Aktuelle Meldungen aus dem Jagdverein


Jahreshauptversammlung 2020

17. März 2020

 

Einstimmige Beschlüsse / Fürsorge des Veranstalters bei den teilnehmenden Mitgliedern

 

Zum wiederholten Male hielten wir im Kulturzentrum Großen-Buseck unsere gut besuchte Jahreshauptversammlung ab und begrüßten ganz besonders die Ehrenmitglieder Horst Kuhn und Peter Werner.

 

Der erste Vorsitzende Dieter Mackenrodt hieß ganz besonders die Ehrengäste Anita Schneider (Landrätin des Landkreises Gießen), Patricia Ortmann (Bürgermeisterin), den Kreisjagdberater Dr. Ekkehart Hammermann, den Landesjagdberater Peter Seibert und den Vorsitzenden des Kreisverbandes der Jagdgenossenschaft und Eigenjagdbesitzer im Landkreis Gießen und Lahn-Dill-Kreis Herrn Otto herzlich willkommen. Auch die Studentische Jagdgemeinschaft in Gießen, der Wurftaubenclub Oberhessen, sowie den Leiter der Jagdbehörde des Landkreises Gießen weilte unter den Gästen.

 

Bei der Begrüßung informierte der Hubertus-Vorsitzende über die mit Bedacht und Fürsorge gegenüber den Mitgliedern vor dem Hintergrund der angespannten Lage zum neuartigen Coronavirus in enger Absprache mit den im Kreis verbindlichen Regelungen und Allgemeinverfügungen im Vorstand beschlossenen Maßnahmen:

 

So wurde beispielsweise allen Teilnehmern eine Handhygiene gereicht, der Abstand zwischen Personen eingehalten, ausreichend Mineralwasser gestellt und der Saal ausreichend belüftet. 

 

Personen mit Erkältungssymptomen empfahl man keinen Einlass. Die Teilnehmer der Hauptversammlung begrüßten diese Maßnahmen. 

Für langjährige und treue Mitgliedschaften (25, 40, 50, 60 und 70 Jahre) im Jagdverein „Hubertus“ Gießen und im Deutschen Jagdverband wurden eine große Anzahl von Vereinsmitgliedern mit Urkunden und Treuenadeln ausgezeichnet. 

 

Dieter Mackenrodt dankte allen Vereinsmitgliedern, die sich ehrenamtlich und in den Ausschüssen engagieren. Indem sie mehr tun als sie müssen, leisten sie einen unverzichtbaren Dienst für den Verein. Das Ehrenamt lebt aus Wurzeln wie Mitmenschlichkeit, Ideenreichtum, Spontanität und Hilfsbereitschaft. Wer ehrenamtlich tätig ist, hebt sich schon bewusst von denen ab, die sich ausklingen, abseitsstehen oder sich zurückziehen und mehr an ihre eigene Selbstverwirklichung denken als an gelebte Solidarität. Das Ehrenamt lebt von jedem einzelnen Engagement.

 

In dankbarer Anerkennung und langjährigen Wirkens für Wild und Waidwerk erhielten Vereinsmitglieder die Ehrennadeln mit Urkunden des Landesjagdverband Hessen überreicht.  

Die Vereinsmitglieder Horst Bernert, Steffen Rinn, Peter Diehl, Michael Klee, Harald Lange, Hans-Hermann Ruwe, Dr. Heinrich Steinmetz, Ralf Weber und Jürgen John hatten sich in besonderem Maße und besonderer Anerkennung in Ihrem jeweiligen Ausschuss und Ihrem Wirken für den Verein oder das Waidwerk ausgezeichnet. 

Im Anschluss überreichte die Landrätin Anita Schneider gemeinsam mit der Bürgermeisterin der Gemeinde Biebertal, Frau Patricia Ortmann mit einer bewegenden Rede Herrn Peter Seibert den Ehrenbrief des Landes Hessen. Dem Berater der Oberen Jagdbehörde des Landes Hessen und Hubertus-Gießen Mitglied Peter Seibert wurden für die Verdienste um die Gemeinschaft im Rahmen der Hauptversammlung Dank und Anerkennung ausgesprochen. Herr Seibert bedankte sich für die hohe Auszeichnung und lobte besonders das ehrenamtliche Wirken in den Vereinen.

Anschließend sprach der Hubertus-Chef Dieter Mackenrodt in seinem Jahresbericht über das vergangene Vereinsjahr und gab in seinem Bericht einen Einblick in das Vereinsgeschehen:

Er berichtete über 5 Vorstandssitzungen und einem arbeitsreichen erfolgreichen Vereinsjahr mit etwa 200 Terminen bei Behörden, Vereinsveranstaltungen, Geburtstagen, Beerdigungen, Betreuungen von Senioren und Kooperationsgesprächen mit Werbepartnern des fast 1200 mitgliederstarken „Hubertus“ Gießen. Dazu Besuche im Vorbereitungslehrgang der Jungjäger, im Ausbildungs- und Lehrrevier sowie der besucherreichen Hubertus-Messe im Kloster Arnsburg bei Lich.

 

In seinem Bericht ging er auf die aktuellen jagdpolitischen Themen ein und informierte die Besucher zum Thema Jagdscheinverlängerung sowie den Bemühungen im hessischen Umweltministerium zum Thema Wiederbewaldung, möglichst ohne Reh- und Rotwild. Ebenso informierte der Vorsitzende über das Urteil des Hessischen Staatsgerichtshofs bei der Aufhebung der Schonzeiten auf Jungwaschbär, Jungfuchs und Jungmarderhund. 

 

Der Jagdverein Hubertus Gießen sowie der Landesjagdverband Hessen drängen weiterhin auf die Umsetzung des Urteils, dass kurzfristig noch die Schonzeiten für Jungfüchse und Jungmarderhunde geändert werden. Der Waschbär ist bekanntlich wieder bejagbar. Über die Verwendung der hessischen Jagdabgabe und dem Entwurf einer Förderrichtlinie durch das zuständige Ministerium informierte er mit praktischen Beispielen. Jägergeld gehört in Jägerhände – so sein Motto! Man warte noch immer auf beantragte Fördergelder und auch Bewilligungen für wichtige Maßnahmen am und um den Schießstand.

Anträge an die Hauptversammlung waren nicht gestellt, so dass der Vorsitzende noch weiter auf aktuelle jagdpolitische Themen in Kreis- und Landesebene einging und eine Vorschau auf die Vereinstermine im laufenden Jahr gab.

 

Mit der Aussetzung der Trichinenprobungsgebühren und der Befreiung von Jagdsteuer sei man im Gegensatz zu anderen hessischen Landkreisen, im Landkreis Gießen gut aufgestellt.  Der anwesenden Landrätin Anita Schneider dankte er für die gute Zusammenarbeit und zeigte auf einer Hessenkarte eine Übersicht vorgenannter Themen auf.  

 

Der Vorsitzende berichtete über eine sehr gepflegte Webseite hubertus-giessen.de und etwa 20.000 Besuchern pro Jahr aus ganz Deutschland auf der Homepage.

 

Eine enorme Mitgliedsverwaltung, Schriftverkehr und vor allem viele Termine sind die Konsequenz stetigen Wachstums im Verein. 

 

Er informierte über die Aktivitäten im Ausbildungs- und Lehrrevier sowie der Mitgliederentwicklung der letzten 10 Jahre. Der Vorsitzende ging auf die herausragenden Leistungen des Hundeausschusses, des Bläserausschusses, des Ausschusses für das Schießwesen, dem Ausschuss für den Naturschutz und dem Ausschuss für Aus- und Fortbildung näher ein.

 

Der 99-jährige Verein „Hubertus“ Gießen hat sich durch seine vorbildlichen Leistungen in allen Ausschüssen eine allseits anerkannte Spitzen- und Führungsposition erarbeitet. Der Verein verfügt über eine vorzügliche Infrastruktur und zeigt in allen Bereichen große Erfolge. Die Mitglieder leisten dies alles ehrenamtlich - in beindruckender Weise - auch weit über den Gießener Landkreis hinaus.

 

Dieter Mackenrodt bedankte sich beim Hubertus-Vorstand für die gute Arbeit.

Der Vorstand und die Ausschüsse sind das Herzstück und damit die wichtigste Grundlage des Jagdvereins „Hubertus“ Gießen. Alle Mitglieder haben durch Ihre Leistungen, in den jeweiligen Verantwortungsbereichen diesen Vereinserfolg erst möglich gemacht. Kompetenz, Teamgeist, Wertschätzung und noch so kleine Aufgaben prägen die Vereinskultur bei „Hubertus“. Es bestehe eine große Harmonie im Vorstand und den Ausschüssen, welche man im großen Saal des Kulturzentrums in Großen-Buseck auch spürte.

Den Kassenbericht trug der 1. Rechner Günter Weisel vor und für die Kassenprüfung berichtete Jürgen John über eine ordentlich geführte Kasse. Die Mitgliederversammlung erteilte einstimmig der Kasse und dem Vorstand Entlastung. Günter Weisel stellte den Haushaltsvorschlag für das Jahr 2020 vor und die Versammlung stimmte auch darüber einstimmig ab. 

 

Bei der Verabschiedung forderte der Hubertus-Chef die Mitgliederversammlung auf weiter sich ehrenamtlich mit Herz und Sachverstand zu engagieren. Davon habe die Jägerschaft reichlich! Mögen die Mitglieder sich weiterhin im Bereich des Offenlandes als Naturschützer der ersten Stunde in vielfältiger Weise für den Erhalt der dort bedrohten Arten einsetzen und nicht nur einem gesetzlichen Auftrag, sondern auch einer inneren Überzeugung nachkommen, die ihnen anvertraute Natur zu erhalten und zu fördern. Er wünschte den Besuchern weiterhin viel Freude mit ihrem Jagdverein „Hubertus“ Gießen und bedankte sich für ihre Mitgliedschaft.

 

Machen Sie weiter so mit Herz und Verstand – denn davon haben Sie reichlich! Und tun Sie mir einen Gefallen: Bleiben Sie bitte gesund, waren seine abschließenden „Worte“