschlagen, die besondere ehrenamtliche Leistungen für den Tierschutz auf folgenden Gebieten erbracht haben:

  • Schutz und Betreuung frei lebender herrenloser Tiere
  • Artgerechte Tierhaltung in Tierheimen
  • Praktische Hilfe für in Not geratene Tiere
  • Einsatz für einen besseren Umgang von Menschen und Tieren
  • Bemerkenswerte Öffentlichkeit für den Tierschutz oder auch
  • Sonstige Initiativen zur Verbesserung des Tierschutzes

Die erforderlichen Teilnahmeunterlagen stehen als Download unter www.tierschutz.hessen.de zur Verfügung. Bei Bedarf können die Unterlagen auch bei der Landesbeauftragten für Tierschutz, Dr. Madeleine Martin, Mainzer Straße 80, 65189 Wiesbaden per E-Mail unter tierschutz@umwelt.hessen.de angefordert werden.

Einsendeschluss ist der 1. Juni 2018.

 

Downloads:

Schlagen Sie mögliche Preisträger wie Vereine oder Hegegemeinschaften aber auch das Engagement von einzelnen Personen für den Tierschutzpreis vor!

 

Herzliche Grüße

 Markus Stifter, Pressesprecher


Newsletter vom 15. März 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Vorsitzende der hessischen Jagdvereine,

 

mit zwei Urteilen hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 27. Februar 2018 zwei Sprungrevisionen der Länder Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg überwiegend zurückgewiesen. Damit sind Diesel-Fahrverbote in den betroffenen Städten Düsseldorf und Stuttgart möglich, müssen jedoch verhältnismäßig bleiben.

Die Deutsche Umwelthilfe hat bereits angekündigt weitere Verfahren auch gegen hessische Städte mit Nachdruck voranzutreiben. Betroffen davon könnten auch Gießen, Limburg, Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden sein, da in diesen Städten die Stickoxidgrenzwerte ebenfalls überschritten werden.

 

Die Mehrzahl der Jägerinnen und Jäger nutzt dieselangetriebene Fahrzeuge im Revier und hat sich auf die Versprechen der Hersteller verlassen, dass die Fahrzeuge besonders sparsam und umweltschonend seien. Viele Modelle werden sogar nur mit Dieselantrieb angeboten. Der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen e. V. fordert nun Umweltministerin Priska Hinz auf, für Jäger eine Ausnahmegenehmigung – ähnlich wie für Taxifahrer oder Handwerker – zu erteilen, sollte es tatsächlich zu Fahrverboten für bestimmte Dieselfahrzeuge in Innenstädten kommen.

 

„Die Jägerschaft leistet einen enorm wichtigen Dienst für die Gesellschaft, entsorgt Fallwild oder liefert auch wichtige Kontrollproben bei Veterinärbehörden ab, um z. B. ein Auftreten der ASP frühestmöglich zu erkennen. Auch die Belieferung von Restaurants, Metzgereien oder Privatpersonen mit Wildbret darf nicht unnötig erschwert werden. Es kann nicht sein, dass Jäger/innen mit bestimmten Dieselfahrzeugen nicht mehr in die Städte fahren dürfen“, so Prof. Dr. Jürgen Ellenberger.

 

Herzliche Grüße

Markus Stifter, Pressesprecher

Dieselfahrverbote für Revierfahrzeuge? Der LJV Hessen fordert Ausnahmegenehmigungen für Jäger/innen. Quelle: Paulina101/Pixabay.com
Dieselfahrverbote für Revierfahrzeuge? Der LJV Hessen fordert Ausnahmegenehmigungen für Jäger/innen. Quelle: Paulina101/Pixabay.com

Newsletter vom 13. März 2018

Sehr geehrter Herr Mackenrodt.

liebe Vorsitzende der hessischen Jagdvereine,

 

der Hessische Rundfunk möchte für die Hessenschau einen Beitrag über den "Frühjahrsputz im Revier" produzieren. Wir suchen daher dringend Jäger/innen, die sich an der Aktion des DJV (siehe unten) beteiligen und sich bei der Aufräumaktion mit der Kamera begleiten lassen. Ein tolles Thema, mit dem wir uns in der Öffentlichkeit gut darstellen können! Wer von Ihnen wäre mit dabei?

Bitte nennen Sie mir auch mögliche Termine und den Ort Ihres Reviers per E-Mail an

markus.stifter@ljv-hessen.de .

 

Ich melde mich Anfang der kommenden Woche zurück, sobald ich mit dem HR einen Termin abgestimmt habe.

 

Herzliche Grüße und Waidmannsheil

Markus Stifter - Pressesprecher

 

Frühjahrsputz im Revier

Altglas im Gebüsch, Autoreifen am Wegrand und jede Menge illegal entsorgter Verpackungsmüll. Da hilft nur eins: aufräumen! Mit der Aktion "Frühjahrsputz" machen sich Jägerinnen und Jäger aus Hessen stark für den Natur- und Artenschutz. Der Deutsche Jagdverband (DJV) sammelt Bilder von Putzaktionen und verlost attraktive Preise.

 

(Bad Nauheim, 6. März 2018) Das Frühjahr ist die beste Zeit, um im Revier klar Schiff zu machen. Deutschlandweit befreien Jägerinnen und Jäger jetzt ihre Reviere von Müll und Unrat. Der Deutsche Jagdverband (DJV) ruft alle Jägerinnen und Jäger auf, ihre Arbeit zu dokumentieren und Fotos unter dem Stichwort "Frühjahrsputz" einzusenden.

Verpackungsreste, die von Wildtieren gefressen werden können, stellen ebenso eine erhebliche Gefahr dar wie Metallteile und Drähte, in denen sich Tiere verfangen können. Verpackungsreste und Schnüre finden immer wieder den Weg in Vogelnester, mit fatalen Folgen: Das Regenwasser kann nicht ablaufen, die Jungvögel erfrieren oder ertrinken. "Jedes Frühjahr stehen wir vor Bergen von illegal entsorgtem Müll in unseren Revieren", sagt Prof. Dr. Jürgen Ellenberger,  Präsident des Landesjagdverbandes Hessen und zuständig für den Naturschutz im DJV-Präsidium. "Da hilft kein Jammern. Wir müssen anpacken und freuen uns über jede helfende Hand."

 

Wird die Arbeit dokumentiert, prämiert der DJV die schönsten Bilder  mit einer Wildkamera der Firma Dörr, einer DJV-Thermoskanne sowie einem DJV-Auto-Schonbezug. Unter allen Einsendungen werden weitere Preise verlost.

 

So gelingt der Frühjahrsputz: 

  1. Organisation im Revier oder Hegering
  2. Klärung der Entsorgung des Mülls mit Ordnungsämtern oder Recyclinghöfen
  3. Einladung von Interessierten und Naturfreunden, beispielsweise über soziale Medien
  4. Anpacken, einen schönen Tag verbringen und Gutes leisten

Der DJV bittet Jägerinnen und Jäger, Fotos und Texte von ihrem Frühjahrsputz bis zum 31. März 2018 einzureichen - per E-Mail (pressestelle@jagdverband.de), auf Twitter oder über Instagram. Folgende Hashtags sollten verwendet werden: #frühjahrsputz #jägergegenmüll #DJVgewinnspiel.

 

Die Aktion "Frühjahrsputz" bietet sich an, um über Jagd, Natur und heimische Wildtiere zu informieren. Einem anschließenden gemütlichen Angrillen steht nichts im Wege - natürlich mit Wildbret!


Es geht wieder los: Sinnlose Schonzeit für Fuchs und Waschbär gefährdet den Artenschutz!

(Bad Nauheim) Am 1. März beginnt die Schonzeit für Füchse und Waschbären, die im April 2016 in der neuen hessischen Jagdverordnung verankert worden ist. Besonders zur Brutzeit von seltenen Bodenbrütern wie Feldlerche, Kiebitz und Rebhuhn stellt die Schonzeit ein großes Problem dar. Aber auch junge Feldhasen oder die wenigen Feldhamster sind in der ausgeräumten Kulturlandschaft ihren Fressfeinden hilflos ausgesetzt.

 

Neben der Verbesserung der Lebensräume ist die Bejagung die effektivste Möglichkeit, um den hohen Fraßdruck auf die Jungtiere und die auf den Nestern sitzenden Elterntiere zu verringern. „Eine Schonzeit für Fuchs und Waschbär in den Frühjahrs- und Sommermonaten steht völlig im Widerspruch zum Artenschutz, den die Jägerinnen und Jäger in Hessen jeden Tag in ihren Revieren leisten“, sagt Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes Hessen.

Viele Gelege z. B. von Rebhühnern werden gefressen und die darauf sitzenden Hennen fallen Raubsäugern zum Opfer. Andreas Mohr, Leiter des Rebhuhnhegerings Wetterau hat die Ergebnisse einer Studie der Göttinger Wildbiologen bei einem eigenen Versuch bestätigen können. Auch bei ihm wurden 75 % der Gelege gefressen. „Wenn nur 25 % der Rebhühner den Fressfeinden entkommen, brauchen wir uns über den teilweise bedrohlichen Zustand unserer Feldvogelbesätze nicht zu wundern“, sagt Mohr überzeugt.

„Wir müssen in Hessen auf eine wissensbasierte Regelung zurückkommen. Auch Füchse und Waschbären ziehen in den Frühjahrs- und Sommermonaten ihre Jungtiere auf – deshalb stehen die Elterntiere bereits seit Jahrzehnten unter dem Schutz des Bundesjagdgesetzes“, so Ellenberger weiter.

 

„Durch das Bejagungsverbot der Jungfüchse spitzt sich die Situation weiter zu. Jungfüchse zu bejagen, ist kein Vergnügen, aber angesichts der Fleischmengen von 400 bis 500 Gramm, die ein ausgewachsener Fuchs täglich zu sich nimmt, brauchen gerade die Bodenbrüter in den ausgeräumten Feldern eine spürbare und frühe Entlastung vor dem hungrigen Raubwild. Deshalb ist für uns Jäger auch der Fang mit zertifizierten und tierschutzgerechten Fallen ein höchst effektives Mittel.“

 

Mit der Schonzeit für den Waschbären widerspricht die hessische Jagdverordnung auch einer EU-Verordnung zur Eindämmung invasiver gebietsfremder Arten. Nach der öffentlichen Anhörung, die am 20. November 2017 endete, hat das Umweltministerium bis heute keine Managementpläne vorgelegt, die eine weitere Ausbreitung des nordamerikanischen Kleinbären verhindern könnten. „Die Jagd ist dafür ein unverzichtbares Mittel und darf nicht unsinnig eingeschränkt werden.“

 

Jürgen Ellenberger fordert die hessische Umweltministerin Priska Hinz auf, die EU-Verordnung umzusetzen und die Schonzeit für Waschbären sofort aufzuheben: „Die Bewohner des ländlichen Raums haben häufig Probleme mit dem Waschbären in ihren Häusern oder Gärten – diese gehen im Oktober genauso an die Wahlurnen, um einen neuen hessischen Landtag zu wählen, wie die rund 20.000 im Landesjagdverband organisierten Jägerinnen und Jäger.“

 

Schäden von Waschbären können Bürger auf der Webseite www.waschbaerschaeden.de kostenlos melden. Der Landesjagdverband sammelt diese Meldungen und leitet sie an die hessische Landesregierung weiter.

 

Weitere Informationen: Immer mehr Waschbären in Deutschland

Im Jahr 1934, ursprünglich zur ,,Bereicherung" der heimischen Tierwelt ausgesetzt, stand der Waschbär die folgenden 20 Jahre unter Naturschutz. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurden in Deutschland kritische Stimmen laut. Hessen nahm ihn als erstes Bundesland ins Jagdrecht auf, doch erst seit 1990 steigt die Jagdstrecke merklich an. In einigen Bundesländern, wie auch in Hessen, unterliegt er vom 1. März bis 31. Juli der Schonzeit. Dies erschwert die Bejagung und eine Zurückdrängung der Art. Denn schon längst sind Wald- und Feldlandschaften vom Nordosten bis in den Südwesten Deutschlands in unterschiedlichen Dichten besiedelt. Als Neubürger hat er kaum natürliche Fressfeinde, welche die Ausbreitung in Deutschland stoppen könnten.

 

Das Ausmaß seiner Verbreitung verdeutlichen die Zahlen des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD): Im Vergleich zu 2006 meldeten im Jahr 2013 fast doppelt so viele Reviere ein Vorkommen des Kleinbären. Deutschlandweit ist nun fast jedes zweite Revier in Waschbärhand, im Kerngebiet (Brandenburg, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) liegt die Zahl mit 71 Prozent sogar noch deutlich höher. Regelmäßig erheben Jäger in über 25.000 Revieren Daten zum Waschbären und anderen Neozoen, die wissenschaftlich ausgewertet werden. Das entspricht etwa der Hälfte der land- und forstwirtschaftlichen Fläche Deutschlands. Damit bieten sie das umfangreichste Monitoring bundesweit. (Quelle: Deutscher Jagdverband e. V.) 

 

Quellenangaben:

Pressemitteilung Nr. 070/17 vom 22.02.2017

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

„Kabinett beschließt neue Regeln zum Schutz der Artenvielfalt vor invasiven Arten