Aktuelle Meldungen aus dem Jagdverein

Berichte 2021


Jahreshauptversammlung 2021

11. September 2021

 

Einstimmige Beschlüsse / Fürsorge des „Hubertus“ bei den teilnehmenden Mitgliedern

 

Zum wiederholten Male hielten wir im Kulturzentrum Großen-Buseck unsere gut besuchte Jahreshauptversammlung ab und begrüßten ganz besonders die Ehrenmitglieder Horst Kuhn, Peter Werner und Oswald Henzel.

 

Der erste Vorsitzende Dieter Mackenrodt hieß ganz besonders die Ehrengäste Dr. Ekkehart Hammermann (Kreisjagdberater) und seine Stellvertreterin Hedwig Jung sowie den Landesjagdberater Peter Seibert herzlich willkommen. Auch die Studentische Jagdgemeinschaft in Gießen sowie der Wurftaubenclub Oberhessen mit seinem Vorsitzenden Jörg Schwan weilte unter den Gästen.

 

Nach der Begrüßung durch die Hubertus-Bläsergruppen A und G unter der Leitung von Peter Diehl und Oswald Henzel eröffnete der Vorsitzende Dieter Mackenrodt die Versammlung und informierte über das mit Bedacht und Fürsorge gegenüber den Mitgliedern erstellte Hygienekonzept im großen Saal des Kulturzentrum Großen-Buseck.

 

Der Vorsitzende erinnerte an die verstorbenen Vereinsmitglieder seit der letzten Hauptversammlung. Die beiden Bläsergruppen bliesen dazu das letzte Halali.

 

Für langjährige und treue Mitgliedschaften (25, 40, 50, 60, 65 und 70 Jahre) im Jagdverein „Hubertus“ Gießen und im Deutschen Jagdverband wurden eine große Anzahl von Vereinsmitgliedern mit Urkunden und Treuenadeln ausgezeichnet. Dr. Ekkehart Hammermann ist seit mittlerweile 65 Jahre Mitglied im Hubertus Gießen. 

Das Ehrenmitglied Oswald Henzel bereits 70 Jahre (!!) in Hessens größtem Jagdverein!

In dankbarer Anerkennung und langjährigen Wirkens für Wild und Waidwerk erhielten Vereinsmitglieder die Ehrennadeln mit Urkunden des Landesjagdverband Hessen sowie des Deutschen Jagdverband überreicht. Diese Mitglieder hatten sich in besonderem Maße und besonderer Anerkennung in Ihrem jeweiligen Ausschuss und ihrem Wirken für den Verein oder das Waidwerk ausgezeichnet.

 

Die beiden Jagdhornbläsergruppen A und G bliesen nach den Ehrungen die Ehrenfanfare!

 

Der Kreisjagdberater Dr. Ekkehart Hammermann sowie der Landesjagdberater Peter Seibert sprachen ein Grußwort und lobten besonders das ehrenamtliche Wirken der Verantwortlichen und die vielen angebotenen Möglichkeiten im „Hubertus“ Gießen. 

Dieter Mackenrodt dankte allen Vereinsmitgliedern, die sich ehrenamtlich und in den Ausschüssen engagieren. Indem sie mehr tun als sie müssen, leisten sie einen unverzichtbaren Dienst für den Verein. Das Ehrenamt lebt aus Wurzeln wie Mitmenschlichkeit, Ideenreichtum, Spontanität und Hilfsbereitschaft. Wer ehrenamtlich tätig ist, hebt sich schon bewusst von denen ab, die sich ausklingen, abseitsstehen oder sich zurückziehen und mehr an ihre eigene Selbstverwirklichung denken als an gelebte Solidarität. Das Ehrenamt lebt von jedem einzelnen Engagement.

Anschließend sprach der Hubertus-Chef Dieter Mackenrodt in seinem Jahresbericht über das vergangene Vereinsjahr und gab in seinem Bericht einen Einblick in das Vereinsgeschehen:

 

Er berichtete über Vorstandssitzungen und einem arbeitsreichen erfolgreichen Vereinsjahr mit vielen Terminen bei Behörden, Vereinsveranstaltungen, Geburtstagen, Beerdigungen, Betreuungen von Senioren und Kooperationsgesprächen mit Werbepartnern des 1350 mitgliederstarken „Hubertus“ Gießen. Dazu Besuche in den Vorbereitungslehrgängen der Jungjäger, im Ausbildungs- und Lehrrevier sowie beim Training der Drohnenpiloten.

 

Anträge an die Hauptversammlung waren nicht gestellt, so dass der Vorsitzende auf aktuelle jagdpolitische Themen in Kreis- und Landesebene einging und über das Jubiläumsjahr „100 Jahre Hubertus Gießen“ berichtete. Man habe im Jubiläumsjahr eine sehr umfangreiche Festschrift verfasst, eine besondere Zigarre („Hubertus“) kreiert, eine Jubiläumsweste bestickt und eine besondere Nadel kreiert. Man biete den Mitgliedern einen Jubiläumssekt des Weingut Menger vom Rhein an und es besteht auch die Möglichkeit einer lebenslangen Mitgliedschaft, ausschließlich durch Antragsstellung nur im Jubiläumsjahr. 

 

Am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober 2021) sei darüber hinaus ein Familientag mit Zelt-Gottesdienst auf dem Vereinsgelände am Schießstand geplant. 

Die Mitglieder und Ihre Familien dürfen sich auf dem Schießstandgelände auf einen Familientag mit vielfältigen Attraktionen freuen. Den Zelt-Gottesdienst um 10 Uhr hält Pfarrer Dr. Ulrich Becke mit Segnung der Mitglieder und ihren vierbeinigen Jagdhelfern.

 

Die erstmals ausgetragene Trophäenschau betreute das Vereinsmitglied Horst Bernert und beglückwünschte die Erleger zu den mitgebrachten Trophäen von Sau, Reh und Hirsch. Alle Aussteller erhielten als Dank für Ihre besondere Trophäe einen Jubiläumssekt als Geschenk. 

Der Vorsitzende berichtete über eine sehr gepflegte Webseite hubertus-giessen.de und etwa 13.000 Besuchern pro Jahr aus ganz Deutschland auf der Homepage. Eine enorme Mitgliedsverwaltung, Schriftverkehr und vor allem viele Termine sind die Konsequenz stetigen Wachstums im Verein. 

 

Er informierte über die Aktivitäten im Ausbildungs- und Lehrrevier sowie der Mitgliederentwicklung seit seiner Amtsübernahme vor 11 Jahren. Der Vorsitzende ging auf die herausragenden Leistungen des Hundeausschusses, des Bläserausschusses, des Ausschusses für das Schießwesen, dem Ausschuss für den Naturschutz und dem Ausschuss für Aus- und Fortbildung näher ein.

  • Für den Hundeausschuss informierte Frau Dr. Sandra Rafalzik über das erfolgreiche Ausbildungsjahr. Frau Anja Braschoß wurde im Rahmen der Hauptversammlung in den Ausschuss aufgenommen. 
  • Für den Schießausschuss berichtete der Ausschussvorsitzende Jörg Schwan über die Aktivitäten am Schießstand. 
  • Über das Bläserwesen und dessen coronabedingt wenigen Aktivitäten informierte das Ehrenmitglied Oswald Henzel. 
  • Über die zahlreichen Aktivitäten im Ausschuss für den Naturschutz informierte Frau Dr. Nadine Stöveken. 
  • Und seinen ausführlichen Bericht für den Ausschuss Aus- und Fortbildung gab der Ausschussvorsitzende Karl-Heinz Kuchenbecker an die Versammlung weiter. 

Der Jubiläumsverein „Hubertus“ Gießen (100 Jahre Hubertus Gießen)  hat sich durch seine vorbildlichen Leistungen in allen Ausschüssen eine allseits anerkannte Spitzen- und Führungsposition erarbeitet. Der Verein verfügt über eine vorzügliche Infrastruktur und zeigt in allen Bereichen große Erfolge. Die Mitglieder leisten dies alles ehrenamtlich - in beindruckender Weise - auch weit über den Gießener Landkreis hinaus.

 

Dieter Mackenrodt bedankte sich beim Hubertus-Vorstand für die gute Arbeit.

Der Vorstand und die Ausschüsse sind das Herzstück und damit die wichtigste Grundlage des Jagdvereins „Hubertus“ Gießen. Alle Mitglieder haben durch Ihre Leistungen, in den jeweiligen Verantwortungsbereichen diesen Vereinserfolg erst möglich gemacht. Kompetenz, Teamgeist, Wertschätzung und noch so kleine Aufgaben prägen die Vereinskultur bei „Hubertus“. Es besteht eine große Harmonie im Vorstand und den Ausschüssen, welche man im großen Saal des Kulturzentrums in Großen-Buseck auch spürte.

 

Den Kassenbericht trug der 1. Rechner Günter Weisel vor und für die Kassenprüfung berichtete Dieter Jüttemeier über eine ordentlich geführte Kasse. Die Mitgliederversammlung erteilte einstimmig der Kasse und dem Vorstand Entlastung. Günter Weisel stellte den Haushaltsvorschlag und den Kassenbestand für das Jahr 2021 vor und informierte über die Buchhaltung und Verwaltung des „Hubertus“ Gießen.

Bei der Verabschiedung forderte der Hubertus-Chef die Mitgliederversammlung auf weiter sich ehrenamtlich mit Herz und Sachverstand zu engagieren. Davon habe die Jägerschaft reichlich! Mögen die Mitglieder sich weiterhin im Bereich des Offenlandes als Naturschützer der ersten Stunde in vielfältiger Weise für den Erhalt der dort bedrohten Arten einsetzen und nicht nur einem gesetzlichen Auftrag, sondern auch einer inneren Überzeugung nachkommen, die ihnen anvertraute Natur zu erhalten und zu fördern. Er wünschte den Mitgliedern weiterhin viel Freude mit ihrem Jagdverein „Hubertus“ Gießen und bedankte sich für ihre Mitgliedschaft.

 

Machen Sie weiter so mit Herz und Verstand – denn davon haben Sie reichlich! 

 

Auf das Deutsche Waidwerk, den Jubiläumsverein „Hubertus“ Gießen und seine Mitglieder stimmte der Vorsitzende das traditionelle „Horrido“ an.


Wahl Vizepräsidenten Landesjagdverband Hessen

16. Juli 2021

Dieter Mackenrodt mit dem Präsidenten des LJV Hessen Prof. Dr. Jürgen Ellenberger
Dieter Mackenrodt mit dem Präsidenten des LJV Hessen Prof. Dr. Jürgen Ellenberger

Die Hessischen Jagdvereine haben auf ihrem Deligiertentag am 14. Juli 2021 in Alsfeld  Dieter Mackenrodt zum Vizepräsidenten des Landesjagdverband Hessen e.V. gewählt.

 

Das Ergebnis war einstimmig und wird für Dieter Mackenrodt die 2. Amtszeit werden. Die 1. Amtszeit war von 2017 - 2021.

 

Dieter Mackenrodt (Jahrgang 1962) aus Biebertal ist seit 2010 Vorsitzender des größten Hessischen Jagdvereins "Hubertus" Gießen und Umgebung e.V. mit über 1300 Mitgliedern. Dem Landesjagdverband Hessen gehören etwa 55 Mitgliedsvereine an. Der Sitz des LJV Hessen ist Bad Nauheim.

 

Dieter Mackenrodt hat die Jägerprüfung 1996 abgelegt und ist Mitglied in verschiedenen Ausschüssen auf Kreis- und Landesebene, beispielsweise Jagdbeirat und Naturschutzbeirat. Ebenso in verschiedenen Expertengruppen für das Ministerium in Wiesbaden. Der "Hubertus" Gießen feiert in diesem Jahr seinen 100ten Geburtstag. Ihre Zeitung hat darüber bereits berichtet.

 

Im LJV Hessen ist Dieter Mackenrodt zuständig für das Schießwesen, Brauchtum, Bläserwesen sowie als Präsidiumsmitglied auch für die Geschäftsstelle und das Personal zuständig.

 

Für die Verdienste um die Gemeinschaft wurde ihm bereits 2015 Dank und Anerkennung ausgesprochen und durch den Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier zur Würdigung ehrenamtlicher Leistungen der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.



Zum 100-jährigen Geburtstag: FRANKONIA übergibt Parforce-Jagdwesten an Hubertus Chef Mackenrodt

23. Juni 2021

 

Anlässlich des 100- jährigen Bestehen des Jagdvereins „Hubertus“ Gießen und Umgebung e.V. sowie als Anerkennung der guten Zusammenarbeit hat „Hubertus“ Chef  Dieter Mackenrodt in der Reiskirchener Filiale die hochwertigen Fleecewesten der Marke Parforce mit speziellem Jubiläumsstick von Filialleiterin Christina Büttner dankbar entgegengenommen.

„Wir gratulieren dem Verein sehr herzlich zu seinem 100-jährigen Bestehen und möchten damit unseren Dank besonders all denjenigen ausdrücken, die durch viele Stunden ehrenamtlich geleisteter Arbeit nicht nur das Vereinsleben aktiv und vielseitig  gestalten, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zu einem positiven Bild der Jagd in der Öffentlichkeit beitragen. 

 

Stefan Geißler, Leiter Marketing und Prokurist der Frankonia Handels GmbH & Co KG in Rottendorf hatte diese Präsente an den Jubilar „Hubertus“ Gießen unterstützt!

Der erste Vorsitzende Mackenrodt bedankt sich für die guten Wünsche zum 100-jährigen Jubiläum und freut sich sehr über die Anerkennung. Mackenrodt ergänzt, dass er ebenfalls sehr stolz ist über die vielen aktiven Mitglieder, die ihn tagtäglich unterstützen und in ihrer Freizeit mit sehr viele Engagement Jungjäger auf die Jägerprüfung vorbereiten, Hundeführer bei der Ausbildung ihrer Jagdhunde unterstützen, sich auch vereinsmäßig im Natur- und Artenschutz einsetzen, Jägerinnen und Jägern helfen ihre Schießfertigkeiten zu trainieren oder sogar wettkampfmäßig weiter auszubauen. Aber auch beim Erhalt traditioneller Werte sind ehrenamtlich aktive Mitglieder unermüdlich und geben ihre Kenntnisse und Erfahrungen beim Jagdhornblasen weiter und setzen hier sogar bei nationalen Wettkämpfen Maßstäbe.

 

Solche ein reges Vereinsleben lebt aber auch von seinen Partnern und wir sind sehr froh, mit FRANKONIA einen starken Partner an unserer Seite zu haben. Anlässlich ihres Wechsels in die Hauptgeschäftsstelle möchten wir uns ganz besonders bei Tamara Hering für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit all die Jahre bedanken. Mit Ihr als Ansprechpartnerin für die hessischen Filialen konnten wir in den letzten Jahren unsere Kooperation weiter ausbauen und haben gemeinsam einige sehr vielversprechende Projekte anstoßen können, die uns die nächsten Jahre sicher weiter begleiten. Ganz herzlichen Dank dafür: Für Deine berufliche Zukunft in der Hauptgeschäftsstelle wünschen wir Dir alles Gute!

 

Die Westen werden den Aktiven im Vorstand und den Ausschüssen im Verein übergeben. 


Bericht Jagdjahr: „Nicht nur hohe Abschussquoten helfen“

14. Juni 2021

Die Jägerschaft im Kreis Gießen hat Bilanz des abgelaufenen Jagdjahres gezogen. Man habe sich der Pandemie stellen müssen, aber mit Einschränkungen habe die heimische Jägerschaft als systemrelevante Gruppe die Jagd weiterhin ausüben können. 

 

Dies sagte Dieter Mackenrodt nach Abschluss der Jagdsaison und unterstrich, dass Gesellschaftsjagden bei der Jagdbehörde des Kreises Gießen angemeldet und genehmigt werden mussten. Zu betonen sei die gute und zielführende Zusammenarbeit mit der Behörde in Gießen.

Die besondere Stellung der Jagd ergebe sich aus der Mitwirkung bei der Tierseuchenprävention, und hier speziell in der verstärkten Bejagung der Wildschweine zur Verhinderung der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

 

Als einen weiteren wichtigen Aspekt nannte Mackenrodt die Bejagung des Reh- und Rotwilds. 

Durch eine engagierte Jagd unterstützen die Jäger die Maßnahmen zur Aufforstung wie Neuanpflanzungen, sowie die Entwicklung der Naturverjüngung. „Zugleich erhöht man in diesem Zusammenhang die Widerstandsfähigkeit unserer Wälder gerade im Hinblick auf den Klimaschutz, denn auch „die Jägerei ist voll im Wandel“ so Dieter Mackenrodt, der auch Vizepräsident des Landesjagdverband Hessen ist. Die Novelle des Bundesjagdgesetzes sowie Verordnungen würden dabei die Richtung vorgeben. Der Jäger werde immer mehr zum Katastrophenhelfer, formulierte er. Auf die Folgen des Klimawandels mit einhergehendem Insektenfraß im Wald und auf die Probleme bei der Aufforstung und Wald-Neubildung könne man aber nicht allein mit hohen Abschussquoten reagieren, mahnte er.  

 

Der Artenschwund in der Natur werde nur bedingt wahrgenommen, bedauerte er. Feldhasen und Rebhühner seien als Schlüsselarten bekannte Opfer des Strukturwandels in der Landwirtschaft. Die Bestände beider Arten gingen stark zurück. Hier sollten die Jäger in Partnerschaft mit der Landwirtschaft aktiv die Lebensbedingungen des Niederwildes verbessern. Mit der Gründung des Rebhuhnhegerings Gießen-Wetterau im letzten Jahr habe man beispielsweise wieder einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht.

 

In diesem Zusammenhang forderte Mackenrodt auch die verstärkte Bejagung der Beutegreifer, besonders nannte er hier Waschbären, aber auch Elstern.

Die Abschusszahlen beim Rehwild seien in dem uns Zuständigkeitsbereich liegenden Hegegemeinschaften steigend. Die Abschusspläne habe man allerorts übererfüllt. Rekordstrecken habe man bei Reh- und Rotwild sowie Nilgans erzielt. Weiterhin hohe Strecken gab es beim Waschbären. Mackenrodt riet für die kommende Jagdzeit zu Schwerpunktbejagungen – insbesondere auf Verjüngungsflächen. Beim Bejagen des Schwarzwildes kämen die Jäger Ihrer Verantwortung mit hohem persönlichem und zeitlichem Einsatz nach. Bei der ASP-Prävention verwies er auf den mittlerweile erlaubten Einsatz von Nachtzielhilfen. Der Vorsitzende des Jagdbeirats erinnerte auch daran, dass die Jagd der Gewinnung von schmackhaftem, wertvollen Wildfleisch diene. Wildtiere führten ein „artgerechtes Leben“ in der Natur. Dabei spielten, wenn man solches Fleisch beim Jäger erwerbe, auch die regionale Herkunft sowie die kurze Lieferkette eine große und ebenso positive Rolle.    

 

Abschusszahlen

Hier die Abschusszahlen im Landkreis Gießen aus dem Jagdjahr 2020/2021. Die Differenz zwischen Jagd und Gesamtstrecke ergibt sich durch die Zahl des sogenannten Fallwilds, also verendeter Tiere, beispielsweise Unfallwild auf der Straße:

 

Rotwild

Jagdstrecke: 111

Gesamtstrecke: 114

 

Damwild 

Jagdstrecke: 24

Gesamtstrecke: 25

 

Muffelwild 

Jagd- und Gesamtstrecke: 15

 

Rehwild

Jagdstrecke: 3828

Gesamtstrecke: 4734

 

Schwarzwild

Jagdstrecke: 2577

Gesamtstrecke: 2987

 

Hasen

Jagdstrecke: 13

Gesamtstrecke: 125

 

Kaninchen

Jagdstrecke: 286

Gesamtstrecke: 332

 

Füchse

Jagdstrecke: 1132

Gesamtstrecke: 1332

 

Steinmarder: 54, Baummarder: 4, Iltisse: 1, Hermelin: 2

 

Dachse: 

Jagdstrecke 155

Gesamtstrecke: 239 

 

Waschbären

Jagdstrecke: 1088

Gesamtstrecke: 1638

Stockerpel: 165, Stockenten: 145, Nilgänse: 297, Kanadagänse: 3, Graugänse: 17

Rabenkrähen: 757, Elstern: 297

 

Der Kreisjagdbeirat wurde neu bestellt:

Die Untere Jagdbehörde beim Kreisausschuss des Landkreises Gießen hatte auf Vorschlag der verschiedenen Interessenvertretungen die Mitglieder des Kreisjagdbeirates und deren Stellvertreter für die Dauer von fünf Jahren neu bestellt. Der Kreisjagdbeirat setzt sich zusammen aus je zwei Mitgliedern zur Vertretung der Belange der Jägerschaft und der staatlichen Forstämter und je einem Mitglied zur Vertretung der Belange der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, der Jagdgenossenschaften und privaten Eigenjagdbesitzer, des Naturschutzes sowie den Kreisjagdberatern. Hauptaufgabe des Kreisjagdbeirates ist die Mitwirkung bei der Bestätigung oder Festsetzung der Abschusspläne für Reh- und Rotwild. Hierzu ist Einvernehmen zwischen der Unteren Jagdbehörde und dem Kreisjagdbeirat herzustellen. Daneben übt der Kreisjagdbeirat eine beratende ehrenamtliche Tätigkeit aus.

 

Folgende Mitglieder des Jagdbeirats für den Kreis Gießen wurden für den Zeitraum 2021-2026 neu bestellt:

  1. Vertreter der Jägerschaft: Dieter Mackenrodt (stellvertretendes Mitglied Samira Klinkel)  
  2. Vertreter der Jägerschaft: Helmut Nickel (stellvertretendes Mitglied Irina Reh)
  3. Vertreter der Staatsforstverwaltung: Udo Steiger (stellvertretendes Mitglied Stefan Ambraß)
  4. Vertreter der Staatsforstverwaltung: Ulrike Henrich (stellvertretendes Mitglied Hannes Wollmerstädt) 
  5. Vertreter der Landwirtschaft: Martin Albohn (stellvertretendes Mitglied Jürgen Scheld)
  6. Vertreter der Forstwirtschaft: Rüdiger Krato (stellvertretendes Mitglied Karl-Georg Graf zu Solms-Laubach)
  7. Vertreter der Jagdgenossenschaften u. Eigenjagdbesitzer: Joachim Otto (stellvertretendes Mitglied Matthias Ohly)
  8. Vertreter des Naturschutzes: Martin Wenisch (stellvertretendes Mitglied Stephan Stein)
  9. Kreisjagdberater Dr. Ekkehart Hammermann (stellvertretendes Mitglied Hedwig Jung)

Dieter Mackenrodt lobt das fachliche Engagement des „Jagdbeirates“, dass der Unteren Jagdbehörde in der Kreisverwaltung beim Umsetzen staatlicher Aufgaben helfe. Die Jäger übernähmen Verantwortung für die Hege und Pflege der Natur und der Wildtiere. Ohne ihr Zutun würden die Wildbestände Überhand nehmen und so Wald und Flur schädigen. Zu viel Rehwild führe beispielsweise zum Verbiss gerade junger Baumtriebe. Infolgedessen werden auf der Grundlage der Planungen in den Hegegemeinschaften für Reh- und Rotwild getrennt nach Wildart, Geschlecht und natürlichen Altersstufen Abschusspläne festgesetzt. Hierbei seien die Abschussergebnisse der jeweils vergangenen drei Jagdjahre, die Lebensraumverhältnisse des Wildes und die forstlichen Gutachten über Verbiss- und Schälschadensbelastung zu berücksichtigen.  


Nachruf Hans-Joachim Leicht

Am 18.  April 2021 verstarb unser Vereinsmitglied Hans-Joachim Leicht aus Krofdorf, der 40 Jahre Mitglied im Verein war. ( *13.07.1944 † 18.04.2021). 

                 

HaJo Leicht war Revierförster in Krofdorf-Gleiberg und verstand seinen Beruf als Berufung. Die Vielfalt seines Berufes bestand in den Herausforderungen, den Ausgleich vieler Interessen von Jagd, Landwirtschaft, Naturschutz, Freizeit und letztlich natürlich der Forstwirtschaft zu schaffen. Mit Kompetenz, Weitsicht, Herzblut, Verbindlichkeit, Freundlichkeit, aber auch Geradlinigkeit, meisterte er diese Herausforderungen. 

HaJo Leicht wirkte mit beim Aufbau des Holz- und Technikmuseums in Wißmar, regte die Anlegung eines Waldlehrpfades an und referierte bei zahlreichen heimatkundlichen Wanderungen. Dem Naturschutz fühlte er sich zeitlebens verbunden. Mehr als drei Jahrzehnte war Hans-Joachim Leicht zuständig für alle naturschutzrechtlichen Maßnahmen und Stellungnahmen der Gemeinde. Er war Mitbegründer der lokalen Landschaftspflegevereinigung und Ortsbeauftragter für Landschaftspflege. Ein wichtiges Anliegen war es ihm auch, sein Wissen an Kinder und Jugendlichen weiterzugeben.

 

Hans-Joachim Leicht war im Kreisjagdbeirat, Jungjägerausbilder im „Hubertus“ Gießen, Rotwildsachverständiger und Mitglied im Hochwildausschuss des Landesjagdverband Hessen. Ebenso Mitautor des Rotwild-Lebensraumgutachtens für den Krofdorfer Forst.

 

Wir danken Hans-Joachim Leicht für die treuen Dienste, die er in der Jägerschaft, im Jagdverein „Hubertus“ Gießen und im Landesjagdverband Hessen geleistet hat. 

Wir werden sein Andenken bewahren, seine Fährte weitergehen, für die Zukunft von Wild, Wald und der Jagd in Hessen.


Nachruf Karl Krautwurst

Am 11.  April 2021 starb im Alter von 92 Jahren unser Ehrenmitglied Karl Krautwurst (*15.08.1928    † 11.04.2021), Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

                 

Wir trauern um unser Ehrenmitglied Forstamtmann i.R. Karl Krautwurst der über 68 Jahre als Mitglied in unserem Verein „Hubertus“ Gießen wirkte. 

 

Karl Krautwurst repräsentierte in vorbildlicher Weise ehrenamtliches Engagement, das er mit seinem eigenen Handeln bis ins hohe Alter vorlebte. Der Pensionär hat sich mehr als ein halbes Jahrhundert für den Naturschutz und das Gemeinwohl seiner Heimatregion Laubach-Freienseen eingesetzt. Mit Sachverstand und großem persönlichen Einsatz hat er sich in der Freizeit für die nachhaltige Entwicklung der hessischen Wälder stark gemacht. Seine Leistungen gingen weit über die beruflichen Verpflichtungen hinaus und haben Respekt und Anerkennung verdient.  Des Weiteren war Karl Krautwurst über 5 Jahrzehnte lang „gewässerkundlicher Beobachter“ für die Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes Hessen. Noch lange Jahre nach seiner Pensionierung (1993) hat er wöchentlich den Wasserpegel an der Messstelle in Freienseen ermittelt und die Daten zur Auswertung dem Regierungspräsidium in Gießen zur Verfügung gestellt.

Neben der Liebe zur Natur pflegte Karl Krautwurst die Tradition des Jagdhornblasens:

Er war Mitbegründer des international bekannten Parforcehorncorps Hoher Vogelsberg, das er 1972 gemeinsam mit seinem Freund Willi Friedl (†) gegründet hatte. Auch auf dem Bundesjägertag 2013 in Marburg blies er noch mit dem Parforcehorncorps Hoher Vogelsberg in der Elisabethkirche zu Marburg die Hubertusmesse.  Viele Jahre war er als Wertungsrichter bei Jagdhornbläserwettbewerben in fast allen deutschen Landesjagdverbänden tätig.

 

In 2012 überreichte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier dem pensionierten Forstingenieur Karl Krautwurst das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Das Engagement des Forstingenieurs ging weit über die Landesgrenze hinaus. Sein Fachwissen für den Naturschutz und das Gemeinwohl in seiner Heimatregion war überall anerkannt. 

Wir nehmen Abschied von Karl Krautwurst und danken ihm für die treuen Dienste, die er der Jägerschaft, im Jagdverein „Hubertus“ Gießen und im Landesjagdverband Hessen geleistet hat und dürfen ehrlichen Herzens von Glück sprechen, dass wir solch einen Menschen und Jäger wie ihn zu unseren Freunden zählen durften. Mit Karl Krautwurst verlässt eine Persönlichkeit diese Welt, die sich durch Menschlichkeit, fachliche Kompetenz und persönliche Bescheidenheit auszeichnete und die zeitlebens zeigte, dass es für jeden von uns wichtig, aber auch machbar ist, sich für seine Werte und Überzeugungen zu engagieren und diese zu leben. So werden wir uns an ihn erinnern.  

 

Eine Abordnung hat ihm bei der Beisetzung in Freienseen die letzte Ehre erwiesen und ein Wald-Bukett niedergelegt.


Einweisung in die Drohnentechnik unserer neuen Hubertus-Wildretter-Drohne und Spezial Schulung zur Drohnen-unterstützten Wildrettung.

28. Februar 2021

 

Im Oktober hat der Hubertus Gießen bei der Umweltlotterie GENAU den Zusatzgewinn in Höhe von 5000 € für das Projekt „Fliegende Wildretter- Einsatz eines Multikopters mit Wärmebildkamera zur Rettung junger Wildtiere“ gewonnen. Nach dem Vergleichen einiger Angebote und den Empfehlungen Drohnen-erfahrener Vereinsmitglieder folgend, war die Entscheidung schnell gefallen und wir haben uns für einen Yuneec Typhoon 520E Multikopter mit Echtbildübertragung und Wärmebildkamera entschieden. Nach dem wir die Übergabe und Einweisung in die Drohnentechnik Coronabedingt bereits einmal verschieben mussten, konnten wir dies nun am 21. Februar 2021 bei schönstem Wetter endlich nachholen.  

Kombiniert haben wir die Einweisung in die Drohnentechnik mit einer speziellen Wildretterschulung, bei der nochmal auf die wichtigsten Punkte und vor allem die Organisation der Wildsuche eingegangen worden ist.  In einer sehr kurzweiligen und interessanten theoretischen Einheit hat uns der Hubschrauberpilot und Drohnenspezialist Alexander Mohr von CopterPro die wichtigsten Funktionsweisen des Steuer-Tablets erläutert. Zudem erklärte er uns anschaulich, wie mit der richtigen Flugplanung die benötigte Zeit zur Absuche der Fläche weiter optimiert werden kann und hatte auch sonst viele hilfreiche Tipps zu den Einstellungen sowie zur Pflege und sicheren Aufbewahrung von Drohne und Akkus parat.

 

Nach der theoretischen Einführung ging es dann in die Praxis und jeder konnte sich einmal unter fachmännischer Anleitung als „Drohnenpilot“ beweisen. Nachdem die ersten Meter geflogen waren, huschte dabei bei allen Teilnehmern ein Lächeln ins Gesicht, denn die Drohne war doch einfacher zu steuern als vorher gedacht. Besonders schön sind auch die Sicherheitsoptionen, die ein Abstürzen soweit möglich verhindern- lässt der „Pilot“ die Steuerelemente los, bleibt die Drohne einfach in der Luft stehen. Hat die Drohne nicht mehr ausreichend Akku, kommt Sie einfach wieder zum Starpunkt zurück, ebenso wenn wir den „Home-Knopf“ drücken. Natürlich warten dennoch ein paar Fallstricke und der „Pilot“ ist nicht aus seiner Verantwortung entlassen.

 

Dank der vielen Tipps und Hinweise von Alexander Mohr sowie den uns zusätzlich zugesandten Informationen und Checklisten fühlen wir uns gut vorbereitet und freuen uns, die Suche nach versteckten Wildtieren in dieser Saison mit der Drohne zu unterstützen. 

 

Wir danken der GENAU Umweltlotterie ganz herzlich für den Sondergewinn, der uns die Anschaffung der Drohne erst ermöglicht hat. 


100-jähriges Vereinsjubiläum: Jagdverein „Hubertus“ Gießen und Umgebung e. V. feiert im Rahmen einer Videokonferenz

8. Februar 2021

 

Am 2. Februar 1921, drei Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges, fanden sich im Raum Gießen 68 Jäger und gründeten den heutigen Jagdverein „Hubertus“ Gießen und Umgebung e. V. 

 

Die Feierlichkeiten zum Geburtstag waren schon sehr lange geplant und sollten ursprünglich mit einem Empfang und einem Vortragsabend zur Zukunft der Jagd im Foyer der Volksbank Mittelhessen stattfinden.

 

Der 1. Vorsitzende Dieter Mackenrodt ließ es sich auch trotz der aktuellen Corona-Beschränkungen nicht nehmen und organisierte in kurzer Zeit eine virtuelle Jubiläumsfeier per Video. Tatkräftige Unterstützung erhielt der Hubertus-Chef von Schriftführerin Dr. Sandra Rafalzik. Damit an diesem Abend alle Vorstandsmitglieder, Ausschüsse, Ehrenmitglieder und Ehrengäste vom LJV Hessen gebührend auf das Jubiläum anstoßen konnten, versendete der Vorsitzende einige Tage vor dem Ehrentag an alle Teilnehmer einen Spitzen-Jubiläumssekt des Weingutes H. L. Menger.

 

Mackenrodt dankte insbesondere seinen Vorgängern im Vorstand, Peter Werner und Wilfried Graf, die den Jagdverein „Hubertus“ in den vorigen Jahrzehnten geprägt und maßgeblich zum heutigen Erfolg beigetragen haben. Mit mittlerweile 1.300 Mitgliedern ist der Verein der größte in Hessen.

Neben den beiden Ehrengästen vom LJV Hessen, Geschäftsführer Alexander Michel und Pressesprecher Markus Stifter, sprachen alle Teilnehmer der Konferenz ihre Glückwünsche aus. Insbesondere Landesjagdberater Peter Seibert und Ehrenmitglied Oswald Henzel gratulierten zum Jubiläum. Peter Diehl aus dem Hubertus Bläsercorps A spielte auf der Trompete ein fröhliches „Zum Geburtstag viel Glück“. Alle Teilnehmer genossen den perfekt gestalteten virtuellen Abend.

 

Der Vorsitzende Mackenrodt kündigte zudem den Versand einer rund 95 Seiten starken Festschrift an, die im Februar versendet werden soll. 

 

Der Hubertus-Chef blickt positiv in die Zukunft und lud bereits jetzt alle Mitglieder, Freunde und Bekannte zum „Tag der Jagd“ am 03.06.2021 auf das Vereinsgelände am Schießstand ein. Dort erwartet die Gäste ein Zeltgottesdienst im Freien, Leckeres vom Grill sowie ein Tag für die ganze Familie.

 

Eine Hubertusfeier ist am Hubertustag, 3. November 2021, geplant.

Der LJV Hessen gratuliert dem Jagdverein „Hubertus“ Gießen und Umgebung e. V. herzlich zum 100-jährigen Jubiläum und freut sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.