Aktuelles aus den Hegegemeinschaften 2016/2017

Hubertus-Vorstand lud Hegegemeinschaftsvorsitzende des Landkreises Gießen zum traditionellen Informationsaustausch in den Klosterwald

20. Juni 2017

Der Vorstand des Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung e.V. traf sich auch in diesem Jahr wieder traditionell mit den Vorsitzenden der Hegegemeinschaften im Kreis Gießen zu einem Meinungs- und Informationsaustausch im Landgasthof Klosterwald bei Lich. In alter Tradition und guter Atmosphäre wurde über aktuelle jagdliche Themen gesprochen und über die Zukunft des Wildes und der Jagd diskutiert.

Das Engagement der  Hegeringe im Kreis Gießen zur Lebensraumverbesserung des heimischen Wildes ist vorbildlich und unterstreicht den Anspruch als Hüter, Heger, Pfleger und Regulierung der Artenvielfalt im Kreis Gießen.  

 

Der 1. Vorsitzende Dieter Mackenrodt begrüßte die Vorsitzenden der Hegegemeinschaften sowie die Vertretung der Studentischen Jagdgemeinschaft der Universität Gießen ganz herzlich. Er gratulierte dem neuen Vorsitzenden Horst Bernert (Rotwildhegegemeinschaft Krofdorfer Forst) zum Amtsantritt und neuen Teilnehmer in diesem Kreise. Ebenfalls Teilnehmer der Expertenrunde Landesjagdberater Peter Seibert aus Biebertal.

 

Das jährliche Treffen dient dem jagdlichen Informationsaustausch und findet einmal im Jahr in Form einer offenen Gesprächsrunde Raum für jagdpolitische Diskussionen.

Der Hubertus-Vorsitzende berichtete über die Aktivitäten in Hessens größtem Jagdverein und dessen Ausschüssen. Die Hegegemeinschafts-Vorsitzenden informierten über Ihre Arbeiten.

 

Gemeinsam stimmte man den Bedarf an Fortbildungsveranstaltungen ab und besprach Kooperationen. 

 

Die Teilnehmer des Meetings stellten sich im Anschluss zu einem Foto zusammen und beschlossen die Tradition des jährlichen Treffens fortzuführen.  


Landwirtschaftliche Pflegegemeinschaft Lich e.V. ausgezeichnet

18. Mai 2017

Anlässlich des Landesjägertages 2017 in Lorsch an der hessischen Bergstraße wurde die Landwirtschaftliche Pflegegemeinschaft Lich mit der Hegemedaille Sonderstufe Gold des Landesjagdverband Hessen ausgezeichnet.

 

Der 1. Vorsitzende Jörg Hessler erhielt gemeinsam mit dem Magistratsmitglied der Stadt Lich Frau Gisela Meyer aus den Händen des LJV-Präsidenten Prof. Dr. Jürgen Ellenberger die begehrte Auszeichnung. Den Antrag für das Projekt „Licher Biotop im Niederried“ der Pflegegemeinschaft Lich e.V. hatte der Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung an den Landesverband gestellt.

Jörg Hessler, der in der 3. Generation mit der Pflegegemeinschaft am Niederried arbeitet, erläuterte während der Repräsentativen Hauptversammlung im Rahmen des Landesjägertages  die Bedeutung des Licher Biotop Niederried. Das Licher Biotop im Niederried, welches europaweit Beachtung findet, ist das Ergebnis eines nimmer müden Einsatzes für verbesserte Lebensraumgestaltung durch die Mitglieder und seines Vorsitzenden der Landwirtschaftlichen Pflegegemeinschaft Lich.

 

Die Arbeiten und Aufgaben der Pflegegemeinschaft finden sich im Rahmen eines Vertrages zwischen der Stadt Lich und der Pflegegemeinschaft sowie in Abstimmung mit dem Umweltbeauftragten und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Gießen wieder. Zu diesen Arbeiten gehören insbesondere die Pflege der Licher Feuchtbiotope, die Unterhaltung und Wartung der Aussichtshügel am Niederried, das Freischneiden von landwirtschaftlichen  Wegen und Flächen, Pflegeschnitten von Hecken, das Zurückschneiden der Waldränder des Stadtwaldes, die Unterstützung der Landschaftspflegevereinigung Gießen sowie die Pflege und Unterhaltung von Magerrasenwiesen.

 

Der Verein pflegt außerdem die kommunalen Streuobstwiesen und schneidet dort die Bäume.

Frau Gisela Meyer und Herr Jörg Hessler nahmen die Auszeichnung für die Landwirtschaftliche Pflegegemeinschaft Lich entgegen und waren stolz über die Ehrung durch den Landesjagdverband Hessen e.V. an der hessischen Bergstraße in Lorsch. 


Hubertus-Vorstand lud Hegegemeinschaftsvorsitzende aus dem Kreis Gießen zum traditionellen Informationsaustausch

15. Juli 2016

Der Vorstand des Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung e.V. traf sich auch in diesem Jahr wieder traditionell mit den Vorsitzenden der Hegegemeinschaften im Kreis Gießen zu einem Meinungs- und Informationsaustausch in Arnsburg bei Lich. In alter Tradition und guter Atmosphäre wurde wieder über aktuelle jagdliche Themen gesprochen und über die Zukunft des Wildes und der Jagd diskutiert.

 

Das Engagement der  Hegeringe zur Lebensraumverbesserung des heimischen Wildes ist vorbildlich und unterstreicht den Anspruch als Hüter, Heger, Pfleger und Regulierung der Artenvielfalt im Kreis Gießen.  

 

Der 1. Vorsitzende Dieter Mackenrodt begrüßte die Vorsitzenden der Hegegemeinschaften sowie den Vertreter der Studentischen Jagdgemeinschaft der Universität Gießen, Herrn Dr. Heino Steinmetz ganz herzlich. Mit eingeladen und auch Teilnehmer der Expertenrunde waren der Kreisjagdberater Dr. Ekkehart Hammermann sowie der Landesjagdberater bei der Oberen Jagdbehörde, Herr Peter Seibert. 

 

Das jährliche Treffen dient dem jagdlichen Informationsaustausch und findet einmal im Jahr in Form einer offenen Gesprächsrunde Raum für jagdpolitische Diskussionen.

 

Die Expertenrunde diskutierte aktuelle jagdpolitische Themen wie beispielsweise die Anlage von Blühstreifen zur Biodiversifizierung im Kreis Gießen, die Zusammenarbeit mit den heimischen Landwirten und ihrer Anbauweise auf den Feldern, die Biodiversität beim Greening sowie Gruppenverträge bei Hundeversicherungen. 

 

Große Sorge bereitet den Experten der hohe Waschbärbestand im Kreis Gießen und die neue hessische Jagdverordnung. Weitere Themen waren der Einsatz der blauen Wildwarnreflektoren im Kreis Gießen und die Hasenzählungen aufgrund der neuen hessischen Jagdverordnung.

Von ihren Aufgabengebieten berichteten der Kreisjagdberater Dr. Ekkehart Hammermann sowie der Landesjagdberater Peter Seibert.

Alle Vorsitzende brachten sich aktiv in die Diskussionen ein und beschlossen die Tradition des jährlichen Treffens fortzuführen. Dieter Mackenrodt berichtete vom Landesjägertag  in Nidda sowie dem Bundesjägertag in Wolfsburg. Der Schatzmeister des Landesjagdverbandes Hessen e.V. Herrn Peter Werner warb für Verständnis an den Möglichkeiten des Landesverbandes und Dieter Mackenrodt erinnerte an Empfehlungen fachkompetenter Jägerinnen und Jäger aus dem Kreisgebiet für Gremienarbeit im LJV Hessen.   

 

Bevor sich die Teilnehmer des Meetings gemeinsam zu einem Foto aufstellten lud der Vorsitzende Dieter Mackenrodt traditionell zum Vergleichsschießen der Hegegemeinschaften im Kreis Gießen ein, welches in diesem Jahr am Samstag, den 17. September 2016 auf dem Schießstand des Jagdvereins Hubertus Gießen und Umgebung e.V. stattfindet. 

 

Alle Hegegemeinschaften und auch die studentische Jagdgemeinschaft haben vorher Trainingsmöglichkeiten.  Das Vergleichsschießen der Hegeringe wird bereits seit vielen Jahren traditionell auf der Schießanlage des „Hubertus“ Gießen organisiert und dient dem jagdlichen Übungsschießen und der Kameradschaft der heimischen Verbände.  


Große Sorge um den Rotwildbestand

20. April 2016

 

Mitgliederversammlung der Rotwild-Hegegemeinschaft „Krofdorfer Forst“

 

Von fehlenden Rückzugsgebieten war die Rede, von Lebensraumgutachten, Abschussquoten und geringem Rotwildbestand. Kernthemen in der Mitgliederversammlung der Rotwild-Hegegemeinschaft „Krofdorfer Forst“ im Bürgerhaus von Erda.

 

Die Sorge um das Rotwild und dem Gleichgewicht von Hege und Abschuss drückten sich in vielen Redebeiträgen aus. Die Wortmeldung des Hubertus-Vorsitzenden Dieter Mackenrodt zielte sogar auf den dreijährigen Verzicht beim Kahlwild ab. Die bedeutende Wildart Rotwild müsse den nachfolgenden Generationen erhalten und dessen Lebensraum verbessert werden. Er forderte ein Lebensraumgutachten und angemessene Wertschätzung des „Königs der Wälder“. Das freilich würde am Veto der oberen Jagdbehörde scheitern und hätte nach Meinung des Rotwildsachkundigen Harald Voll beträchtliche Waldschäden zur Folge. Was nicht nur Dieter Mackenrodt bezweifelte.

 

Die Schälschäden an den Baumbeständen kamen auch zur Sprache. Eine Erhebung für das vergangene Jahr erbrachte bei der Buche einen Schälschadenprozent von 0,2 Prozent und beim Gesamtbaumbestand von 1,1 Prozent.

 

Harald Voll blieb es vorbehalten, das abgelaufene Jagdjahr zu bilanzieren. Danach hat die Jägerschaft das Abschuss-Soll von 42 Stück nur zu 71 Prozent (31 Stück) erreicht. Möglicherweis ein Indiz für nach Ansicht der meisten Versammlungsteilnehmer zu geringe Population. Den Frühjahrsbestand beim Kahlwild (weibliche Tiere und Jungtiere) setzte der Vorstand der Mitgliederversammlung wegen vorhandener Unsicherheiten nach unten auf 50 Stück fest. Das wird zu einem Abschuss-Soll von 34 Stück führen. Die Abstimmung über diesen Abschussplan wurde nach Diskussionen trotz vieler Nein-Stimmen mehrheitlich angenommen.

Rotwild-Sachkundiger Harald Voll besprach an 44 ausgestellten Trophäen auch die Hegeschau. Dabei handelt es sich um Hirsche verschiedener Alters- und Güteklassen, die erlegt wurden, die am Verkehrstod starben, Erkrankungen zum Opfer fielen oder zu Tode geforkelt wurden. Voll nutzt die Gelegenheit zu dem Hinweis, dass es für die Fortpflanzung in den Revieren zu wenig Althirsche gibt, wodurch sich die Brunft verzögert, Kälber zu spät geworfen und zu früh ihrem ersten Winter ausgesetzt sind.

 

Empört zeigten sich die Versammlungsteilnehmer über die Unsitte , Zaun und Stacheldrahtreste an abgefressenen Viehweiden und Pferdekoppeln zu belassen, die sich dann in den Geweihen des Wildes verfangen und langfristig für einen oft qualvollen Tod der Tiere sorgen.

 

Zentrales Thema der Rotwild-Hegegemeinschaften wird nun aber ein Lebensraumgutachten sein, das den Wildtieren mehr Schutz- und Ruheperspektiven eröffnen soll. Wieder eine „Willkommenskultur für das Rotwild schaffen“, wie es der Landesjagberater Peter Seibert aus Biebertal treffend formulierte. 

 

Vorsitzender Klaus Schwarz, der die Versammlung souverän und umsichtig leitete, will sich mit einer kompetenten Mannschaft der Thematik annehmen und auch einen unabhängigen   externen Gutachter zu Rate ziehen. 

 

Die Jagdhornbläser aus dem Hinterland und dem Gleiberger Land hatten die gut besuchte Veranstaltung eröffnet.