Wissenswertes rund um die Jagd

Hintergrundinformationen zu Tier und Natur, rechtliche Informationen und Interessantes findet auf dieser Seite seinen Platz. Viel Freude beim Lesen und Stöbern!


Aktuelle Verbraucherinformationen zu Fipronil in Eiern

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz informiert: Wichtigste Fakten zu Fipronil in Eiern sind auf der Internetseite des Hessischen Verbraucherschutzministeriums abrufbar.  

 

15. August 2017

„Im Moment herrscht bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern in Bezug auf den Verzehr von Eiern eine große Unsicherheit – auch wenn bisher keine direkte Gefahr für die Gesundheit besteht. Darum wollen wir die Bürgerschaft objektiv, verbrauchernah und verständlich informieren“, kommentierte Staatsekretärin Dr. Beatrix Tappeser das neue Angebot auf der Internetseite des Hessischen Verbraucherschutzministeriums. Auf dieser Seite können sich Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Sachstand und die Situation in Hessen informieren. „Es ist wichtig, dass Verbraucherinnen und Verbraucher  wissen, inwieweit der Fipronil-Skandal sie in ihrem Alltag betrifft“, sagte die Staatssekretärin. 

 

Nach neuestem Stand der hessischen Lebensmittelkontrollbehörden sind mit Fipronil belastete Eier nicht mehr im Handel erhältlich. Auch in den hessischen Lege- und Masthennenbetrieben ist bisher kein Fipronil festgestellt worden. „Vor dem Hintergrund, dass der größte Teil der belasteten Eier aus Belgien und den Niederlanden zu uns nach Hessen kam, kann ich allen Verbraucherinnen und Verbrauchern nur raten, beim Einkauf auf regionale Ware zu setzen. Denn Nähe und Vertrauen zwischen Lebensmittelproduzenten und der Kundschaft ist die beste Grundlage für hohe Qualität und Sicherheit der Lebensmittel. Zudem stärkt dies die hessische Landwirtschaft“, so Dr. Tappeser.

 

 Die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten und den aktuellen Sachstand zu Fipronil in Eiern in Hessen finden sie hier: 


Ein Paradies für Vögel, Insekten und Nützlinge

1. August 2017

In Bubenrod fühlen sich Insekten, Vögel und Wildtiere wohl

 

Auf dem Hofgut Bubenrod in Königsberg hat Landwirt Martin Best mehrere Blühstreifen angelegt um Lebensraum für zahlreiche Vögel, Insektenarten und Nützlinge zu bieten. Blühstreifen am Feldrand sind Lebensraum für viele Wildtiere. Die bunte Farbenpracht bietet Nektar für Schmetterlinge und Bienen. Die Samen sind die Nahrung zahlreicher Vögel. Von Reptilien und kleinen Säugetieren wird der Blühstreifen als Wohn- und Nistplatz genutzt.  Die Blühstreifen bieten sogleich Brut- und Deckungsraum für Wildtiere und sind eine wichtige Nahrungsquelle.

Hubertus-Vorsitzender Dieter Mackenrodt ist erfreut über die wunderschönen Blumenwiesen und begrüßt das Projekt zu Erhöhung der Biodiversität in der Agrarlandschaft.

Landwirte und Imker sind Partner der Jägerschaft und schaffen mit solchen Blühstreifen herrliche Anblicke, über die sich nicht nur die Biebertaler Spaziergänger bei Sonnenauf- und Untergang erfreuen können.  

 

Auch im Winter bietet der Blühstreifen vielen Wildtieren Deckung. Die Pflanzen wirken zwischen Schnee und Erde als zusätzliche Isolierschicht. Damit schützen sie im Boden überwinternde Lebewesen vor Kälte und Frost. Die Hohlräume der trockenen Halme und Stängel werden von den Raupen und Puppen vieler Insekten zum Überwintern genutzt.

Bereits im Jahr 2010 wurde Martin Best durch die Naturlandstiftung Hessen, Gruppe Gießen mit dem „Goldenen Rebhuhn“ für Biotopverbesserungen ausgezeichnet.


Afrikanische Schweinepest: Einschleppung in hessische Tierbestände muss verhindert werden

14. Juli 2017

 

Umweltministerin Priska Hinz: „Im Sinne des Tierseuchenschutzes ist nun wichtig, Schweinefleischprodukte aus betroffenen Regionen nicht ins Land zu bringen.“

 

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in den Wildschweinbeständen der betroffenen Regionen in Osteuropa immer weiter aus (Polen, Baltikum, Moldawien und Ukraine). Auch Hausschweinebestände stecken sich immer wieder an. Das gab Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden bekannt. Ende Juni wurde der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in Tschechien beim internationalen Tierseuchenamt gemeldet. Die Krankheit hat sich damit etwa 400 Kilometer nach Westen ausgebreitet und ist nur noch etwa 300 Kilometer von Deutschland entfernt.  

 

Es wird vermutet, dass aus dem bisherigen Infektionsgebiet Wurst- oder Fleischwaren nach Tschechien verbracht, dort unsachgemäß entsorgt und dann von den Wildschweinen gefressen wurden. „Der aktuelle Fall in Tschechien zeigt, wie schnell sich diese gefährliche Tierseuche ausbreitet“, sagte Hinz. „Eine mögliche Quelle für die Einschleppung der Krankheit nach Deutschland ist die Verfütterung oder der Kontakt zu nicht oder ungenügend erhitzten, virushaltigen Fleisch- oder Speiseabfällen, also zum Beispiel Schinken oder Salami“, sagte die Ministerin. Sie wies nachdrücklich darauf hin, dass Schweinefleischprodukte aus Regionen, die bereits von der Afrikanischen Schweinepest betroffen sind, nicht mitgebracht werden dürfen. 

 

Eine besondere Gefahr geht von Wildschweinen aus, die sich zum Beispiel an Mülltonnen bedienen und dadurch an Nahrungsmittel aus Ländern kommen können, in denen Schweinepest vorkommt. Hierzu gehören Mülltonnen an Autobahnen oder in großen Städten.  „Wer seinen Urlaub in Osteuropa verbringt, sollte sich vorher über die Lage vor Ort informieren. Die Krankheit ist zwar für den Menschen ungefährlich, führt allerdings bei Haus- und Wildschweinen zu hohen Verlusten und verläuft in der Regel tödlich“, so Hinz.

 

Nutztierhalter, Jäger und Tierärzte besonders gefordert

 

„Bei der Verhinderung der Einschleppung und gegebenenfalls der Verschleppung der Seuche kommt der Einhaltung strikter Hygiene-Richtlinien in der Schweinehaltung eine ganz entscheidende Rolle zu“, sagte die zuständige Ministerin. „Werden empfohlene Biosicherheitsmaßnahmen streng eingehalten, bietet dies den Landwirtinnen und Landwirten einen guten Schutz der von ihnen gehaltenen Schweine. Flankierend dazu müssen Nutztierhalterinnen und -halter, Jägerinnen und Jäger sowie Tierärzte ihre Aufmerksamkeit auf die Früherkennung eines möglichen Seucheneintrags richten und unklare Erkrankungs- oder Todesfälle von Haus- ¬oder Wildschweinen umgehend der zuständigen Veterinärbehörde mitteilen“, so Hinz.

 

Auch sei die Jägerschaft angehalten, die seit Jahren durchgeführte Untersuchung von erlegten Wildschweinen intensiv zu unterstützen. Neben der stichprobenartigen Untersuchung der regulären Jagdstrecke mittels Blutproben komme der Untersuchung von verendet aufgefundenem Wild, Unfallwild oder krank erlegten Tieren eine besondere Rolle zu. In Zweifelsfällen ist das Veterinäramt zu verständigen. Darüber hinaus trage eine intensive Schwarzwildbejagung zu einer Reduktion des Infektionspotentials durch hohe Populationsdichten bei.

 

Hintergrundinformationen:

 

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine fieberhafte, hoch ansteckende Allgemeinerkrankung der Schweine (Haus- und Wildschweine) mit seuchenhaftem Verlauf, hoher Krankheitshäufigkeit (Morbidität) und hoher Sterblichkeit (Mortalität). Verursacht wird die Erkrankung durch ein Virus (Virus der Afrikanischen Schweinepest, ASP-Virus).

 

Die Bekämpfung bei Hausschweinen erfolgt durch Tötung der Bestände und der Festlegung weiträumiger Sperrmaßnahmen mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen infolge von Handelsrestriktionen. Die Bekämpfung der Seuche bei Schwarzwild ist nur durch Maßnahmen zur Reduzierung der Populationsdichte und durch die unschädliche Beseitigung verendeter beziehungsweise infizierter Tiere als Reinfektionsquelle möglich. Die Seuche kommt seit Längerem in Weißrussland, der Ukraine und Russland vor, ohne dass verlässliche Daten über ihr Ausmaß vorliegen. Seit dem Jahr 2014 tritt die Afrikanische Schweinepest auch in den baltischen Staaten und Polen auf.

 

Zur Früherkennung eines möglichen Eintrags nach Hessen wird ein flächendeckendes Monitoring bei Wildschweinen durchgeführt, welches auch die Untersuchung auf die Afrikanische Schweinepest miteinschließt. Weitere Informationen finden sie auch auf der Internetseite des Ministeriums

 

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, 

Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Tierseuchenbekämpfung; Afrikanische Schweinepest in der Tschechischen Republik - aktueller Sachstand

8. Juli 2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

 

bislang wurden zehn Neuausbrüche der ASP bei Wildschweinen in Tschechien in der Region Zlin in Mähren im Südosten des Landes festgestellt. Die Ausbrüche sind räumlich eng begrenzt und befinden sich derzeit ca. 80 km von der österreichischen und ca. 350 km von der deutschen Grenze.

 

Als Auslöser für diese Ausbrüche vermutet der CZE-Veterinärdienst „menschliches Versagen“ durch unachtsam entsorgte mit dem ASP-Virus kontaminierte tierische Erzeugnisse (Reiseverkehr). In der Nähe der Fundorte befinden sich Rastplätze an der Route aus der Ukraine, die von Truckern frequentiert werden. Der nächstgelegene ASP-Nachweis in der Ukraine liegt mehr als 400 km entfernt und lässt eine direkte Übertragung durch infizierte Wildschweine als unwahrscheinlich erscheinen. Der Sprung der ASP über eine größere Entfernung verdeutlicht die Gefahr der Einschleppung auch nach Deutschland. Besonders bei (Jagd)reisen nach Polen, Estland, Lettland, Litauen, Moldawien, Weißrussland, Ukraine und Russland ist äußerste Vorsicht geboten. Jagdtrophäen von Wildschweinen aus den betroffenen Regionen können ebenfalls ein Einschleppungsrisiko darstellen.

 

BMEL führt aus, dass die zu ergreifenden Maßnahmen im Falle eines Ausbruches der ASP in der Schweinepest-Verordnung sowie im Entwurf der Dringlichkeitsverordnung (Verordnung zum Schutz vor der Verschleppung der Afrikanischen Schweinepest) geregelt sind. Es bestehen Überlegungen, die in der Dringlichkeitsverordnung enthaltenen Regelungen in die Schweinepest-Verordnung einzuarbeiten, um somit eine größere Rechtsklarheit zu erzielen.

Für den Fall, dass im Verlaufe des dazu notwendigen Verordnungsverfahrens in Deutschland ASP auftreten sollte, wäre der Erlass einer entsprechenden Dringlichkeitsverordnung immer noch möglich. BMEL bittet die Länder, die Ergebnisse der Monitoringuntersuchungen ohne zeitliche Verzögerung in die Datenbank einzugeben. 

 

Außerdem werden die Länder gebeten Kontakt mit den einschlägigen Wirtschaftsverbänden aufnehmen, um auf die bestehende Gefahr eines Eintrags der ASP nach Deutschland hinzuweisen und die diesbezügliche Sensibilität zu erhöhen.

Dies ist in Hessen über die unteren Jagdbehörden erfolgt. Eine Information im „Hessenbauer“ ist in Planung. 

 

Ferner berichtet BMEL, dass die nördlichen Landesteile Österreichs zum gefährdeten Gebiet (i.S.. § 14 a der Schweinepest-VO) erklärt wurden. Alle erlegten oder verendet aufgefundenen Wildschweine werden dort serologisch und virologisch untersucht. 

Das FLI wird seine Risikobewertung aktualisieren und dies auch entsprechend kommunizieren.

 

BMEL kündigt eine Wiederholung der Plakataktion an den BAB-Raststätten an, wobei darauf hingewiesen wird, dass diese wegen der umfangreichen Abstimmungs-/Ausschreibungsverfahren nicht zeitnah wird möglich sein. Möglicherweise kommen auch „neue Medien“ in Betracht.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Im Auftrag, 

Dr. Thomas Fröhlich 

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, 

Landwirtschaft und Verbraucherschutz 


5. Juli 2017

Afrikanische Schweinepest erreicht Tschechien

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von den ersten beiden Fällen der Afrikanischen Schweinepest in der Tschechischen Republik. Der DJV bittet Jäger in Deutschland um erhöhte Aufmerksamkeit. Lesen Sie hier den Bericht und nebenstehendes PDF zur Information.

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Info-Broschüre
Bekämpfung der Schweinepest in D.pdf
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CDU, Grüne und Linke lehnen Aufhebung der Waschbär-Schonzeit ab

Am Donnerstag, 29. Juni 2017, wurde im Hessischen Landtag über den Antrag der SPD-Fraktion Hessen, die Schonzeit für Waschbären aufzuheben, abgestimmt. Die Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen hatten daraufhin die Beibehaltung der Waschbären-Schonzeit beantragt.

 

Der SPD-Landtagsabgeordnete Heinz Lotz: „Waschbär und Kormoran eignen sich sehr gut, um die misslungene Jagdverordnung bzw. die misslungene Fischereiverordnung des Landes aufzugreifen“. Die SPD fordere seit langem ein modernes Jagdrecht in Hessen zu schaffen. Die Aufhebung der Schonzeit für Waschbären in der Rhön sei der beste Beweis, dass der Waschbär vielerorts ein ernstzunehmendes Problem ist. Er habe auf dem Landesjägertag selbst gehört, dass Ministerpräsident Volker Bouffier  „in der Tat noch mehr ändern will“. Diese Frage wäre bisher nicht beantwortet worden. Statt gemeinsam mit Experten an einem lösungsorientierten Plan zu arbeiten, sei die Jagdverordnung mit pseudowissenschaftlichen Grundlagen mit der ideologischen Brechstange durchgesetzt worden. Die EU habe erst 2016 den Waschbär auf die Liste der unerwünschten Spezies gesetzt, das war aus seiner Sicht keine Jux-Aktion der EU. „Wir glauben, das unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Waschbärproblematik.“  In vielen Bundesländern dürften Jungwaschbären ganzjährig bejagt werden. Ausgerecht in Hessen, dem Bundesland mit der weitaus höchsten Waschbärdichte, sei die Jagdzeit wohl am kürzesten.

 

Dirk Landau von der CDU-Fraktion Hessen betonte, die Jagdverordnung sei jetzt seit einem Jahr in Kraft und man sollte erst einmal abwarten, wie sich die Jagdstrecke 2016/2017 entwickele. Es sollte abgewartet werden bis der Maßnahmenkatalog vorliegt, dann könne man überlegen, wie man dem Waschbär weiter begegnet.

 

Jürgen Lenders von der FDP-Fraktion zeigte sich verwundert darüber, dass viele Kollegen das Thema Waschbär äußerst witzig und komisch fänden. „Die Menschen, die einen Waschbär im Hause haben, finden das überhaupt nicht komisch“. Schwarz-Grün beziehe sich in ihrem Antrag auf Rheinland-Pfalz. Diese Regelung sei aus Sicht der FDP durchaus tragbar, denn auch dort dürften Jungtiere das ganze Jahr bejagt werden. Es brauche auch keine Einzelfallprüfung, die EU habe den Waschbär ausdrücklich als invasive Art klassifiziert und damit könne man ihn auch bejagen. Auf dem Landesjägertag habe Ministerpräsident Bouffier den Eindruck erweckt, man sei gesprächsbereit. Hier im Landtag sähe das jetzt ganz anders aus. „Sie können diesen Widerspruch nicht auflösen. Jedes Mal wenn sie den Jagdverbänden vor Ort erzählen, sie würden sich einsetzen und deren Interessen vertreten, dann sind sie hier im Landtag,… dann spielt das alles keine Rolle mehr. Dann überlassen sie den Grünen das Feld.“

Ursula Hamann (Bündnis 90/Grüne) wirft ihren Kollegen von SPD und FDP vor, die vorliegenden Anträge würden beweisen, dass sie sich immer mehr vom Tierschutz entfernen.

In Hessen wäre der Elternschutz bei einigen Tierarten zeitlich konkretisiert worden und dazu zählt auch der Waschbär, damit würde auch zur Rechtssicherheit beigetragen. Es sei  immer wieder vorgekommen, dass Welpen getötet wurden, dann erst die Elterntiere, da diese dann keinen Elternschutz mehr hatten. Diese Unsitte sei damit beendet.

Weiterhin führte Ursula Hamann die Untersuchung in Brandenburg zum Thema Sumpfschildkröte an. Diese Untersuchung belege keine direkte Einwirkung durch den Waschbär. In einem Zeitraum von drei Jahren seien vier Sumpfschildkröten untersucht wurden. Der Autor der Untersuchung hielte eine Bejagung der Waschbären für sinnlos, da die Kadaver keiner nennenswerten Verwertung zugeführt würden noch ein nennenswerter Schutz daraus entstehen würde.

 

Umweltministerin Priska Hinz erklärte, es sei richtig, der Waschbär sei eine invasive Art. Die Managementpläne würden derzeit in den Entwürfen bereits erarbeitet und Hessen hätte die Federführung für die Managementpläne Tema Waschbär übernommen, weil in Hessen die höchste Population vorhanden sei und die Tiere in Hessen ausgesetzt wurden. Es sei aber nicht so, dass die Waschbären als unerwünscht gelten. .. Im Gegenteil, die Waschbären gelten als etabliert für bestimmte Regionen und eben für Hessen. Deshalb sollen die Managementpläne darauf abgestimmt werden, wie mit dieser hier etablierten Art umgegangen werden soll, um auch zu Regulierungen zu kommen. Sie erwähnte Faltblätter von HessenForst und einzelnen Städten über Schutzmaßnahmen, z. B. dass man das Füttern von Waschbären unterlässt, denn es ginge auch um die Frage die Prävention. Natürlich könnten Waschbären im urbanen Bereich ein Problem darstellen, deswegen gelte die Jagdverordnung im befriedeten Bereich so nicht. Auch dieses wäre dargestellt und aus dem Jagdgesetz zu ersehen. Sie könne die Aufregung deshalb nicht verstehen, zumal noch zwei Ausnahmen in der Rhön und der Wetterau zugelassen wurden, um dort Populationen von anderen Tieren vor dem Waschbär zu schützen. Insofern sei Hessen durchaus auf der sicheren Seite, was die Frage der Schonzeit, der Bejagung aber auch der Prävention der Waschbären angeht.

In der darauffolgenden Abstimmung wurde der ursprüngliche von der SPD-Fraktion gestellte Antrag zur Aufhebung der Schonzeit für Waschbären abgelehnt. CDU, Grüne und Linke stimmten dagegen.

 

Demgegenüber stimmten CDU, Grüne und Linke für den dringlichen Antrag für CDU und Grüne, zu dem wir bereits am Dienstag informiert haben, siehe:

https://ljv-hessen.de/pressemitteilung-waschbaer-im-hessischen-landtag/

Download Pressemeldung DJV "Besseres Management invasiver Arten"


9. Juni 2017

Waffenrechtliche Erlaubnisse zur Verwendung von Schalldämpfern

Im nebenstehenden Staatsanzeiger lesen Sie folgende Informationen: Waffenrechtliche Erlaubnisse zur Verwendung von Schalldämpfern

für Jagdlangwaffen bei der Jagdausübung (VVSchalldämpfer)"

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Staatsanzeiger Juni 2017
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95-jähriges Vereinsjubiläum Deutsch-Drahthaar Gruppe Hessen e.V.

21. Februar 2017

 

Die Gruppe Hessen richtete am 18. und 19. Februar 2017 die Zuchtwartetagung und die Zuchtrüdenvorstellung International in Grünberg/Hessen aus. 

 

Der Verein besteht aus 375 Mitgliedern. Weltweit gehören dem Verein 21 Länder, von Argentinien bis Ungarn an.

 

Grußwort des Vorsitzenden Hubertus Gießen und Umgebung e. V. 

 

 

Zu seinem 95jährigen Bestehen gratuliere ich dem Verein Deutsch-Drahthaar Gruppe Hessen e.V. im Namen unserer Jägerschaft auf das Herzlichste und danke seinem Vorstand und den Mitgliedern für seine konstruktive und aktive Mitarbeit zum Wohle von Wild- und Waidwerk in Hessen.

 

Besonders gilt mein Gruß den 375 Mitgliedern der Gruppe Hessen die Schulter an Schulter den Gedanken verfechten, dass es ohne den Gebrauchshund kein waidgerechtes Jagen gibt. In 95 Jahren ununterbrochenen Wirken hat sich der Verein Deutsch-Drahthaar e.V. durch seine vorbildlichen Leistungen eine überall anerkannte Spitzen- und Führungsstellung auf dem Gebiet des Jagd- und Gebrauchshundewesens im hessischen Raum verschafft. Im November 1922 mit dem Namen Deutsch-Drahthaar Gau 4 Hessen gegründet, bewies der Verein schon damals durch seine Mitgliedschaft im Jagdgebrauchshundeverband seinen Beitritt für die großen, verpflichtenden und verbindenden Aufgaben, die dem deutschen Waidwerk gestellt waren. In jenen Jahren machte er sich mit seinem ersten Vorsitzenden August Pascoe einen Namen und wurde 1934 in Verein Deutsch-Drahthaar Landesgruppe Hessen umbenannt. Der Verein Deutsch-Drahthaar e.V. hat die Verpflichtungen erkannt und erfüllt, die ihm durch eine reiche Tradition gestellt sind. Ihm hierfür im 95. Vereinsjubiläum den Dank der regionalen Jägerschaft auszusprechen, ist dem „Hubertus“ Gießen und Umgebung e.V. ein aufrichtiges Bedürfnis.

 

Zwei ethische Aufgaben sind es, die unser aller Wollen und Vollbringen, im Vereins- und Verbandsleben aus Idealismus bestimmen müssen wenn das Waidwerk bleiben soll:

 

Die Hege und Erhaltung des uns wehrlos ausgelieferten Wildes um seiner selbst willen –    die Befreiung des Wildes jeder Qual und Verluderung mit Hilfe eines zur Nachsuche brauchbaren Jagdhundes.

 

Solange es Jagdausübung gibt, solange wird und kann uns niemand von diesen Pflichtaufgaben, die Tierschutz im besten Sinne sind, befreien.

Ich weiß, liebe Freunde im Verein Deutsch-Drahthaar der Gruppe Hessen, dass ihre           95-Jahr-Feier in stolzer Rückerinnerung auf das Geleistete und in zuversichtlicher Vorschau auf kommende Aufgaben gerade diese Ideale als Leitmotiv in den Mittelpunkt ihrer Zuchtwartetagung und Zuchtrüdenvorstellung in Grünberg gestellt haben.

Ich beglückwünsche den Verein, ganz besonders den Vorsitzenden Siegfried Pfaff und die Damen und Herren des Vorstandes zu dieser Jubiläumsveranstaltung im hessischen Grünberg. Herzlichen Dank für die geleistete Arbeit. Vorstand und Mitglieder des Vereins Deutsch-Drahthaar e.V. haben sich in den nun bald 100 Jahren große Verdienste erworben. Ihre Bemühungen um das Wild, den Hund, den Wald und die Jagd sind nicht umsonst gewesen, sie haben reiche Früchte getragen!

 

Ich wünsche dem Verein von Herzen viel Glück und Gottes Segen für eine erfolgreiche Zukunft. Möge auch seine künftige Arbeit immer unter dem Leitsatz stehen:

 

Heute im Wasser, morgen im Feld

Im Walde verwiesen oder verbellt,

Raubzeug gewürgt, das verlor´ne gebracht:

Das ist´s, was den Gebrauchshund ausmacht.

 

Die Historie des Verein Deutsch-Drahthaar e.V. berichtet, dass sich im Jahre 1922 aus dem Gau Mittelrhein heraus die hessischen Drahthaar Männer herauslösten und unter Vorsitz von August Pascoe die „Landesgruppe Hessen“ des Vereins Deutsch-Drahthaar bildeten. Dem Gründer und dem gewählten Vorstand war es vollkommen klar, dass es nicht darauf ankam die Zahl der Gießener Stammtische um einen weiteren zu vermehren, sondern dass gearbeitet, Aufgaben erfüllt werden mussten, und dass dies nur möglich war, wenn die Mitglieder so oft als möglich zusammen kommen konnten. Damals entstand bereits der Zeitplan nach dem dann in all den folgenden Jahren verfahren wurde:

 

Am Mittwoch der ersten Monatswoche eine Mitgliederversammlung und am „Heiligen Mittwoch“ der übrigen Wochen ein Stammtisch. 

 

Bereits die erste Mitgliederversammlung im November 1922 zeichnete in Ihren Beschlüssen den Weg des Vereins in die Zukunft deutlich vor. Ihr Gründungsmitglied August Pascoe war es auch der bis zu seinem Tode am 15.Oktober 1945 ohne Unterbrechung die Geschicke unseres „Hubertus“ Gießen als Vorsitzender leitete. Auf dieser Plattform einer Personalunion in Gestalt des 1.Vorsitzenden entwickelte sich in den Folgejahren bis heute eine außerordentlich ersprießliche Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Prüfungen. Fast alle Prüfungen wurden gemeinsam durchgeführt, bis erst in den 50er Jahren die Höhe der Nennungen zu einer Trennung bei den Jugendprüfungen zwang. Da unsere Mitglieder, die Pächter gut gepflegter Reviere um Gießen waren, stets diese Reviere uneigennützig zur Verfügung stellten, errangen die Prüfungen bei Gießen rasch einen guten Ruf. Die Verbandsjugendprüfung am 3.Mai 1925 war mit 62 Hunden bereits die stärkst beschickte im Reich! 

 

Wenn man Gruppenaufnahmen aus der damaligen Zeit ansieht, so sehen wir die Kämpfer von einst vor dem geistigen Auge. Die Vorkämpfer für den Gebrauchshund! Sie legten bei uns den Grund für unsere Gebrauchshundearbeit bis zum heutigen Tage, der Pascoe oft mit den Worten Ausdruck gab:

„Kein waidgerechter Jäger ohne den waidgerechten Hund.“

 

Am 15.Oktober 1945 schloss August Pascoe seine Augen für immer. Von der Gründung 1922 bis zu seinem Tode 1945 hat er als 1. Vorsitzender im Verein Deutsch-Drahthaar Landesgruppe Hessen sowie im „Hubertus“ Gießen und Umgebung e.V. seinen Idealismus, sein Wissen und Können als Jäger und Gebrauchshundemann, seine Arbeitskraft in den Dienst seiner „Vereine“ gestellt.

 

Mit einem kräftigen Waidmannsheil beglückwünsche ich den Verein Deutsch-Drahthaar Gruppe Hessen zu diesem Gründungsmitglied, seinem 95-jährigen Bestehen und lange Jahre echter Verbundenheit beider Vereine. Hoffen wir, dass diese Freundschaft auch weiterhin bestehen und kurz vor dem 100-jährigen Vereinsjubiläum weiterhin gedeihen und wachsen wird. Zum Erfolg und zum Wohle des deutschen Waidwerks, deutscher Jagd und den passierten Rüdemänner in Deutschland.

 

Mit dem Wunsche, dass Wald und Wild mit dem Gebrauchshund auch unseren Nachkommen als ein Stück Heimat in der schönen hessischen Landschaft erhalten bleibt grüße ich Sie mit einem kräftigen Waidmannsheil

 

Dieter Mackenrodt

Hubertus-Vorsitzender


7. Februar 2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Vorsitzende der hessischen Jagdvereine,

 

zu Ihrer persönlichen Information übersenden wir  in der Anlage die vom Hessischen Umweltministerium bereitgestellten Informationen zur Jagdabgabe und die kleine Anfrage des Abgeordneten Lenders aus der FDP-Fraktion betreffend den Einnahmen aus der Jagdabgabe und deren Verwendung sowie die Antwort von Umweltministerin Hinz. Die Anfrage bezieht sich  auf den Zeitraum  von 2009 bis 2016, unabhängig von der jeweils in der Regierungsverantwortung stehenden damaligen und heutigen Koalition.

 

Nach § 16 Abs. 2 HJagdG wird mit den Jagdscheingebühren in gleicher Höhe auch die Jagdabgabe erhoben, die dann von dem Hessischen Umweltministerium zur Förderung des Jagdwesens zu verwenden ist. Dabei ist wichtig zu wissen, dass ein regelmäßiger Anspruch auf Erhalt dieser Jagdabgabe für den LJV selbst nicht besteht, sondern jedes Jahr neu beantragt werden muss und der LJV damit jedes Jahr neuerlich um den Erhalt der Mittel kämpfen muss. Soweit die Jagdabgabe für anderweitige Projekte durch das Hessische Umweltministerium vergeben wird, besteht für den LJV lediglich ein Anhörungsrecht und kein Vetorecht, was bedeutet, dass das Hessische Umweltministerium auch selbstständig im Rahmen seines Ermessens über die Vergabe der Mittel entscheiden kann. Gleichwohl haben wir uns z.B. massiv dafür eingesetzt, dass zur Ertüchtigung der Schießstände das Umweltministerium auch entsprechende Mittel freigibt.

 

Nachfolgend geben wir die Fragen und Antworten zur Förderung aus der Jagdabgabe, zusammengestellt durch das Hessische Umweltministerium (abrufbar unter: https://umweltministerium.hessen.de/sites/default/files/media/hmuelv/haeufige_fragen_antworten_jagdabgabe.pdf) wider:

 

„Was kann aus der Jagdabgabe gefördert werden?

Die Jagdabgabe ist von der obersten Jagdbehörde zur Förderung des Jagdwesens zu verwenden (§ 16 Abs. 2 Hessisches Jagdgesetz). Vor diesem Hintergrund sollen vornehmlich solche Projekte gefördert werden, die im Interesse einer Vielzahl von Jagdabgabenzahlern sind. Das kann zum Beispiel die Sanierung oder Modernisierung einer Schießanlage sein, die nicht ausschließlich einem begrenzten Kreis von Vereinsmitgliedern zur Verfügung steht. Aber auch wildbiologische oder veterinärmedizinische Gutachten, die von grundsätzlichem Interesse sind, können gefördert werden. Die oberste Jagdbehörde entscheidet im Einzelfall und nach Ermessen. Zur Wahrung der Interessen der Jägerschaft wird die Landesvereinigung der Jägerinnen und Jäger über den Beschluss angehört.

 

Wer kann Fördermittel aus der Jagdabgabe beantragen?

Grundsätzlich kann jeder ein Antrag auf Förderung aus der Jagdabgabe stellen. Üblicherweise stellen Privatpersonen, Vereine, Verbände, Gemeinden, Kreise u.s.w. solche Anträge.

 

Besteht ein Anspruch auf Förderung aus der Jagdabgabe?

Ein Anspruch auf eine Förderung aus der Jagdabgabe besteht nicht. Zudem sind die zur Verfügung stehenden Mittel begrenzt und jährlich schwankend.

 

Zu welchem Zeitpunkt des Projektes muss der Antrag auf Förderung eingereicht werden?

Der Antrag auf Förderung eines Projektes muss vor dem Projektbeginn eingereicht werden. Mit der Durchführung von Maßnahmen oder Projekten darf erst nach der Bewilligung des Antrages begonnen werden. Wurde bereits vor der Antragsstellung und der Bewilligung mit einem Projekt begonnen, stellt dies in der Regel ein Ausschlussgrund für eine Förderung dar.

 

Wo schicke ich den Antrag hin?

Ein Antrag auf Förderung aus der Jagdabgabe ist an die oberste Jagdbehörde zu richten

Adresse:

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

– Oberste Jagdbehörde –

Mainzer Straße 80

65189 Wiesbaden

 

Welche Unterlagen muss ich bei einem Antrag vorlegen?

Dem Antrag zur Projektförderung sind beizufügen:

a) ein Kosten- und Finanzierungsplan (aufgegliederte Berechnung der gesamten mit dem Zuwendungszweck zusammenhängenden Ausgaben mit einer Übersicht über die Finanzierung), b) eine rechtsverbindliche Erklärung darüber, ob der Zuwendungsempfänger allgemein oder für das betreffende Vorhaben zum Vorsteuerabzug nach § 15 des Umsatzsteuergesetzes berechtigt ist oder nicht. Ist der Zuwendungsempfänger zum Vorsteuerabzug berechtigt, hat er im Finanzierungsplan oder Haushalts- oder Wirtschaftsplan die sich aus dem Vorsteuerabzug (§ 15 UStG) ergebenden Vorteile auszuweisen und von den zuwendungsfähigen Ausgaben abzusetzen, c) eine Bestätigung, dass mit dem Projekt noch nicht begonnen wurde.“

 

Downloads:

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Ausführungen gedient zu haben und verbleiben

mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil

 

Markus Stifter

Pressesprecher

Landesjagdverband Hessen e. V.


12. Januar 2017

Agrarminister will "beschränkte Abschussfreigabe für  Wölfe"

 

"Bundesagrarminister Christian Schmidt will die wachsende Zahl der Wölfe mit einer «beschränkten Abschussfreigabe» begrenzen..."

Lesen Sie den gesamten Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Weitere Links: 


7. Dezember 2016

Sachschaden beim Einsatz von bleifreier Munition

"... Bei der verwendeten bleifreien Munition (30-06) wurde die Geschossenergie beim Eindringen in den Wildkörper nicht abgebaut und die Dammwildkuh flüchtete weiter und wurde nicht sicher und schnell getötet..."

Der komplette Bericht inkl. Bilder im Download-PDF: 

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Sachschaden durch bleifreie Munition.pdf
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21. November 2016

Probenbegleitschein Stockenten - Download Veterinäramt Gießen

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Zum Ausdrucken und ausfüllen
2016_08 Probenbegleitschein AIV Stockent
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Achtung: Wildwechsel!

29. Oktober 2016

 

In der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober werden in Deutschland die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Wie in jedem Jahr markiert die Zeitumstellung gegen Ende des Jahres den Beginn der Winterzeit. Dunkelheit, Sturm und rutschige Fahrbahnen: Der Herbst erfordert besondere Vorsicht von Hessens Autofahrern im Straßenverkehr. „Die Dämmerung bricht früh herein, Regen und Nebel verschlechtern die Sicht und mit Beginn der Herbstzeit ist das Wild aktiver, so dass die Gefahr von Kollisionen zunimmt“, sagt Matthias Feltz, Vorsitzender des ADAC Hessen-Thüringen.

 

Ein erhöhtes Risiko, mit Wild zusammenzustoßen, besteht vor allem nachts und in der Dämmerung, da es hier verstärkt zu Wildwechsel kommt. Wild geht erst im Schutz der Dunkelheit auf Futtersuche und muss jetzt, nachdem die Felder abgeerntet sind, weite Wege zurücklegen, um an Grünfutter zu gelangen. Deshalb kommt es in den kommenden Wochen vermehrt dem morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr in die Quere. Tauchen Tiere am Straßenrand auf, sollten Fahrzeugführer kontrolliert bremsen und langsam vorbeifahren. „Insbesondere in Waldnähe, bei dichten Hecken oder an Feldern am Straßenrand ist eine angepasste Geschwindigkeit, erhöhte Bremsbereitschaft sowie eine vorausschauende Fahrweise erforderlich“, sagt Matthias Feltz, Vorsitzender des ADAC Hessen-Thüringen. Durch abblenden und hupen lassen sich die Tiere ggf. von der Fahrbahn verscheuchen. Außerdem: Fernlicht ausschalten. Scheinwerferlicht irritiert die Tiere, sie verlieren die Orientierung.

Viele Wildunfälle lassen sich trotz vorsichtiger Fahrweise nicht verhindern. Ausweichmanöver sollten aber auf jeden Fall vermieden werden. Sie enden oftmals im Gegenverkehr oder an einem Baum und führen zu schwereren Unfallfolgen als die Kollision mit dem Tier.

 

Ist es zu einem Unfall gekommen, sollte das Fahrzeug am Straßenrand abgestellt, die Warnblinkanlage eingeschaltet, das Warndreieck aufgestellt und zum eigenen Schutz eine Sicherheitsweste angezogen werden. „Anschließend sollte eventuell verletzten Personen Erste Hilfe geleistet und die Polizei oder der Jagdpächter informiert werden“, erklärt Matthias Feltz. Wichtig für die Schadenregulierung mit der Versicherung ist die Wildunfallbescheinigung, die von der Polizei oder dem Jagdpächter am Unfallort ausgestellt wird. „Angefahrene Tiere sollten nur im Notfall berührt werden. Die Absicherung des Unfallortes hat zunächst Vorrang.

 

Tote Tiere sollten nicht angefasst oder mitgenommen werden. Das Mitnehmen von getötetem Wild kann darüber hinaus als Wilderei zu bewerten sein“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes Hessen. „Die Jägerinnen und Jäger bringen zum Schutz vor Wildunfällen blaue Wildwarnreflektoren an Leitpfosten an, die durch Reflexion des Scheinwerferlichts die Tiere am Überqueren der Straße hindern sollen.“ Ein von der Universität Kiel entwickeltes Wild- und Totfundkataster soll künftig die Basisdaten für eine spezielle Wildwechsel-App liefern, die Autofahrer vor Gefahrenstellen warnen soll. Der Landesjagdverband Hessen begrüßt diese technische Entwicklung. „Die App der Universität Kiel steht für Jedermann unter dem Suchbegriff „Tierfund-Kataster“ für Apple und Android zur Verfügung“, so Prof. Ellenberger weiter.


5. September 2016

Erlass des Hess. Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz,

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

 

Durchführung der Herbstzählung beim Feldhasen sowie Bejagung von Feldhase und Stockente gemäß § 3 Abs. 3 der Hessischen Jagdverordnung (HJagdVO) im Jagdjahr 2016/2017.

Laden Sie sich das Dokument als PDF nebenstehend herunter:

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Erlass zur Herbstzählung und zur Bejagun
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Umsatzsteuerpflicht der Jagdpacht

9. August 2016

 

Lesen Sie nebenstehend den Rechtstipp aus der Septemberausgabe Hessenjäger. Hier geht es um die Umsatzsteuerpflicht der Jagdpacht.

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Waschbär ist ab 1. August wieder bejagbar – Hausbesitzer und der Artenschutz können aufatmen

4. August 2016

Nachdem die Hessische Umweltministerin Priska Hinz im Dezember 2015 eine neue Jagdverordnung erlassen hat, steht der Waschbär bis zum 1. August unter Schonzeit. Für viele Hausbesitzer gerade in Nordhessen eine Katastrophe. In einigen Regionen Hessens hat sich der Waschbär explosionsartig vermehrt und richtet große Schäden an Gebäuden an. Auch der Artenschutz leidet unter der langen Schonzeit der Waschbären. Wo er vorkommt, weist nahezu jedes zweite Reptil starke Verletzungen, wie abgebissene Gliedmaße oder Schwänze auf.

 

Die Europäische Union (EU) hat den Waschbär mit Wirkung zum 03. August 2016 in die Liste der invasiven, gebietsfremden Arten aufgenommen. Das primäre Ziel ist die Eindämmung dieser Arten. Der Landesjagdverband Hessen e. V. befürwortet diese Entscheidung: "Da der Waschbär dem Jagdrecht unterliegt, sind Jäger kompetente Ansprechpartner, wenn es um die Reduzierung von Wildtierbeständen in der Fläche geht", sagt Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverband Hessen e. V.

 

Die Bemühungen der EU werden jedoch im Moment in Hessen dadurch konterkariert, dass in Hessen die Jagdzeit des Waschbären auf den Zeitraum vom 1. August bis zum 28. Februar reduziert worden ist. "Dies ist völlig impraktikabel, da die Tiere in der Hälfte der Zeit sehr inaktiv und damit kaum zu bejagen sind", ist Ellenberger überzeugt. Die Bejagung von Jungwaschbären fällt so ebenfalls weg. Um eine Art einzudämmen, ist gerade das Entnehmen des Nachwuchses nötig.

Die Jäger liefern über ihr WILD-Monitoring (Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands) seit 2006 wertvolle Daten zur Ausbreitung des Waschbären:

http://www.jagdverband.de/node/4683

 

Demnach hat der Waschbär sein Verbreitungsgebiet deutschlandweit in sieben Jahren nahezu verdoppelt und kommt jetzt fast in jedem zweiten Jagdrevier vor (46 Prozent).

 

„Wenn wir die heimische Artenvielfalt erhalten wollen, gibt es nur zwei Stellschrauben: Lebensräume erhalten und verbessern sowie Fressfeinde reduzieren“, sagt Dr. Jürgen Ellenberger. Angesichts der rasanten Ausbreitung räuberisch lebender, gebietsfremder Arten und dem fortschreitenden Lebensraumverlust etwa für Arten der Offenlandschaft und Feldflur fordert der Landesjagdverband die Hessische Umweltministerin Priska Hinz auf, die Schonzeit für die Waschbären, mit Ausnahme des Elterntierschutzes, im Sinne des Artenschutzes und der Biodiversität aufzuheben und die Jagdverordnung entsprechend zu korrigieren. So könnte die EU-Verordnung in Hessen erfolgreich umgesetzt werden.

Nachtrag vom 8. August vom Landesjagdverband Hessen:

Die Pressemitteilung "EU nimmt Waschbär in die Liste invasiver Arten auf" stösst auf ein großes öffentliches Interesse. 

Auch der Hessische Rundfunk hat sich gemeldet. Die Redakteurin möchte Europaministerin Puttrich kontaktieren und zum aktuellen Sachstand befragen.

Hier finden Sie die einzelnen Pressemitteilungen als Download:

 


Bestand von Schwarzstörchen steigt an

14. Juli 2016

Zu den Gefahren zählen Waschbären, intensiv betriebene Forstwirtschaft sowie Windkraftanlagen

 

Etwa 60 Schwarzstorchpaare lassen sich jährlich in Hessen zum Brüten nieder – vor allem im Vogelsberg und in der Rhön. Vor 50 Jahren seien es deutschlandweit nur etwa 20 gewesen, teilte der Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung e.V. mit. 

Schwarzstörche sind Zugvögel und kehren zum Brüten oft in den gleichen Horst zurück, wenn die Bedingungen stimmen.  

 

Am liebsten sind Ihnen bewaldete, ruhige Gebiete mit Lichtungen und Bächen. Für ihre Zunahme verantwortlich sind etwa das Anlegen von Nahrungsteichen, Schutzzonen und das Aussetzen von Forstarbeiten während der Aufzuchtzeit. Um Ihnen die nötige Ruhe zu gewähren, sperre man selbst Waldwege ab, so eine Pressemitteilung von HessenForst.

Die größten Gefahren für die Tiere stellen allerdings Waschbären, intensiv betriebene Forstwirtschaft sowie die Windkraftanlagen dar. 


22. April 2016

Wichtige Änderungen der Tierischen Lebensmittelhygiene-Verordnung

am 17. März 2016 ist die dritte Verordnung zur ,Änderung von Vorschriften zur Durchführung des gemeinschaftlichen Lebensmittelhygienerechts in Kraft getreten, die auch im Zusammenhang mit der Trichinenuntersuchung zwei wichtige Änderungen für die Jägerschaft mit sich bringt.

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2016_04_21 Anderungen Tierische LMHV.pdf
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Hinweise zur Ausübung der Jagd mit halbautomatischen Langwaffen

An die Vorstände und Presseobleute der hessischen Jagdvereine mit der Bitte um Weiterleitung an Ihre Mitglieder

 

18. Mai 2016

 

Liebe Vorsitzende der hessischen Jagdvereine,

sehr geehrte Damen und Herren,

 

im vergangenen Juni hat sich der LJV Hessen bereits mit dem  Thema „Verzögerung bei der Jagdschein-Verlängerung“  beschäftigt und das Innenministerium auf die unbefriedigende Sachlage hingewiesen. Zuletzt wurde auch der Innenminister direkt angeschrieben.  Auf dieses Thema aufmerksam geworden, hat sich aktuell das HR Studio Kassel dem Thema angenommen. Der Landesjagdverband hat die Redaktion mit einem umfangreichen Telefoninterview bei der Recherche unterstützt.

 

Nach Informationen des HR sollen im Bereich der bestehenden Jagdschein-Verlängerung hessenweit keine Probleme mehr auftreten. Dies gilt insbesondere auch für den Raum Nordhessen.

 

In begründeten Einzelfällen – insbesondere sofern mögliche Straftaten im Raum stehen – kann sich das Verfahren noch verzögern. 

Auf Rückfrage des Landesjagdverbands bei den Unteren Jagdbehörden (UJB) in Hessen wurde die Information des Hessenfernsehens grundsätzlich bestätigt.

Da viele UJB’s auch im Vorfeld die Überprüfung der Zuverlässigkeit vorausschauend beantragt hatten, konnte die Abarbeitung zügig erfolgen.

Zu längeren Bearbeitungszeiten kommt es momentan nur bei Personen, die den Jagdschein erstmals beantragen und insbesondere die Jägerprüfung nicht in Hessen abgelegt haben.

 

Soweit vereinzelt auch hessischen Jägerprüflingen eine verlängerte Wartezeit entsteht, bleiben wir für Sie selbstverständlich am Ball. 

Bitte nehmen Sie bei Problemen direkt Kontakt zur LJV Geschäftsstelle unter info@ljv-hessen.de auf.

 

Weiterhin erreichte uns heute ein Schreiben des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Thema „Jagdausübung mit halbautomatischen Waffen“, welches wir zur Kenntnisnahme beifügen.

 

Nach aktuellen Sachstand des HMUKLV sind von dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (Az.: BVerwG 6 C 60.14 vom 07.03.2016) nicht betroffen:

• Halbautomatische Pistolen

• Halbautomatische Selbstladebüchsen mit fest eingebautem Magazin mit einem maximalen Fassungsvermögen von zwei Patronen

• Halbautomatische Selbstladeflinten mit feststehendem Röhrenmagazin mit einem maximalen Fassungsvermögen von zwei Patronen.

„Das HMdIS hat mit Schreiben vom 14.03.2016 den Waffenbehörden bis zur Klärung der noch offenen Rechtsfragen empfohlen, diesbezüglich erteilte waffenrechtliche Erlaubnisse zunächst nicht zu widerrufen und zurückzunehmen und eine Bescheidung diesbezüglich eventuell neu gestellter Anträge vorläufig zurückzustellen.“

„Das Bundesministerium des Innern hat mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass Jäger aufgrund der Strafbewehrung möglicher Verstöße gegen das Waffengesetz Waffen der betroffenen Bauart weder erwerben, noch führen, noch ohne Rücksprache mit ihrer Waffenbehörde an Dritte überlassen sollen.“

Der Deutsche Jagdverband e. V. informierte eben zusätzlich mit der Meldung "Bundeslandwirtschaftsminister hält Wort.

 

 

Markus Stifter

Pressesprecher LJV Hessen e. V.

 

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Anhang: Schreiben des Ministeriums
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5. Juli 2016

"Jäger in Schleswig-Holstein": Selbstverteidigung für Jäger

Der Landesjagdverband Schleswig Holstein hat in seiner Verbandszeitung einen interessanten Artikel veröffentlicht, den wir hier mit freundlicher Genehmigung von Hendrik Löffler für Sie zum Download bereit stellen:

 

(weitere Ausgaben sehen Sie hier

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Selbstverteidigung für Jäger
Selbstverteidigung aus JSH0416.pdf
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1. Juli 2016

Dr. Rudolf Leinweber neuer Vizepräsident des LJV Hessen

Er wurde am gestrigen Abend einstimmig auf der dazu einberufenen Bezirksversammlung des Bezirkes Kassel gewählt.

 

Das Mitteilungsschreiben können Sie sich nebenstehend herunterladen:

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Mitteilungsschreiben des LJV
neuer Vize Dr. Leinweber.pdf
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Zu Ostern sind die Hasen los – Hasenbestände in Hessen stabil

21. März 2016

 

In über hundert hessischen Revieren sind derzeit die Jäger auf der Pirsch – allerdings nicht mit der Flinte sondern mit großen Suchscheinwerfern, Papier und Bleistift. In den Abendstunden zählen sie Hasen auf freien Feldflächen. Bei dem noch niedrigen Bewuchs können die Hasen auf bis zu 200 Meter sicher erkannt und gezählt werden. Ihre Augen leuchten hell rot wenn sie angestrahlt werden, so sind sie gut von anderen Wildtieren wie Füchsen oder Rehen zu unterscheiden.

 

Die ersten Ergebnisse der Frühjahrszählung liegen bereits vor und bestätigen einen langjährigen Trend: 

Die in Hessen seit Jahrzehnten bekannt guten Niederwildbereiche (Waberner Senke, Gießener Becken, Wetterau, Reinheimer Becken, Main-Ebene und das Hessische Ried) weisen in der Rückschau zu den hohen Besätzen der siebziger Jahre immer noch einen vergleichsweise hohen Besatz auf – in anderen Landesteilen hingegen verharren die örtlichen Besätze auf geringerem Niveau.

 

In den traditionell guten Hasenrevieren in Mittel- und Südhessen wurden im Herbst 2015 wieder Dichten von 15 bis über 50 Hasen pro 100 ha Revierfläche festgestellt. In Spitzenregionen sogar bis zu 80 Hasen auf 100 Hektar Feldfläche.

 

Rund die Hälfte aller Taxationsreviere weisen eine stabile Dichte von rund 10 bis 30 Feldhasen auf 100 Hektar Feldfläche auf.

 

In 2015 betrug die Zuwachsrate vom Frühjahr bis zum Herbst 28 %, dies ist der dritthöchste Wert aller Bundesländer. Vor diesem Hintergrund war das Jahr 2015 ein gutes Jahr für den Hasen, da deutlich mehr Nachwuchs als Verluste zu verzeichnen waren.

 

Die Hasenzählung wurde erstmal 1989 vom Landesjagdverband Hessen e. V. initiiert. Seit 25 Jahren zählen die Jägerinnen und Jäger auf freiwilliger Basis zweimal jährlich – im Frühjahr und Herbst die Hasenbestände. Das nun in der neuen Jagdverordnung festgeschriebene Monitoring ist bei den Jägern traditionell gelebte Praxis und bestärkt die Grünröcke darin diesen Weg fortzuführen.

 

Hintergrundinformationen:

Schwankungen in Wildtierbesätzen sind normal und werden durch viele Faktoren beeinflusst (Beutegreifer, Witterung, Krankheiten, etc.). Solche Schwankungen zeigen aber auch Veränderungen in der Landschaftsstruktur und in der Landnutzung unserer Kulturlandschaft auf.

Weder auf Landesebene noch regional kann weder von einer generellen Gefährdung, noch von einer pauschal guten Situation für Feldhasen gesprochen werden – das „Gesetz des Örtlichen“, die lokalen Bedingungen, entscheiden über den jeweiligen Hasenbesatz.

 

 

Seit 1989 führt der LJV Hessen in Eigenregie landesweit repräsentative Feldhasen-Taxationen durch. Die Eckpunkte des Hess. Feldhasen-Monitoring sind: 

              •  Repräsentativität der Probeflächen

              •  Sicherheit der Methodik (Methode der „Scheinwerfer-Taxation“)

              •  Offenheit und Transparenz nach außen - Nachvollziehbarkeit

              •  Seriosität und Nachhaltigkeit der Arbeit

              •  Konzentration auf das Machbare – der Hase ist die wichtigste Niederwildart