Aktionen in Schulen und Kindergärten

Die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist uns ein großes Anliegen. Besonders der Naturschutz ist ein wichtiges Thema in heutigen Zeiten von Computer, Tablet und Co. 

 

Gemäß unseren Zielen, die artenreiche Tier und Planzenwelt zu schützen, sehen wir es als unsere Pflicht, bereits die Jüngsten für dieses Thema zu sensibilisieren. 

 

Lesen Sie hier alles über unsere aktuellen Aktivitäten in diesem Bereich. Ältere Artikel lesen Sie in unseren Archiven (siehe Navigation links).


Verleihung der Hegemedaille "Sonderstufe Gold“ des Landesjagdverband Hessen an die Gruppe Lernort-Natur

24. Mai 2022

 

Auf Vorschlag des Jagdverein „Hubertus“ Gießen und Umgebung hat der LJV Hessen im Rahmen des Landesjägertag 2022 in Gladenbach der Gruppe Lernort-Natur die Hegemedaille „Sonderstufe Gold“ verliehen. 

 

Die Gruppe Lernort Natur des Jagdvereins Hubertus Gießens und Umgebung setzt sich aktiv dafür ein, Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen, die Jagd und Natur näher zu bringen. Mit großem ehrenamtlichem Engagement besuchen sie Kindergärten oder Schulen und informieren über die Lebensweisen unserer Wildarten und die vielfältigen Aufgaben der Jägerinnen und Jäger. Aber auch bei Vereinsveranstaltungen sind sie immer dabei und stehen als vorbildliches Aushängeschild der Jägerschaft auch den Erwachsenen, die bisher nur wenig Berührungspunkte mit der Jagd hatten, für Fragen zur Verfügung.  

 

Die stetig wachsende Gruppe baut ihre Tätigkeiten immer weiter aus. Mit viel Eigeninitiative suchen sie aktiv nach Kooperationen, so zum Beispiel mit der örtlichen Nabu-Ortsgruppe oder der Stadt Pohlheim. In diesem Sommer werden sie zum Beispiel einen ganzen Tag die Ferienspiele der Stadt Pohlheim mit ausrichten und die Kinder mit viel Spaß in die faszinierende Welt unserer Wildtiere entführen.  

Die vorbildlichen und sehr engagierten Bemühungen dieser Gruppe im Bereich Lernort Natur stellen einen wichtigen Teil der Naturschutzarbeit von uns Jägerinnen und Jägern dar. Denn nur wenn die nächste Generation auch die Möglichkeit hat, die Natur in all ihren Facetten kennenzulernen, werden sie diese auch zu schätzen wissen und entsprechend schützen.

 

Die Hegemedaille „Sonderstufe Gold“ nahmen  Frau Dr. Michaela Hönig, Ralf Weber und Dieter Jüttemeier im Rahmen des Landesjägertages 2022 in Empfang. Frau Dr. Hönig bedankte sich im Rahmen der Gruppe für diese besondere Auszeichnung und informierte den „Landesjägertag“ über das engagierte ehrenamtliche Engagement im Bereich der Umweltbildung, einem wichtigen Bereich der Naturschutzarbeit . 

 

Der Jagdverein „Hubertus“ Gießen und Umgebung gratuliert der Gruppe Lernort-Natur im „Hubertus“ Gießen zu dieser besonderen Auszeichnung! 


Erfolgreiche Rebhuhn Pflege der Gruppe Lernort Natur des JV Hubertus Gießen

6. April 2022

 

Mitglieder der Gruppe Lernort Natur unter fachkundiger Leitung von Ralf Weber und Dieter Jüttemeier setzen sich aktiv für die Rebhuhn-Pflege im Lehrrevier Garbenteich des JV Hubertus Gießen ein. Mit Erfolg: Im Jahr 2021 konnten 6 Rebhuhn-Ketten gesichtet werden. Damit liegt das Revier im Hessen-Monitoring der Rebhuhn Zählung auf den vordersten Plätzen. In Deutschland wird das Rebhuhn als stark gefährdet auf der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten geführt, die deutsche Wildtierstiftung schätz nur noch circa 50.000 Brutpaare in ganz Deutschland. Die Rebhuhn Hege wird vom Landkreis Gießen unterstützt in Form von Futtermitteln und Behältern.

Erfolgsfaktoren: Deckungsstruktur, Äsungsangebot und Prädatoren Bejagung

 

Die Experten von JV Hubertus Gießen erläutern drei Faktoren für die erfolgreiche Rebhuhn-Ansiedlung: 

 

1. Deckungsstrukturen wie Hecken und ausreichend hohe Altgrasraine an Wegen, Gräben und zwischen den Feldern sind ausschlaggebend für die Höhe der Brutpaardichte. Als Neststandort wird ein Platz mit dichter Vegetation und einem möglichst hohen Anteil an abgestorbenem Pflanzenmaterial bevorzugt. Bei Verlust des Erstgeleges weichen die Rebhühner als reine Bodenbrüter häufig in die Kulturflächen aus, wo sie sich den Gefahren durch die landwirtschaftliche Nutzung aussetzen. In Wiesen, Klee- und Luzerneflächen, unter Umständen auch im Wintergetreide, werden die Gelege häufig ausgemäht. Die Konsequenzen für die Population sind schwerwiegend, da dabei nicht selten auch die Henne getötet wird. 

 

2. Durchdachte Platzierung des Äsungsangebotes: Im Lehrrevier Garbenteich werden von den Mitgliedern der Gruppe 22 Rebhuhn Futterstellen verwaltet. Die Futterstellen bestehen aus einem Kunststoffeimer mit Deckel gegen Witterungseinflüsse und einem Haltegestell. In den Boden des Eimers ist ein Sieb gefüllt mit Weizen eingehängt, wodurch eine kontrollierte Abgabe des Futters ermöglicht wird. Unter die lose aufgelegte Bodenplatte wird Zucker gestreut. Der Zucker lockt Ameisen und weitere Insekten an und kann von Küken bequem dort aufgenommen werden. (Siehe Bild) 

 

Die Einrichtung der Rebhuhn Fütterung kann die Standorttreue der Vögel erhöhen und trägt zur optimalen Versorgung der Tiere im Frühling bei. Doch wo ist der richtige Standort im Revier? Dazu rät Ralf Weber, den Rebhuhn Besatz genau zu beobachten, intensiv verhören und in jedem Jahr die bevorzugten Aufenthaltsorte feststellen, besonders zur Paar Zeit. Im Territorium eines Paares dann die Fütterungen an möglichen Brutbiotopen aufstellen. Nicht angenommene Fütterungen einfach umsetzen. Der Eimer muss zum Huhn. Die Fütterungen stabil und fest verankert am richtigen Ort aufstellen. Geeignete Plätze sind zum Beispiel die Säume dichter, niedriger Hecken, altgrasreiche Böschungen, Ränder von Brachen und Blühstreifen, Feldraine zwischen Kulturen sowie im Winterhalbjahr auch inmitten von Brombeerdickichten, Rapsschlägen und Zwischenfrüchten, ergänzt Dieter Jüttemeier. Rebhühner lieben als Offenlandart die freie Übersicht, Küken brauchen Wärme und Trockenheit. Die Fütterungen also nicht in der Hecke verstecken, sondern am Rand platzieren, wo Rundumblick und Fluchtmöglichkeit zusammenkommen, im Idealfall sonnen bzw. südseitig. 

3. Aktive Prädatoren Bejagung: Sicherlich steht die Fuchsbejagung an erster Stelle aber auch Waschbär & Marder dezimieren die Bestände. Durch intensive Bejagung des Raubwildes (Fuchs und Waschbär) in den Jahren 2020 und 2021 wurde der Druck durch Prädatoren stark gemindert und die Vogelbestände und die hier beschriebene Rebhuhn Ansiedlung hat dadurch deutlich zugenommen. Für das Jagdjahr 2022 sollen zwei weitere Betonrohrfallen verbaut werden. 

 

Wer Interesse, Zeit und Lust hat mitzuwirken ist herzlich bei der Gruppe willkommen. 

Und zum Schluss haben die Mitglieder der Gruppe Lernort Natur noch einige Tipps für Jägerfreunde, Review-Inhaber und Landwirte zum Schutz des Rebhuhns aufgelistet:

  • Auf das Abmähen von Wegrändern im Sommer verzichten
  • Die Vegetation den Winter über an Feldrainen belassen
  • Feldsäume vergrößern
  • Stoppelfelder nicht sofort umpflügen
  • Blühstreifen im Acker anlegen
  • Frühjahrarbeiten auf Grünflächen im März abschließen
  • Rebhuhn-freundlich mähen
  • Trockene Sandmulden pflegen
  • Auf Pestizide und Kunstdünger verzichten
  • Aktive Prädatoren Bejagung von Fuchs, Waschbär, Rabenvögeln und Elstern 

Pflanzaktion klimastabiler Zukunftswald im Lehrrevier Garbenteich

22. Februar 2022

 

Mitglieder des JV Hubertus Gießen und der internen Vereinsgruppe Lernort Natur haben am vergangenen Samstag 250 klimastabile Baumarten gepflanzt. Die aktuellen ökologischen und wirtschaftlichen Waldschäden, verursacht durch Hitze und Trockenheit sind gravierend. Dadurch nehmen Schädlingsbefall und Zuwachseinbußen spürbar zu. Unsere Wälder müssen klimafit gemacht werden - durch regelmäßige Waldpflege und mehr Mischwald mit verschiedenen Baumarten. Gesetzt wurden daher die Baumarten: Stieleiche, Vogelbeere, Elsbeere und Vogelkirsche. 

 

Elsbeere, Vogelkirsche und Vogelbeere sind Arten der Gattung Sorbus. Die Bäume charakterisieren sich dadurch, dass sie gegen Krankheiten und Schädlinge relativ resistent sind und sonnige und trockene Standorte bevorzugen. 

Zusammen mit anderen wärmeliebenden Mischbaumarten leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung, der von Waldschutzproblemen geplagten Eichenwäldern.

Die Vogelbeere ist als wärmeliebendes Halbschattengewächs bekannt und besitzt noch eine weitere positive Eigenschaft. Durch ihre leicht zersetzbare Streu leistet die Vogelbeere einen Beitrag zur raschen Wiederverfügbarkeit der Nährstoffe im Boden – so verbessern Vogelbeeren auf Dauer vor allem nährstoffarme Standorte.

 

In rund zwei Stunden waren die Bäume von den fleißigen Helfern gesetzt. Alle sind nun schon gespannt auf die nächsten Monate, dass möglichst viele Setzlinge erfolgreich anwachsen. 

Wer Interesse, Zeit und Lust hat mitzuwirken ist herzlich bei der Gruppe willkommen! 

Desweiteren suchen wir Jägerfreunde, die uns günstig Holzmaterial zum Bau von Nistkästen vermitteln können. Für die pädagogische Arbeit sammeln wir Tierpräparationen. Wer aus Nachlässen oder Aufräumaktionen Präparate abgeben möchten, kann dies gerne bei uns tun. Bevorzugt: Rebhuhn, Feldhase, Fuchs, Waschbär, Eichelhäher, Eichhörnchen, Raben- und Saatkrähe, Feldhamster, Rehkitz, Baum- und Steinmarder, Dachs und Marderhund. Bitte bei Dr. Michaela Hönig melden.


Vorstellung und Werbung der Gruppe Lernort Natur im Jagdverein Hubertus Gießen

5. Januar 2022

 

Die Gruppe Lernort Natur wurde im Juni 2021 ins Leben gerufen und ist Teil des Ausschusses Naturschutz im JV Hubertus Gießen.

 

Ziele der Gruppe sind neben den pädagogischen Aspekten in Kindergärten, Schulen und Ferienspielen auch die Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft zum aktiven Naturschutzes. Zurzeit laufen die Planungen der Gruppe für die Durchführung von Ferienspiele der Stadt Pohlheim (2022) im Lehr- und Ausbildungsrevier des JV Hubertus Gießen sowie Aktivitäten mit dem Landesjagdverband Hessen e. V.

 

Wer Interesse, Zeit und Lust hat mitzuwirken ist herzlich willkommen!

Bei Interesse bitte bei Dr. Michaela Hönig melden. Desweiteren suchen wir Jägerfreunde, die uns günstig Holzmaterial zum Bau von Nistkästen vermitteln können. 

 

Herzlichen Dank und Weidmannsheil