In unserer schnelllebigen und hochtechnisierten Zeit verlieren Kinder und Jugendliche oft die Bindung zur heimischen Natur. Dass Kühe nicht lila sind und das Reh nicht das Kind vom Hirsch ist, mag noch selbstverständlich klingen, doch echtes Naturwissen geht zunehmend verloren. Der Jagdverein Hubertus Gießen steuert mit der Initiative „Lernort Natur“ hier aktiv entgegen und bringt bereits Kindern im Kindergarten- und Schulalter die faszinierende Welt der heimischen Flora und Fauna direkt vor der Haustür näher.
Das absolute Highlight unserer Umweltbildung ist die „Rollende Waldschule“. Dieser eigens ausgestattete Anhänger ist ein mobiles Natur-Klassenzimmer, das die heimische Tierwelt direkt in den Kindergarten, auf den Schulhof, zu Ferienspielen oder an den Waldrand bringt.
Die Waldschule öffnet buchstäblich ihre Türen für kleine und große Entdecker. Sie ist bis unter das Dach bestückt mit einem riesigen Fundus zum Anfassen und Begreifen: Hier finden sich detailgetreue Tierpräparate, weiche Felle und Schwarten, echte Schädel, Geweihe, Abwurfstangen und sonstige Exponate.
Rund um die Rollende Waldschule bauen wir Stationen auf, die alle Sinne ansprechen und bei denen die Natur hautnah erlebt wird:
Begreifen durch Ausprobieren
Direkt am Anhänger dürfen die Kinder selbst testen, wie schwer das Leben als Hirsch ist: Sie heben ein echtes Rothirschgeweih hoch und staunen, dass dieses bis zu 15 Kilogrammwiegen kann. Anhand einer Messlatte vergleichen sie zudem ihre eigene Körpergröße mit dem von Wildtieren.
Erstaunliche Tierfakten
Am Präparate-Wagen lüften wir die Geheimnisse der heimischen Tiere. Die Kinder erfahren zum Beispiel Wissenswertes über den Hirschkäfer und heimische Fledermäuse.
Von der Waldschule in den Wald
Das Mobil ist der Startpunkt fürspannende Waldexkursionen. Ausgestattet mit Bestimmungshilfenlernen die Kinder, echte Fährten von Wildtieren zu deuten. Für die
Jüngeren verstecken wir vorab Wildtierattrappen im Wald, die aufgespürt werden müssen.
Spielerisch die Kreisläufe verstehen
Bei unseren Bewegungsspielen werden die Kinder selbst aktiv. Beim Eichhörnchenspiel verstecken sie bunte Nüsse im Laub. Weil nicht alle Nüsse wiedergefunden werden, lernen die Kinder, dass genau aus diesen vergessenen Vorräten im Frühjahr neue Bäume wachsen. An Baumscheiben zeigen wir zudem, wie man das Alter eines Baumes und sogar das vergangene Wetterablesen kann.
Ein zentrales Anliegen unserer Arbeit rund um die Rollende Waldschule ist es,den Respekt vor der Tier- und Pflanzenwelt zu fördern. Die Kinder lernen,warum man auf den befestigten Waldwegen bleiben sollte und weshalb Hundeunbedingt an die Leine gehören. Auch für Gefahren im Wald sensibilisierenwir: Etwa durch eine Wildschweinmutter, die ihre Frischlinge vehementverteidigt, oder durch herabfallende Äste an stürmischen Tagen.
Bild: barbaramatthijs über Pixabay
Wer Jägerin oder Jäger ist, hat eine intensive Ausbildung durchlaufen und tiefes Wissen über das Ökosystem Wald erworben. Unsere Waldpädagoginnen und Waldpädagogen engagieren sich ehrenamtlich aus reiner Begeisterung für die Natur. Für den Besuch der Rollenden Waldschule an Kindergärten, Schulen und öffentlichen Einrichtungen erheben wir keine festen Gebühren.
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Nur die Kinder, die die Natur kennen und eine persönliche Beziehung zu Pflanzen und Tieren aufbauen, werden bereit sein, sich in Zukunft ernsthaft für ihre Erhaltung einzusetzen.
Laden Sie die „Rollende Waldschule“ zu sich ein – wir bringen den LernortNatur direkt zu Ihren Kindergarten- und Schulkindern!