Aktuelle Meldungen aus dem Jagdverein

Berichte 2022


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Fahrt zur Messe „Jagd und Hund“ in Dortmund

14. Juni 2022

 

Am 10. Juni 2022 fand eine Fahrt des Jagdverein „Hubertus“ Gießen und Umgebung zur Jagdmesse nach Dortmund statt. Mit Vereinsmitgliedern aus den verschiedensten Ausschüssen konnten sich die Teilnehmer der Fahrt von der Vielzahl der Angebote der Firmen in den großen Messehallen in Dortmund einen Eindruck verschaffen. 

Wir danken dem Unternehmen Leica für die Bereitstellung der Eintrittskarten und dem Verkehrsbetrieb Weber aus Frankenbach für die freie Fahrt im modernen Reisebus. 

Am Leica-Messestand wurden wir von Herrn Dunkel und Frau Maid mit einem Glas Sekt persönlich begrüßt und über die interessanten Produkte informiert. Auch bei Familie Menger vom gleichnamigen Weingut aus Eich am Rhein verbrachten wir einige schöne Momente.

 

Ein Gruppenbild am Messestand unserer Kooperationspartner durfte natürlich nicht fehlen. Zufriedene Gesichter am Abend nach Rückkehr von einem interessanten Messetag unter guten Freunden im „Hubertus“ Gießen.


Jagdmesse Alsfeld - Ein großer Erfolg für Hubertus!

24. Mai 2022 

 

Das Interesse an Natur, Jagd, Tieren und Umweltfragen ist sehr groß. Dies zeigte die 

19. Jagdmesse in den Alsfelder Hessenhallen. Auf rund 8000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentierten über 150 Aussteller alles Wissenswertes rund um Jagd, Fischen und Natur. 

 

Der Jagdverein „Hubertus“ Gießen und Umgebung e.V. präsentierte sich in Halle 1 mit einem schönen Messestand seinen Mitgliedern sowie etwa 800 Besuchern an drei Tagen mit  interessanten Themen.

 

Den interessierten Messebesuchern ging es im Vorrang um die Haltung und Ausbildung von Jagdhunden, Jungjägerausbildung im Hubertus, Fortbildungsveranstaltungen von Jägern, jagdliches Schießen, sowie Jagdhornblasen in einer der Hubertus-Bläsergruppen. Viele Fragen um das vereinseigene Hundewasser und den Schießstand mit Vereinshaus bei Garbenteich wurden beantwortet.

 

Insbesondere zum Thema Vereinsarbeit standen Ausschuss- und Vorstandsmitglieder während der drei Messetage Rede und Antwort.

Nach zweijähriger Zwangspause hatten Jäger, Angler, Naturfreunde und Outdoorfans endlich wieder die Möglichkeit, sich über neue Trends und aktuelle Produkte vor Ort zu informieren und auszutauschen. Neben vielen „alten Hasen“ waren in diesem Jahr auch einige neue Aussteller in den Hallen zu finden. Zum ersten Mal hatten Messegäste auch die Möglichkeit sich ein Angel-/Jagd oder Naturmotiv tätowieren zu lassen. Ein professionelles Tattoo-Studio konnte die Messeleitung hierzu gewinnen.

 

Am Samstag (2. Messetag) begeisterte unser Hundeausschuss mit seinen vierbeinigen Jagdhelfern die Besucher. Der Hundeausschuss betreute den Messestand in Alsfeld

und beantwortete viele Fragen. 

Auf einer Aktionsbühne im Außenbereich fand täglich das Rahmenprogramm statt. 

 

Am Sonntag (3. Messetag) begeisterten unsere Bläsergruppen (G-Gruppe) unter der Leitung von Ehrenmitglied Oswald Henzel sowie die A-Gruppe unter der Leitung von Hornmeister Peter Diehl auf der Bühne die vielen Besucher.

 

Beide Gruppen ließen es sich nicht nehmen, auch auf unserem Messestand einige Stücke Ihrer „musikalischen Leckerbissen“ zu blasen und mit den Messebesuchern ins Gespräch zu kommen. 

Die Präsentation von Jagdhunden und Greifvögeln durften natürlich auch nicht fehlen. Fachvorträge zum Thema Angeln und Jagen gab es auch. Außerdem wurde unter den Messegästen täglich hochwertige Sachpreise verlost.

 

Der Vorstand dankt allen fleißigen Helfern sowie den beiden Bläsergruppen für die Vorbereitung und die Betreuung des Messestandes.  Für den Auf- und Abbau gilt Werner Röeskens und Peter Baumann ein besonderer Dank! 

 

Für alle Beteiligten war wieder klar: Auf ein Neues im nächsten Jahr!


Rekordstrecke bei Wildschweinen

4. Mai 2022

 

Mehr Wildschweine vor die Büchse

Landkreis Gießen bei Jagd über Hessentrend

 

In gesamt Hessen haben Jäger und Jägerinnen in der Jagdsaison 2021/2022 weniger Wildschweine erlegt als in der Vorjahressaison. Der Landkreis Gießen erzielte allerdings eine Rekordstrecke und liegt deutlich über dem Hessentrend. Der Vorsitzende des Jagdbeirats für den Kreis Gießen, Dieter Mackenrodt, stellt ein Resümee des vergangen Jagdjahres 2021/2022 vor:   

 

Die Jägerschaft im Kreis Gießen hat Bilanz des abgelaufenen Jagdjahres gezogen. Man habe sich der Pandemie stellen müssen; aber mit Einschränkungen habe die heimische Jägerschaft als systemrelevante Gruppe die Jagd weiter ausüben können. 

Und das mit großem Erfolg! Dies sagt der Vorsitzende des Jagdbeirats für den Kreis Gießen, Dieter Mackenrodt, nach Abschluss der Jagdsaison 2021/2022.

Insgesamt 4390 (gesamt mit Fallwild 4563) Wildschweine sind in der Jagdsaison 2021/2022 im Landkreis Gießen erlegt worden. Damit wurde sogar der Schwarzwildrekord 2018 übertroffen! Demnach wurden von April 2021 bis März 2022 laut aktueller Jagdstatistik für Schwarzwild 4390 Sauen erlegt - das sind 1813 Tiere mehr als noch in der 2020/2021 Saison.

Laut Rückmeldung der Jägerinnen und Jäger im Kreis Gießen wurden in den vergangenen Jahren allgemein auch mehr Wildschweine gesichtet oder Wildschweinschäden festgestellt. 

Auch das Thema Afrikanische Schweinepest spielt im Kreis Gießen noch keine Rolle. 

Die Jägerinnen und Jäger im Kreis Gießen stellen sich ihren Aufgaben, bewirtschaften die Wildbestände nach jeweiliger Erfordernis.

Im Kreis Gießen hatte die Corona-Pandemie sogar ein wenig Einfluss auf die Jagd genommen: Im Jagdjahr 2021/2022 seien aufgrund von Beschränkungen immer noch eine Reihe von Jagden nicht durchgeführt worden, so dass der Experte eine niedrigere Jagdstrecke erwartet hatte. Umso überraschender jetzt das Ergebnis! 

 

Und die Afrikanische Schweinepest? Um dieser vorzubeugen, werden auch im Kreis Gießen diverse Maßnahmen ergriffen, erklärt das Veterinäramt des Kreis Gießen. Da die Hauptgefahr der Einschleppung weggeworfene infizierte Lebensmittel seien, die von der dichten Wildschweinpopulationen in Hessen aufgenommen würden, seien Warnschilder auf Auto-Rastplätzen und Autobahntankstellen aufgehängt worden. So soll die Aufmerksamkeit der Reisenden und Fernfahrer erhöht werden. Außerdem sei ein Früherkennungssystem für die ASP in Hessen installiert worden. Dieses bestehe in einer Melde- und Untersuchungspflicht für sogenannte „Indikatortiere“.  Das sind tot aufgefundene Wildschweine, verunfallte Wildschweine und mit Krankheitserscheinungen erlegte Wildschweine, erklärt Dieter Mackenrodt.

 

Durch diese Erhebung werde eine Seucheneinschleppung möglichst frühzeitig erkannt, um im Fall der Fälle eine Seuchenbekämpfung vornehmen zu können. Probesets mit Tupfer und Formularen sind im Veterinäramt des Landkreis Gießen erhältlich. 

Zudem haben sich die Veterinärämter in Zusammenarbeit mit dem Katastrophenschutz strukturell, personell und durch die Anschaffung der erforderlichen Ausrüstung auf einen Seuchenfall vorbereitet. Bei Seuchenübungen wurden Abläufe trainiert, Krisenpläne wurden erstellt und Mitarbeiter geschult, heißt es von Mackenrodt, der dem Landkreis Gießen dankbar ist, dass er auch die Gebühren zur Beprobung von Wildschweinen auf Trichinen aufgehoben hat. Er bittet den Landkreis Gießen diese Honorierung der aktiven Jagd auf Wildschweine in den nächsten Jahren weiterhin aufrecht zu erhalten. 

 

Durch massive Wildschäden muss die Bejagung auf hohem Maße unter Beachtung des Elternschutzes aufrecht gehalten werden, um die Feld- und Wiesenschäden im Maße zu halten, erklärt Mackenrodt dazu. Gerade in den nächsten Wochen werde mit einer „Flut“ an Frischlingen zu rechnen sein.

 

Die besondere Stellung der Jagd ergebe sich aus der Mitwirkung der Tierseuchen-prävention, hier speziell in der verstärkten Bejagung der Wildschweine zur Verhinderung der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Als einen weiteren wichtigen Aspekt nannte Mackenrodt die Bejagung des Reh- und Rotwildes. Durch eine engagierte Jagd unterstützen die Jäger die Maßnahmen zur Aufforstung wie Neuanpflanzungen, sowie die Entwicklung der Naturverjüngung. Zugleich erhöht man in diesem Zusammenhang die Widerstandsfähigkeit unserer Wälder gerade im Hinblick auf den Klimaschutz, denn auch „die Jägerei ist voll im Wandel“ so Dieter Mackenrodt, der auch Vizepräsident im Landesjagdverband Hessen ist.

 

Der Artenschwund in der Natur werde nur bedingt wahrgenommen, bedauerte er. Feldhasen und Rebhühner seien als Schlüsselarten bekannte Opfer des Strukturwandels in der Landwirtschaft. Die Bestände beider Arten gingen stark zurück. Hier sollten die Jäger in Partnerschaft mit der Landwirtschaft aktiv die Lebensbedingungen des Niederwildes verbessern. Mit der Gründung des Rebhuhnhegerings Gießen-Wetterau vor zwei Jahren habe man beispielsweise wieder einen richtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. In diesem Zusammenhang forderte Mackenrodt auch die verstärkte Bejagung der Beutegreifer, besonders nannte er hier Waschbären, Fuchs aber auch Elstern.

 

Die Abschusszahlen beim Rehwild seien in den im Zuständigkeitsbereich liegenden Hegegemeinschaften steigend. Die Abschusspläne habe man allerorts übererfüllt. Hohe Jagdstrecken habe man bei Reh- und Rotwild sowie Nilgans erzielt. Eine Rekordstrecke gab es auch beim Waschbären.Hier unterstütze man neben den Kommunen die Fangjagd auf den nächtlichen Räuber besonders im Hinblick auf eingeschleppte Krankheiten und Parasiten. Mackenrodt riet für die kommende Jagdzeit zu Schwerpunktbejagungen – insbesondere auf Verjüngungsflächen. Beim Bejagen des Schwarzwildes kämen die Jäger Ihrer Verantwortung mit hohem persönlichem und zeitlichem Einsatz besonders nachts nach. Bei der ASP-Prävention verwies er auf den mittlerweile erlaubten Einsatz von Nachtzielhilfen. Der Vorsitzende des Jagdbeirats erinnerte auch daran, dass die Jagd der Gewinnung von schmackhaftem, wertvollen Wildfleisch diene. Wildtiere führten ein „artgerechtes Leben“ in der Natur. Dabei spielten, wenn man solches Fleisch beim Jäger erwerbe, auch die regionale Herkunft sowie die kurze Lieferkette eine große und ebenso positive Rolle. Besonders empfahl er in der jetzigen Grillsaison die leckere Wildbratwurst der heimischen Jägerinnen und Jäger. Das Angebot ist vielfältig und preisgünstig zu erwerben.   

 

Abschließend bedankte sich Dieter Mackenrodt bei der Unteren Jagdbehörde, der Waffenbehörde und dem Landkreis Gießen für die gute Zusammenarbeit. Auch während der Pandemie wurde bspw. das Verlängern des Jagdscheins zum 1.4. des Jahres hervorragend und zeitnah gelöst.

 

Abschusszahlen

Hier die Abschusszahlen im Landkreis Gießen aus dem Jagdjahr 2021/2022. Die Differenz zwischen Jagd und Gesamtstrecke ergibt sich durch die Zahl des sogenannten Fallwilds, also verendeter Tiere, beispielsweise Unfallwild auf der Straße:

 

Rotwild

Jagdstrecke: 88

Gesamtstrecke: 90

 

Damwild 

Jagdstrecke: 17

Gesamtstrecke: 17

 

Muffelwild 

Jagdstrecke:22

Gesamtstrecke: 29

 

Rehwild

Jagdstrecke: 3890

Gesamtstrecke: 4785

 

Schwarzwild

Jagdstrecke: 4390

Gesamtstrecke: 4563

 

Hasen

Jagdstrecke: 22

Gesamtstrecke: 123 

Kaninchen

Jagdstrecke: 281 

Gesamtstrecke: 324

 

Füchse

Jagdstrecke: 1147

Gesamtstrecke: 1341

 

Dachse 

Jagdstrecke: 222 

Gesamtstrecke: 303

 

Waschbären

Jagdstrecke: 1898

Gesamtstrecke: 2023

 

Steinmarder: 38, Stockerpel: 249, Stockenten: 206, Nilgänse: 230, Kanadagänse:6, Graugänse: 20, Rabenkrähen: 685, Elstern: 364 



ASP

Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Wildschweine und Hausschweine betrifft. Sie verläuft fast immer tödlich und ist unheilbar. Für den Menschen oder für andere Tierarten ist die Krankheit nicht ansteckend. Zunächst hatte sie sich in Osteuropa verbreitet. 2019 wurden kranke Tiere auch in Deutschland festgestellt. Schwere wirtschaftliche Schäden werden befürchtet, falls die Krankheit in Zuchtbetrieben eingeschleppt wird. Mitte Juli vergangenen Jahres wurde die Tierseche in einem Schweinemastbetrieb in Deutschland registriert.


Jahreshauptversammlung in Großen-Buseck-Ehrenamt trägt Jagdverein „Hubertus“ Gießen

31. März 2022

 

Zum wiederholten Male hielten wir im Kulturzentrum Großen-Buseck unsere gut besuchte Jahreshauptversammlung ab und begrüßten ganz besonders die Ehrenmitglieder Horst Kuhn, Peter Werner und Oswald Henzel.

 

Der erste Vorsitzende Dieter Mackenrodt hieß ganz besonders die Ehrengäste Dr. Ekkehart Hammermann (Kreisjagdberater), die Studentische Jagdgemeinschaft der Universität Gießen, den Wurftaubenclub Oberhessen e.V. sowie die anwesenden Vorsitzenden der Hegegemeinschaften aus dem Kreis Gießen willkommen.

Weitere Grüße gingen an die Ehrengäste Markus Stifter (Pressesprecher des LJV Hessen) sowie die Hubertus-Webmasterin Susanne Burzel aus Lahnau.

Nach der Begrüßung durch die Hubertus-Bläsergruppe unter der Leitung von Ehrenmitglied Oswald Henzel eröffnete der Vorsitzende Dieter Mackenrodt die Versammlung und informierte über das mit Bedacht und Fürsorge gegenüber den Mitgliedern erstellte Hygienekonzept im großen Saal des Kulturzentrum Großen-Buseck bei der Jahreshauptversammlung.

 

Der Vorsitzende erinnerte an die verstorbenen Vereinsmitglieder der letzten Monate und die Hubertus-Bläsergruppe blies dazu das letzte Halali.

 

Für langjährige und treue Mitgliedschaften (25, 40, 50, 60, 65 und 70 Jahre) im Jagdverein „Hubertus“ Gießen und im Deutschen Jagdverband wurden eine große Anzahl von Vereinsmitgliedern mit Urkunden und Treuenadeln ausgezeichnet. Freiherr Egenolf Roeder von Diersburg sowie Helmut Münch (Rabenau) sind seit mittlerweile 65 Jahren Mitglied im Hubertus Gießen. Die Studentische Jagd-gemeinschaft der Universität Gießen ist bereits 70 Jahre (!!) Mitglied in Hessens größtem Jagdverein! Für die Studentische Jagdgemeinschaft nahmen die „Aktivitas“ Zahra Schwan und Nils Ostendorf die Urkunde nebst Ehrennadel in Empfang.

In dankbarer Anerkennung und langjährigen Wirkens für Wild und Waidwerk erhielten einige Vereinsmitglieder die Ehrennadeln mit Urkunden des Landesjagdverband Hessen sowie des Deutschen Jagdverband überreicht. Diese Mitglieder hatten sich in besonderem Maße und besonderer Anerkennung in ihrem jeweiligen Ausschuss und ihrem Wirken für den Verein oder das Waidwerk ausgezeichnet.

 

Die Silberne Ehrennadel des Landesjagdverband Hessen wird vom Vorstand des LJV Hessen für außerordentliche Verdienste um die Organisation der hessischen Jägerschaft zuerkannt. Der Vizepräsident des LJV Hessen Dieter Mackenrodt, überreichte diese Ehrennadeln den Vereinsmitgliedern Günter Weisel (Schatzmeister), Karl-Heinz Kuchenbecker (Ausbildungsleiter) sowie Werner Schäfer (Jägerprüfungskommission und Ältestenrat) für ihre außergewöhnlichen ehrenamtlichen Aufgaben im „Hubertus“ Gießen.  

 

Der Kreisjagdberater Dr. Ekkehart Hammermann sprach ein Grußwort und lobte besonders das ehrenamtliche Wirken der Verantwortlichen und die vielen angebotenen Möglichkeiten im „Hubertus“ Gießen. 

 

Dieter Mackenrodt dankte allen Vereinsmitgliedern, die sich ehrenamtlich und in den Ausschüssen engagieren. Indem sie mehr tun, als sie müssen, leisten sie einen unverzichtbaren Dienst für den Verein. Das Ehrenamt lebt aus Wurzeln wie Mitmenschlichkeit, Ideenreichtum, Spontanität und Hilfsbereitschaft. Wer ehrenamtlich tätig ist, hebt sich schon bewusst von denen ab, die sich ausklingen, abseitsstehen oder sich zurückziehen und mehr an ihre eigene Selbstverwirklichung denken, als an gelebte Solidarität. Das Ehrenamt lebt vom Engagement eines jeden Einzelnen. 

 

Anschließend informierte der Hubertus-Chef Dieter Mackenrodt in seinem Jahresbericht über das vergangene Vereinsjahr und gab in seinem Bericht einen Einblick in das Vereinsgeschehen: 

 

Er berichtete über Vorstandssitzungen und einem arbeitsreichen, erfolgreichen Vereinsjahr mit vielen Terminen bei Behörden, Vereinsveranstaltungen, Geburtstagen, Beerdigungen, Betreuungen von Senioren und Kooperationsgesprächen mit Werbepartnern des 1400 mitgliederstarken „Hubertus“ Gießen. Dazu einige Besuche in den Vorbereitungslehrgängen der Jungjäger, im Ausbildungs- und Lehrrevier sowie beim Training der Drohnenpiloten.

Er informierte weiterhin über Arbeitseinsätze (Januar 2022) am Hundewasser sowie einer Pflanzaktion (Februar 2022) von 250 Edellaubgehölzen auf dem Schießstand-

gelände.

 

Anträge an die Hauptversammlung waren nicht gestellt, so dass der Vorsitzende weiter über das Jubiläumsjahr „100 Jahre Hubertus Gießen“ im letzten Jahr (2021) berichtete. Man habe im Jubiläumsjahr eine sehr umfangreiche Festschrift verfasst, eine besondere Zigarre („Hubertus“) kreiert, eine Jubiläumsweste bestickt und eine besondere Nadel entworfen. Weiterhin hat man den Mitgliedern einen Jubiläumssekt sowie einen „Hubertus“-Jubiläumsfeuerkorb angeboten. Auch die Möglichkeit einer lebenslangen Mitgliedschaft, die ausschließlich im Jubiläumsjahr möglich war, wurde von 20 Mitgliedern genutzt. Alle neuen lebenslangen Mitgliedschaften erhielten eine besondere Urkunde nebst Nadel sowie einen Eintrag in der Ehrentafel im Vereinshaus am Schießstand.  

 

Mit einem guten Händchen für den besten Zeitpunkt konnten im Jubiläumsjahr trotz Corona-Pandemie viele Veranstaltungen durchgeführt werden. So fand beispiels-weise am Tag der Deutschen Einheit der Familientag mit Zelt-Gottesdienst bei schönstem Herbstwetter auf dem Vereinsgelände statt. Noch vor dem Ansteigen der Infektionszahlen konnten zudem stilsicher am Hubertustag Ehrengästen im Rahmen eines Festaktes im Kloster Arnsburg gefeiert werden.

 

Bei der zum zweiten Mal ausgetragenen Trophäenschau im Rahmen der Hauptversammlung wurden besondere Trophäen ausgezeichnet. Die Erleger der beiden kapitalen Rehböcke Dr. Ulrich Lany sowie Dr. Michael Gaudchau erhielten für ihre besonderen Trophäen einen Jubiläumssekt als Präsent. Beide Erleger berichteten zu ihrer mitgebrachten Trophäe und der Erlegung.

 

Der Vorsitzende berichtete weiter über die enorme Mitgliederentwicklung und die herausragenden Leistungen des Hundeausschusses, des Bläserausschusses, des Ausschusses für das Schießwesen, des Ausschusses für den Naturschutz und des Ausschusses für Aus- und Fortbildung. Alle vorgenannten Ausschüsse standen im Rahmen der Hauptversammlung für eine Erläuterung zur Verfügung.

 

Der Jagdverein „Hubertus“ Gießen hat sich nun im 101-jährigen Wirken als mitgliederstärkster Verein des Landesjagdverband Hessen durch seine vorbildlichen Leistungen in allen Ausschüssen eine allseits anerkannte Spitzen- und Führungsposition erarbeitet. Der Verein verfügt über eine vorzügliche Infrastruktur und zeigt in allen Bereichen große Erfolge. Die Mitglieder leisten dies alles ehrenamtlich - in beindruckender Weise - auch weit über den Gießener Landkreis hinaus.

 

Dieter Mackenrodt bedankte sich beim Hubertus-Vorstand für die gute Arbeit.

Der Vorstand und die Ausschüsse sind das Herzstück und damit die wichtigste Grundlage des Jagdvereins „Hubertus“ Gießen. Alle Mitglieder haben durch Ihre Leistungen in den jeweiligen Verantwortungsbereichen diesen Vereinserfolg erst möglich gemacht. Kompetenz, Teamgeist, Wertschätzung und noch so kleine Aufgaben prägen die Vereinskultur bei „Hubertus“ Gießen. Es besteht eine große Harmonie im Vorstand und den Ausschüssen, welche man im großen Saal des Kulturzentrums in Großen-Buseck auch spürte.

 

Mit der Unteren Jagdbehörde und dem Landkreis Gießen stehe man im guten Austausch. Der Kreis Gießen ist von der Jagdsteuer und den Gebühren bei der Trichinenbeprobung befreit. Dafür bedankte sich der Hubertus-Chef beim Landkreis.

 

Die Hubertus-Webmasterin Susanne Burzel informierte nach dem Jahresbericht des Vorsitzenden über eine sehr gepflegte Website www.hubertus-giessen.de und informierte in einer umfangreichen Präsentation über Zahlen und Inhalte der Homepage. Dieter Mackenrodt bedankte sich bei Frau Burzel mit einem Präsent.    

 

Den Kassenbericht trug der 1. Rechner Günter Weisel vor und für die Kassenprüfung berichtete Dieter Jüttemeier über eine ordentlich geführte Kasse. Die Mitglieder-versammlung erteilte einstimmig der Kasse und dem Vorstand Entlastung. 

Günter Weisel stellte den Haushaltsvoranschlag und den Kassenbestand für das Jahr 2022 vor und informierte über die Buchhaltung und Verwaltung des „Hubertus“ Gießen. Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge war nicht vorgesehen und man bemühe sich weiterhin die Mitgliedsbeiträge sinnvoll in den Verein, die Ausschüsse, das „Hundewasser“ sowie in den für die Jagd wichtigen Schießstand (mit Vereinshaus) zu investieren.

 

Als weiteren Gastreferent stellte der Hubertus-Vorsitzende den Pressesprecher des Landesjagdverband Hessen, Herrn Markus Stifter vor. LJV-Pressesprecher Stifter berichtete in einer hervorragenden Präsentation über die Öffentlichkeitsarbeit des Landesjagdverband Hessen. Die Zuhörer waren beeindruckt von den vielfältigen Aktivitäten und der wichtigen Arbeit und dankten dem Pressesprecher mit einem anhaltenden Applaus. Dieter Mackenrodt überreichte ein Präsent als Dankeschön.

 

In einer angekündigten Ergänzungswahl wurde Vorstandsmitglied Nicol Müller einstimmig zum 2. Schriftführer gewählt. Er war bisher Beisitzer im Vorstand und unterstützt nun Dr. Michael Gaudchau als weiteren Schriftführer.

 

Bei der Verabschiedung forderte der Hubertus-Chef die Mitgliederversammlung auf  sich weiter ehrenamtlich mit Herz und Sachverstand zu engagieren. Davon habe die Jägerschaft reichlich! Er dankte für die Teilnahme der großen Gästeschar bei der diesjährigen Hauptversammlung. Mit dem Besuch an der Jahreshauptversammlung zeigen die Mitglieder, dass sie zu der Mehrheit der deutschen Jägerinnen und Jäger gehören, die kultiviert in Traditionen verankert sein wollen und dass Jagd für sie mehr ist als Schädlingsbekämpfung. Sie zeigen mit Ihrer Anwesenheit in Großen-Buseck, dass Jagd für sie Passion ist, die sie als „Huberten“ ganz erfasst, so seine abschließenden Worte!    

 

Mögen die Mitglieder sich weiterhin im Bereich des Offenlandes als Naturschützer der ersten Stunde in vielfältiger Weise für den Erhalt der dort bedrohten Arten einsetzen und nicht nur einem gesetzlichen Auftrag, sondern auch einer inneren Überzeugung nachkommen, die ihnen anvertraute Natur zu erhalten und zu fördern. Dieter Mackenrodt wünschte den Mitgliedern weiterhin viel Gesundheit und Freude mit ihrem Jagdverein „Hubertus“ Gießen und bedankte sich für ihre Mitgliedschaft.

 

Machen Sie weiter so mit Herz und Verstand – denn davon haben Sie reichlich! 

 

Nach etwa drei Stunden endete die harmonische Mitgliederversammlung mit ausschließlich einstimmigen Beschlüssen und dem traditionellen „Horrido“ in dem liebevoll geschmückten Saal des Kulturzentrums in Buseck.


Einladung zur Jahreshauptversammlung 2022 mit Trophäenschau  des Jagdjahr 2021/22

22. Februar 2022

  

Rechtzeitig vor Beginn des neuen Jagdjahres wollen wir satzungsgemäß unsere Jahreshauptversammlung absolvieren, zur der ich Sie hiermit recht herzlich einlade:

Samstag, den 26. März 2022 

im Kulturzentrum Großen-Buseck, Am Schlosspark 2

Beginn 14:00 Uhr

 

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

1. Begrüßung

2. Totengedenken, Abschiedssignale der Bläser

3. Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit

4. Feststellung der Tagesordnung

5. Ehrungen

6. Ehrenfanfare

7. Grußworte 

8. Jahresberichte 1. Vorsitzender und der Ausschüsse: Im Interesse der Straffung des Ablaufes sind die Berichte der Ausschüsse im Rundschreiben nachfolgend abgedruckt. Die Ausschüsse stehen selbstverständlich für eine Erläuterung zur Verfügung.

9. Kassenbericht

10. Bericht der Kassenprüfer

11. Entlastung des Vorstandes

12. Haushaltsvoranschlag

13. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge (keine Erhöhung vorgesehen)

14. Ergänzungswahl 2. Schriftführer   

15. Behandlung von Anträgen: Gemäß § 7 der Satzung müssen Anträge der Mitglieder spätestens acht Tage vor der Hauptversammlung (18.März 2022) beim 1. Vorsitzenden Dieter Mackenrodt, Hofgut Bubenrod, in 35444 Biebertal, schriftlich eingegangen sein und der Antragsteller sollte an der Hauptversammlung teilnehmen.

16. Besprechung und Prämiierung der Trophäen

17. Verschiedenes

 

Anmerkung: Bitte geben Sie die stärkste „Trophäe“ Ihres Reviers bis 13:30 Uhr im Kulturzentrum zur Ausstellung ab. Beschriftet mit Revier, Datum und Erleger der Trophäe. Wir prämiieren die besten Trophäen! 


Erfolgreiche Hubertus-Fuchswoche 2022

22. Februar 2022

 

Respekt und Wertschätzung bei 85 waidgerecht erlegten Füchsen!

 

Der Jagdverein „Hubertus“ Gießen und Umgebung e.V. hatte im Februar seine Mitglieder und die Hegegemeinschaften im Kreis Gießen zur Teilnahme an den traditionellen „Fuchswochen“ aufgerufen. Unter großer Beteiligung seitens der Jägerschaft war im Kreisgebiet intensiv dem Fuchs und auch Waschbär nachgestellt worden. 

 

Der 1. Vorsitzende Dieter Mackenrodt konnte bei bestem Wetter eine große Zahl an Vereinsmitgliedern am Vereinshaus zum „Streckelegen“ begrüßen und beachtliche 24 Füchse und 3 Waschbären auf dem Streckenplatz bekannt geben.

 

Bei der Begrüßung hinterfragte der Hubertus-Chef, wer oder was - außer der Jagd – überhaupt in der Lage sei, die hohen Fuchspopulationen unter den gegebenen Umweltbedingungen zu kontrollieren bzw. zu reduzieren?! Der Fuchs ist der absolute Gewinner der Kulturlandschaft- das Niederwild in den Agrarsteppen der Verlierer! Während die heimische Jägerschaft schon seit Jahren die Jagd auf Rebhuhn und Hase in vielen Revieren freiwillig eingestellt hat, dezimiert Reinecke Fuchs diese Wildarten weiter. Die Populationsdichte des Fuchses wird zumindest regional noch immer weit unterschätzt, denn nur ein mehr oder minder geringer Teil der Gesamtpopulationen Reineckes ist für uns sichtbar. Dies wird nicht zuletzt immer wieder an den Strecken-Ergebnissen aus Revieren sichtbar, in denen intensiv Fuchsjagd betrieben wird. 

Obwohl in den Tagen zuvor durch Sturm und Regen schlechte Wettervoraussetzungen herrschten, haben sich nachfolgende Reviere besonders ausgezeichnet: . Die Gesamtstrecke der 85 erlegten Füchse und Waschbären im Februar 2022 kamen aus den Revieren Pohlheim, Grüningen, Gambach, Holzheim, Göbelnrod, Watzenborn, Markwald Grüningen, Friedelhausen, Gießen und Biebertal.

 

Dieter Mackenrodt sprach aber auch deutliche Worte über die „Ethik“ der Fuchsbejagung und „Wertschätzung“ gegenüber dem roten „Freibeuter“, eines der schönsten Wildtiere unserer heimischen Reviere. Bei der Fuchsbejagung wird die Kreatur geachtet, waidmännisch gejagt und alle gestreckten Füchse verwertet. Ein Teil der Strecke im Februar wurde durch die Erleger selbst verwertet. Der große Teil wird der Jagdgebrauchshundeausbildung zu Gute kommen.

 

Der Hubertus-Vorsitzende sprach deutliche Worte, dass jeder erbeutete Fuchs eine Entlastung vornehmlich für die Junghasen aber auch jeden Bodenbrüter von der Lerche angefangen bis zum Fasan und Rebhuhn ist, weil ganz einfach ein Beutegreifer weniger frisst! 

 

Die territoriale Fehe jetzt am Ende der vertretbaren Jagdzeit der Wildbahn zu entnehmen, führt dazu, dass dieses Revier von einer belegten Fehe frei bleibt. Zum Wohle unseres Niederwildes, welches alle durch den Fuchs, vornehmlich durch die ein Geheck versorgende Fehe, extrem gefährdet ist. 

 

Jeder Experte weiß, wie intensiv ein Fuchs sein Revier absucht und Studien haben ergeben, dass die Erstsätze der Junghasen so gut wie keine Chance haben, weil die Deckung noch zu niedrig ist. Und wenn der Fuchs die kleinen krabbelnden Junghasen noch nicht wittert, so erblickt sie die Rabenkrähe. Die aktuellen Niederwildbestände sowie Dezimierung der Bodenbrüter sprechen eine deutliche Sprache.  

 

Dieter Mackenrodt dankte daher allen Mitwirkenden für Ihre Beteiligung und verteilte mit den Vorstandsmitgliedern Hans Algeyer und Nicol Müller die „Erlegerbrüche“ sowie ein kleines Präsent von Frankonia an die Revierpächter. Er bedankte sich auch bei der starken Hubertus-Bläsergruppe unter der Leitung von Ehrenmitglied Oswald Henzel für die musikalische Gestaltung der Abschlussveranstaltung. Die Bläsergruppe beginnt ab März wieder mit den wöchentlichen Übungsstunden. Oswald Henzel nimmt ab März auch wieder Anfänger in der Gruppe auf und unterrichtet im Jagdhornblasen.

Das akute Auftreten von Räude sind für Dieter Mackenrodt ein klares Anzeichen für hohe Populationsdichten der Füchse. Die Fuchsräude ist eine Hauterkrankung, die durch Parasiten (Milben) hervorgerufen wird. Ein erkrankter Fuchs kann daran nach 3 Monaten sterben. Für Menschen ist die Fuchsräude ungefährlich, sie kann aber zu Hauterkrankungen führen. 

 

Das Argument von Tierschutzorganisationen, dass der Fuchsbestand sich von selbst auf ein Populationsniveau regelt, dass die Artenvielfalt nicht gefährdet und die Fuchsjagd eher noch mehr Nachwuchs erzeugt, lässt Dieter Mackenrodt dabei nicht gelten, sondern verlässt sich auf wissensbasierende Fakten: Eine Fuchsfähe bringt im Durchschnitt etwa 5 Welpen zur Welt. In der heutigen Kulturlandschaft werden alle satt und die meisten Jungtiere überleben, falls sie nicht an Krankheiten sterben, überfahren oder erlegt werden. 

 

Ähnlich beim Waschbär: Bei aller „Niedlichkeit“ der süßen Waschbärjungen vergessen Tierschützer sehr oft, dass es sich beim Waschbären um ein Raubtier handelt, dass auch nach Einschätzung des Bundes für Naturschutz eine invasive Art ist und ein erhebliches Gefährdungspotential für die Biologische Vielfalt in Europa darstellt. Der BfN geht in einem wissenschaftlichen Übersichtsartikel davon aus, dass ein Waschbär in Deutschland ca. 200 Wirbeltiere (Amphibien, Vögel, Kleinsäuger) pro Jahr frisst. Hochgerechnet wären dies bei einem geschätzten Besatz von 1,3 Mio. Waschbären, 260 Millionen Wirbeltiere. Dazu kommen noch die Wirbellosen, deren Anzahl um ein Vielfaches höher ist. 

Die Jäger übernehmen in Deutschland wichtige, teilweise sogar staatliche Aufgaben. Dazu gehören Prävention von Seuchen, die Verhinderung von Wildschäden in der Landwirtschaft und im Wald, der Artenschutz und der aktive Tierschutz. Jäger und die Jagd haben einen hervorragenden Ruf in Deutschland! Das zeigt auch die durch den Deutschen Jagdverband  durchgeführte repräsentative Imagebefragung. Aktuell sagen 83 % der Deutschen, dass Jagd notwendig ist, um die Wildbestände zu regulieren. 

 

Im Anschluss der Veranstaltung lud der Hubertus-Vorstand alle Teilnehmer zu einem Getränk in das Vereinsheim ein. Bei einem gemütlichen Beisammensein im Vereinsheim klang die traditionelle Veranstaltung bei regem Erfahrungsaustausch aus.