Unser Hubertus-Lehrrevier

Seit dem 1. April 2017 stehen uns zwei Reviere als sogenannte "Hubertus-Lehrreviere" zur Verfügung. Es handelt sich hier um die Reviere Markwald Grüningen sowie Gemeinschaftlicher Jagdbezirk Dorf-Güll. Beide Reviere sind fußläufig von unserem Schießstandgelände und dem Vereinshaus erreichbar. 

 

Die Markwaldgesellschaft Grüningen und die Jagdgenossenschaft Dorf-Güll hatte uns ab 1. April 2017 die Reviere anvertraut und diese stehen den Hubertus-Ausschüssen (Ausschuss für Naturschutz, Hundeausschuss, Ausbildungsausschuss etc.) zur Verfügung.

 

Anfragen zu Jagdgelegenheiten beantwortet Ihnen der Hubertus-Vorsitzende Dieter Mackenrodt.

 


Aktuelles aus dem Ausbildungsrevier

Drohnenvorführung im Ausbildungsrevier

12. November 2018

 

Multikopter, im Volksmund auch Drohne genannt, sind immer stärker auf dem Vormarsch, wenn es um Jungwildrettung geht.

 

Interessierten des Vereins Hubertus Gießen und Umgebung e. V. zeigten Jörg und Anita Fuchs vom Modellbaukeller Fuchs, Gelnhausen am Sonntag, den 11.11. in Garbenteich, wie eine solche Drohne aus der Nähe aussieht, beantworteten viele Fragen und demonstrierten die Fortschritte, die die Technik in kürzester Zeit gemacht hat.

Ehepaar Fuchs vertreibt unter anderem Drohnen mit Wärmebildkameras und setzt diese seit ein paar Jahren erfolgreich in der Jungwildrettung ein.

Unterschiedliche Modelle haben ihren Weg gekreuzt, bis das derzeit perfekte Equipment für diesen Zweck zusammengestellt war. Das Farbspektrum von über 250 Farben in der Wärmebildkamera, mit der sie arbeiten, zeigt kleinste Temperaturunterschiede auf dem Boden, so dass Tageszeit und Temperatur keine Rolle mehr spielen. Das relativ große Sichtfeld ermöglicht zudem, in kurzer Zeit auch größere Felder abzufliegen. Die Zeiten des frühen Fluges bis maximal 9 Uhr sind vorbei, ebenso die, in denen ein Maulwurfshügel von einem Kitz nicht zu unterscheiden war. So konnte Familie Fuchs in der vergangenen Saison knapp 300 Kitze aus Wiesen retten, bevor die Mähmaschinen anrückten. Verluste gab es bisher keine.

Weitere Einsatzmöglichkeiten wurden im theoretischen Teil der Informationsveranstaltung im Vereinshaus besprochen, wie beispielsweise die Nutzung von Drohnen bei der Maisjagd. Besonders in Zeiten der ASP und dem damit verbundenen Druck, Schwarzwildbestände kurz zu halten, ermöglicht die Technik noch effizientere Jagd, auf der unter anderem Hunde geschont, da zielgerichteter eingesetzt werden können.

 

Wie das in der Praxis aussieht, demonstrierten Jörg und Anita Fuchs in dem Vereinshaus nahe liegenden Ausbildungsrevier. Familie Fuchs ließ den Multikopter steigen. Um auch bei starkem Sonnenlicht nichts zu übersehen, trägt eine zweite Person, der sogenannte Spotter, dabei eine nach allen Seiten geschlossene Brille, auf die das Bild der Wärmebildkamera übertragen wird. So kann der Drohnenpilot sich auf die Steuerung des Fluggerätes konzentrieren. Die Teilnehmer waren rasch begeistert und überzeugt von dem, was siesahen. Die Demonstration ließ keine Zweifel daran, auch kleine Tiere, beispielsweise in der Größe eines Junghasen problemlos entdecken zu können.

Zwei Wochenenden reichen aus, die Technik selbst beherrschen zu lernen. Entsprechende Kurse bietet Familie Fuchs ebenfalls an. Vielerorts hastet man der sich rasant entwickelnden Technik in der Landwirtschaft noch hinterher, wenn es um Jungwildrettung geht. Der Einsatz von Drohnen lässt zumindest einen großen Schritt weit aufschließen - zum Wohle vieler Tiere, die die Chance haben sollen, erwachsen zu werden.

(Barbara Bausch)